Krebse, Fische und andere Meeresbewohner finden in den Windparks der Nordsee ein neues „Zuhause“. Das belegt eine Studie des Thünen-Instituts für Seefischerei. Die Steinschüttungen zur Sicherung der Fundamente gleichen natürlichen Riffen und bieten jede Menge Lebensraum.
Neben typischen Arten wie Dorsch und Wittling fanden die Forscher auch Schleimfische und Franzosendorsche. Auch Hummer und Taschenkrebse wurden mit Hilfe von Unterwasserkameras gesichtet.
Die Untersuchungen zeigen zudem, dass sich rund um die Windkraftanlagen eigene Fischgemeinschaften bilden, die sich je nach Standort deutlich unterscheiden. Ursache dafür ist unter anderem der sogenannte Riff-Effekt: Die künstlichen Strukturen bieten Schutz, Nahrung und neue Lebensräume – auch für Arten, die normalerweise felsige Untergründe bevorzugen.
„Zwischen den verschiedenen Windparks gibt es Unterschiede in der Artenzusammensetzung“, berichtet Nikolaus Probst vom Thünen-Institut. In der südlichen Nordsee seien dabei verstärkt Makrelen und Wolfsbarsche anzutreffen.
Ob die neuen Lebensräume die Fischbestände insgesamt erhöhen, muss jedoch noch weiter erforscht werden.
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