Das „Wisco Crown Bass Champion Tournament” ist das größte Wettangeln in der Seenkette von Wisconsin. 50 Top Angler fischten um 21.000 Dollar. Der Gewinner des Angeln durfte sich über weitere 11.000 Dollar freuen.
Doch nun wurde Adam Eisele erwischt, weil er schon am Vortag des Tournaments 14 lebende Schwarzbarsche in seinem Live Well gehältert hatte. Und damit verstieß er gegen die Wettkampfregeln, die es verboten, Schwarzbarsche, schon am Vortag im Boot „mitzubringen“.
Betrug wird ans Licht gebracht
Ein Mitangler, Dave Van Ert, kam Eisele auf die Schliche, weil dieser die Lichter seines Bassboats die ganze Nacht brennen ließ.
„Wir bekamen einen Anruf“ eines Mitanglers, der im gleichen Haus wie Adam untergekommen war, und der das Licht auf dessen Boot bemerkt hatte“, erklärt Kyle Carpenter, der Mit-Besitzer dieser prestigeträchtigen Angelveranstaltung. Eisele machte dann schnell das Licht aus, als wir sein Boot untersuchen wollten und die Fische fanden. „Dave hat genau das richtige getan“, bekennt Carpenter, und dabei geht es nicht ums Petzen. Solche Betrügereien bringen die ganze Wettkampfszene in Verruf.
Mehrere Vergehen des Top Anglers
Adam Eisele hatte gegen zwei Wettkampfregeln verstoßen. Diese besagen, dass Angler keine Schwarzbarsche während der Trainingphase vor dem eigentlichen Angeln hältern dürfen. Diese Regel muss von allen teilnehmenden Anglern unterschrieben werden.
„Wir meldeten den Fall den Wildhütern des DNR, die Adams Verhalten weiter untersuchten. Denn neben der Hälterung von Fischen, könnte Adam auch gegen die Staatsregeln verstoßen haben. Das Fanglimit pro Tag liegt bei 5 Fischen, wobei es kein Mindestmaß gibt. Insgesamt darf man nur zwei Tageslimits im Boot haben. Adams Fische überstiegen dieses Limits. Die Beamten wollten, herausfinden, ob Adam seinen Life Well abgelassen hatte, als er den See verließ, und mit Wasser im Live Well vielleicht invasive Arten in das Wettkampfgewässer eingeführt hatte. Die Untersuchungen laufen noch.
Fünfmal betrogen?
Der eigentliche Schaden ist aber noch größer: Adam Eisele ist kein unbekannter
Angler. „Er hatte schon fünfmal das Wisco „Angler of the Year“-Tournament und damit große Geldsummen gewonnen“, bedauert Carpenter. „Bei den Wettangeln hatten wir in den letzten Jahren immer schon einen Verdacht…Dabei ist Integrität das Wichtigste bei Wettangeln, und wir müssen solche Vorfälle ernst nehmen.
Auf frischer Tat ertappt
Nachdem Van Ert die Schwarzbarsche in Adams Live Well gemeldet hatte, baten die Gamewarden, das Boot untersuchen zu dürfen, was Eisele sofort zuließ. Außerdem gestand er, dass er die Fische im Live Well für das Wettangeln zur Waage bringen wollte.
„Ich möchte Dave Van Ert danken, dass er uns über den Betrugsversuch informiert hat“, lobt Capenter.
Aufgrund der Sachlage wird Eisele von Wisco Bass von allen Angelwettbewerben ausgeschlossen. Das ist im Interesse aller Angler, Sponsoren und Wisco Bass LLC.
Quelle: Outdoorlife.com






