Angelstart in den Frühling
Als unsere stehenden Gewässer im Februar noch unter einer dicken Eisdecke lagen, war ans Friedfischangeln kaum zu denken. Und jetzt, Anfang April, wo die Tage wieder spürbar länger werden und man in der warmen Mittagssonne auch schon mal wieder ohne eine dicke Jacke am Wasser sitzen kann, kommen anglerische Frühlingsgefühle auf. Am ersten schönen Angeltag im Frühling ist es einem dann auch ziemlich egal, was man fängt, Hauptsache es beißt überhaupt etwas, so, wie hier im kleinen Dorfteich. Geht ihnen das auch so?
Hauptsache, es beißt was im Dorfteich
Deshalb hatte Frank Schlichting auch kein spezielles Thema für diesen AngelWoche-Fotoreport am kleinen Vereinsteich. Er wollte bei schönem Wetter einfach nur mal testen, ob was beißt, egal welche Fischart und egal wie groß. Das Gute dabei: Wenn man mit so wenig Erwartungen im Frühling an einem Dorfteich zum Angeln geht, stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass es besser wird, als erwartet. Und genauso kam es auch: Frank hätte sich auch über ein handlanges Rotauge gefreut. Und stattdessen kam eine 49 cm lange Schleie. Was für ein schöner und überraschender Angeltag! Michael Werner hat ihn dabei fotografiert.
Einfache Posenmontage am Dorfteich

Bild: Schlichting
Der Waggler ist mit zwei Bleischroten austariert. Wenn das untere Blei bei einem Biss vom Fisch angehoben wird, steigt die lange Antenne deutlich sichtbar aus dem Wasser. Das wäre dann ein so genannter Hebebiss!
Kleiner Rotwurm

Bild: Werner
Köder ist ein winziger Rotwurm auf einem 14er Haken. Der dürfte für viele Fischarten im Frühling sehr interessant sein.
Tiefe loten

Bild: Werner
Beim Posenangeln ist es auch im Dorfteich ganz wichtig, die exakte Angeltiefe am Platz zu kennen. Mit einem Lotblei am Haken ist das ganz einfach.
Auswerfen am Dorfteich

Bild: Werner
Die leichte Posenmontage wird am Dorfteich mit Schwung ausgeworfen.
Perfekt austariert

Bild: Schlichting
Die Pose ist so austariert, dass im Dorfteich nur die Spitze der langen Antenne aus dem Wasser ragt.
Endlich ist die Rute krumm

Bild: Werner
Es hat fast zwei Stunden gedauert, bis die Pose im Dorfteich das erste Mal abtaucht und die Rute krumm ist.
Das ist aber kein Rotauge …

Bild: werner
Der erste Fisch im Frühling ist eine schöne Schleie. Beim Biss ist sie allerdings in de Schnur der zweiten Ruten geschwommen. Beide Posen sind verheddert. Hoffentlich geht deshalb nichts schief!
Sicher eingenetzt

Bild: Werner
Bitte geh nicht ab … Als die Schleie über den Kescherrand gleitet, atmet Frank erleichtert auf. Der erste Fisch im Frühling ist sicher gelandet.
Guter Start in den Frühling

Bild: Werner
Franks erster Frühlingfang. Der die große Schleie ist eine richtige Überraschung!
Eine schöne Schleie aus dem Dorfteich

Bild: Werner
Die wunderschöne Schleie liegt im Kescher. Der Haken sitzt ganz weit vorne und kann mit den Fingern gelöst werden.
Das Highlight im Frühling

Bild: Werner
Die Krönung des Angeltages im Frühling: eine 49 cm lange Schleie!
Nebenbei bemerkt: Immer schön aufpassen
Wer mit zwei Montagen direkt nebeneinander angelt, muss beim Drillen aufpassen, dass der Fisch Drills nicht in die andere Schnur schwimmt. Egal, ob wie hier im Frühling am Dorfteich oder auch an anderen Gewässern. Wenn das passiert, ist das geringste Problem das anschließende Entwirren oder Abschneiden und neue Montieren der Montagen. Ärgerlich ist es, wenn dadurch ein Fisch verloren geht – und mit Pech vielleicht sogar ein großer …

Bild: Werner
Da nützt auch kein Schwarzer Gürtel im Schnur-Entwirren. Die beiden Montagen müssen abgeschnitten werden. Und beim Keschern im Dorfteich ist auch noch die Antenne einer Pose abgebrochen. Ärgerlich!
Wie aktuell Schleien gefangen werden, kann man sehr gut an den Fangmeldungen bei den AngelMasters verfolgen.






