dmanMit zwei feststehenden Einzelhaken und einem Drilling sind Balance Jigs sehr spezielle Köder, die eine eigene Köderart darstellen und keiner anderen Köderfamilie zugeordnet werden können. Ein absolut eindeutiges Erkennungsmerkmal ist die flügelartige Flosse am Hinterteil. Und da diese Köder ihr Öhr auf dem Rücken haben, sind sie ausschließlich zum Vertikalangeln geeignet. Das heißt, sie werden grundsätzlich senkrecht unter der Rutenspitze abgelassen und niemals ausgeworfen!
Wie ein echter Fisch
Wenn der Köder bewegungslos senkrecht unter der Rutenspitze im Wasser hängt, steht er im Wasser immer waagerecht und wirkt dadurch wie ein echter Fisch. Deshalb auch der Name Balance Jig. Wenn die Rutenspitze dann etwas angehoben wird, sorgt die breite Flosse am Schwanz dafür, dass sich der Köder etwas zur Seite und dabei auch etwas nach oben bewegt. Und wenn mit der Rutenspitze gezupft wird, schießt er sogar zur Seite. Diese Köder werden zwar vertikal, also senkrecht nach unten gefischt, bewegen sich aber fast waagerecht, also horizontal. Und aufgrund dieser fast horizontalen Bewegung, werden Balance Jigs auch Horizontal-Zocker bezeichnet.

Bild: Schlichting
Die Flosse am Hinterteil sorgt dafür, dass der Jig sich horizontal bewegt
Toller Boots-Köder
Normalerweise wird dieser Ködertyp beim Eisangeln eingesetzt und ist dort auf Barsche enorm fängig. Obwohl es bei uns nur selten die Möglichkeit gibt, durch dickes Eis auf Barsche zu angeln, sind diese Köder trotzdem enorm interessant für Barschangler. Die Fängigkeit sollte nämlich auch beim Vertikalangeln vom Boot, von Stegen oder von Spundwänden aus nicht unterschätzt werden! Da Balance-Jigs immer waagerecht im Wasser stehen, kann man sie Theoretisch einfach nur halten. Alleine durch die Bewegung des Bootes oder durch die in der Hand gehaltenen Rute kommen beim Köder ausreichend Impulse an, so dass er sich minimal zu den Seiten bewegt.
Wenig Bewegung
Und gerade in der kalten Jahreszeit reicht das schon aus, um den Beißreflex der Barsche zu aktivieren. Ansonsten bekommen Balance Jigs schon durch kleinste Zupfer mit der Rutenspitze ausreichend „Leben“, so dass esie sich verführerisch zu den Seiten bewegen. Bei starken Zupfern mit der Rutenspitze würde der Köder bis zu 1 oder 1,5 m seitlich schräg nach oben schießen, was im Winter definitiv zu viel ist!

Bild: Schlichting
Besonders zum Eisangeln auf Barsche sind Balance Jigs eine echte „Macht“
Schwer zu finden
Weil sich diese Köder schon bei minimalen Rutenimpulsen verführerisch bewegen, sind sie besonders gut zum Eisangeln geeignet. Dort ist es wichtig, dass sich Köder möglichst wenig bewegen. Obwohl Balance-Jigs auch die idealen Köder beim Vertikalangeln vom Boot aus sind, werden sie bei uns interessanterweise nur selten verwendet. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es sie nicht überall zu kaufen gibt. Während die Auswahl an verschiedenen Balance Jigs in nordischen Ländern ungefähr so groß ist wie bei uns bei Wobblern, muss man sie bei uns lange suchen. Wer aber einmal mit diesen Ködern auf Barsche geangelt und super gefangen hat, ist meist total begeistert!

Bild: AW
Balance-Jigs gibt es in verschiedenen Ausführungen mit ein oder zwei feststehenden Einzelhaken
Sehr effektiv
Mit dem Drilling und die beiden feststehenden Haken sind Balance Jigs so gut ausgestattet, dass Fische schon bei leichtestem Köderkontakt „kleben“ bleiben. Besonders wirkungsvoll sind dabei die beiden feststehenden Haken. Wenn man den Köder mit etwas zu viel Schwung zupft, kann es leicht passieren, dass man Barsche auch von versehentlich von außen hakt. Meist sitzt der Haken dann von außen im Unterkiefer und zeigt, dass der Fisch gerade zubeißen wollte. Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, einfach nur vorsichtiger zu zupfen. Zielfische sind in erster Linie Barsche, aber auch Zander und Regenbogenforellen lassen sich damit super fangen. Wie aktuell gefangen wird, können Sie sehr gut anhand der Fänge bei den AngelMasters verfolgen.






