Weißer Belugawal in Nordholland gesichtet

Vor der niederländischen Küste bei Callantsoog wurde ein weißer Belugawal gesichtet. Experten gehen davon aus, dass das Tier auf Nahrungssuche in die Region gelangt ist.

Weißer Belugawal in Nordholland

Bild: Jeroen Hoekendijk, SOS Dolfijn

Ein seltenes Bild: Ein weißer Belugawal vor der nordholländischen Küste in der Nordsee.

Ein weißer Belugawal wurde vor der niederländischen Küste nahe Julianadorp beobachtet. Nach Angaben des Informations- und Auffangzentrums SOS Dolfijn befindet sich der Beluga in einem guten gesundheitlichen Zustand. Sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch das Verhalten des Tieres wirken normal.

SOS Dolfijn überprüfte Zustand des Belugas auf See

Um den Gesundheitszustand des Wals zuverlässig beurteilen zu können, fuhr SOS Dolfijn in Absprache mit der KNRM (Königliche Niederländische Seenotrettungsgesellschaft) kurz hinaus aufs Wasser. Dabei handelte es sich um eine sorgfältige Kontrollfahrt, bei der bewusst ausreichend Abstand eingehalten wurde. Die aufgenommenen Fotos entstanden mit einem Teleobjektiv, um mögliche Störungen des Belugas zu vermeiden. Besonders in den Morgenstunden war der Belugawal gut vor der Küste zu sehen. Am Nachmittag erschwerte dichter Nebel die Beobachtung deutlich.

Belugawal zeigt gute Kondition

Die Fotoaufnahmen zeigen, dass der Beluga nicht abgemagert ist und sich in einer guten körperlichen Verfassung befindet. Zwar ist eine Narbe an der Flanke des Tieres sichtbar, diese gibt derzeit jedoch keinen Anlass zur Sorge. Um mehr über die Herkunft des Wals zu erfahren, wurden die Bilder mit internationalen Fachstellen geteilt. Ziel ist es, mögliche Übereinstimmungen in bestehenden Datenbanken zu finden.

Auch Buckelwal erneut bei IJmuiden beobachtet

Neben dem Belugawal wurde in den vergangenen Tagen auch ein Buckelwal bei IJmuiden gesichtet. Es handelt sich um dasselbe Individuum, das bereits am 10. Januar beobachtet wurde. Auf aktuellen Aufnahmen ist eine auffällige Stelle zu erkennen.

Bitte um Rücksicht und Abstand

Fachleute gehen davon aus, dass die Tiere auf Nahrungssuche sind oder durch veränderte Umweltbedingungen in die Region gelangt sind. Behörden und Meeresschutzorganisationen appellieren an die Öffentlichkeit, ausreichend Abstand zu halten und die Tiere nicht zu stören. Auch wenn ein weißer Belugawal nichts alltägliches ist, sollte man sich an diesen Apell halten.

Wal-Sichtungen melden

Wer einen Belugawal oder Buckelwal sieht, kann Fotos und Beobachtungen weiterhin über waarneming.nl melden. Jede Meldung hilft Forschern, die Bewegungen der Tiere besser nachzuvollziehen.

Wal-Sichtungen auch in der Ostsee

Auch in der Ostsee gab es eine außergewöhnliche Beobachtung: In der Flensburger Förde und der Lübecker Bucht wurde ein großer Wal gesichtet, vermutlich ein Finn- oder Zwergwal. Solche Tiere verirren sich nur selten in die Ostsee, da sie normalerweise offene Ozeane bevorzugen.

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