Der Saibling gehören zur Familie der Lachsfische, bilden aber eine eigene Gattung. In freier Natur leben sie in eiskalten, sauerstoffreichen Seen und Bächen der Alpen, Skandinaviens oder Nordamerikas. In Forellenanlagen findet man sie daher meist nur im Winter. Wird es zu warm, fühlen sie sich nicht mehr wohl, außer in tiefen oder quellgespeisten Gewässern.
Wo stehen die Saiblinge?
Der Saibling ist ein ausgesprochener Schwarmfisch. Oft zieht eine ganze Gruppe im Forellensee gemeinsam durch den See, während der Rest des Gewässers scheinbar leer ist. Besonders lohnende Bereiche sind der Ein- und Auslauf des Gewässers, Quellen oder tiefere Löcher. Schattenzonen unter Stegen oder Bäumen. und natürlich auch Kanten, also Strukturen im Wasser

Bild: Kahlstadt
Dieser Saibling biss im Forellenteich Mayenburg keine 20 cm vom Ufer entfernt.
Saibling kurz vorm Ufer
Mit der Polbrille kannst du die Fische manchmal sogar sehen. Achte auch auf Kanten im Forellensee! Dort lauert der Saibling gern im Tieferen und stößt blitzartig ins Flache vor. Auch das Ufer bildet eine Kante! Führe deshalb deinen Köder immer bis direkt ans Ufer! Viele Bisse kommen in letzter Sekunde, wenn du den Köder schon fast herausheben willst. Viele Saiblinge habe ich nicht weiter als 1 m von der Uferkante entfernt gefangen und einige sogar nicht weiter als 20 cm vom Ufer entfernt.

Bild: Kahlstadt
FTM Team Anglerin Ricarda Langius fing diesen tollen Saibling auf ein dicht am Boden geführtes Gummi im Angelpark Steinfeld.
So fängst du den Saibling
Der Saibling ist ein echter Räuber! Das tief gespaltene Maul und die kräftigen Zähne verraten es sofort. Sie lieben alles, was aktiv geführt wird: Sowohl Spinner als auch Spoons, kleine Gummis oder Mini-Wobbler. Besonders erfolgreich ist eine langsame Gummiführung über Grund. Viele Bisse kommen beim Anheben oder Absetzen.
Und wenn’s knallt, dann richtig! Im Drill zeigen Saiblinge Power und Ausdauer, die selbst Forellen alt aussehen lässt. Ich nutze für diese Angelei Fluorocarbon-Vorfächer von 0,20 bis 0,22 mm, das hält auch den Zähnen stand. Doch auch auf Naturköder reagieren Saiblinge gut: Rogen, Bienenmaden oder Würmer sind echte Klassiker. Nur Forellenteig wird meist verschmäht, wenn auch nicht immer.

Bild: Kahlstadt
Und wieder ein großer dänischer Saibling im Drill.
Die Newcomer: Tigerforellen
Immer häufiger taucht sie neben dem Saibling im Forellensee auf: Die Tigerforellen. Sie ist eine sterile Kreuzung aus Bachforelle und Saibling und vereint die besten Eigenschaften beider Arten. Ihr Name kommt von der dunklen, marmorierten Zeichnung, die an ein Tigermuster erinnert. Tigerforellen sind sehr aggressiv und wunderschön. Sie lieben wie der Saibling kühles, sauerstoffreiches Wasser und sind ebenfalls ausgesprochene Räuber.
Besonders auffällig: Ihre Attacken sind oft noch härter und plötzlicher als die der Saiblinge! Wer einmal eine Tigerforelle im Drill hatte, vergisst das so schnell nicht. Auch die Tigerforelle beißt hervorragend auf Spoons, Gummis und kleine Wobbler. Am besten langsam geführt und dicht über Grund. Und ihr Fleisch? Es ist fest und mindestens so lecker wie das des Saiblings.

Große Tigerforelle aus der Angelanlage Oxriver in Dänemark.
Saibling und Tigerforelle sind begehrt
Wenn das Wasser kalt wird, sind Saibling und Tigerforelle besonders für UL-Angler die erste Wahl am Forellensee. Beide Arten lieben kühle Bedingungen, reagieren bestens auf aktiv geführte Köder und bieten spektakuläre Drills. Und wer sie mitnimmt, hat anschließend ein echtes Festmahl auf dem Teller.
Tipp: Viele Anlagen kündigen den Besatz auf ihrer Website oder in den sozialen Medien an. Es lohnt sich, dort regelmäßig reinzuschauen. Im Winter werden oft prächtige Fische zwischen 2 und 4 kg eingesetzt! Auf dem YouTube Kanal MikesBigTrouts findest du mehrere Videos zum Angeln am Rand und zum Saiblingsangeln.

Bild: Kahlstadt
Männliche Tigerforelle aus dem Waldsee Bad Lear. Gefangen unter überhängenden Bäumen.
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