Tipps & Tricks: Wie fange ich eine Schleie?

Die Schleie ist ein ­äußerst vorsichtiger Fisch, den nur wenige Angler regelmäßig erwischen. André Pawlitzki zeigt Dir, wie Du diesen schönen Fisch ganz bestimmt fängst.

Die Schleie ist nicht einfach zu fangen. André Pawlitzki zeigt Dir, wie man diesen schönen Fisch ganz einfach fangen kann. Foto: S. Kaufmann

Bild: S. Kaufmann

Die Schleie ist nicht einfach zu fangen. André Pawlitzki zeigt Dir, wie man diesen schönen Fisch ganz einfach fangen kann.

Der Wecker klingelt um zwei Uhr. Schnell schlage ich auf die Off-Taste, um meine bessere Hälfte nicht zu wecken. Zu spät – sie ist schon wach. Ich selbst habe in dieser Nacht vor Aufregung kaum geschlafen, denn heute soll es zum Angeln auf Schleie gehen. Als ich gähnend aus dem Bad komme, reicht mir meine Frau schon die belegten ­Brote. Küsschen. Herzlichen Dank!

Eine knappe Autostunde später bin ich am Wasser. Was man nicht alles auf sich nimmt, um eine der Schönheiten mit den roten Augen an den ­Haken zu bekommen. Noch ist es dunkel, aber es sollte nicht mehr lange dauern, bis die Sonne aufgeht. Also absolviere ich noch im Dunkeln die 500 Meter Fußmarsch bis zum Angelplatz.

Wann ist die beste Tageszeit für Schleie?

Schleien lieben die Dämmerung – sowohl morgens als auch abends. Aber (im Gegensatz zu vielen Menschen) sind sie eher die Frühaufsteher, ihre Beißzeit ist morgens deutlich ausgeprägter. Bis neun Uhr kann man mit regelmäßigen Bissen rechnen, in Ausnahmen auch bis kurz nach Mittag. Dann ist Flaute, bis es am Abend wieder losgeht. Warum das so ist, konnte ich bislang nicht ermitteln. Aber auch das macht den Reiz beim Angeln auf Schleie eben aus!

Welche Ausrüstung brauche ich wirklich?

Gut geeignet sind eine 3,60 bis 3,90 Meter lange Matchrute und eine 2500er Rolle. Eine 0,20er Hauptschnur reicht zum Schleienangeln aus, in verkrauteten Gewässern lieber 0,25er nehmen.

Bild: A. Pawlitzki

Gut geeignet sind eine 3,60 bis 3,90 Meter lange Matchrute und eine 2500er Rolle. Eine 0,20er Hauptschnur reicht zum Schleienangeln aus, in verkrauteten Gewässern lieber 0,25er nehmen. Hakengröße: 10 bis 14.

Als Rute zum Angeln auf Schleie verwende ich eine kräftige Matchrute oder eine Posenrute mit einer Testkurve von 1,5 lbs und einer ­Länge von 3,60 oder 3,90 Metern. Damit lassen sich Schleien über Krautfelder am Ufer hinweg dirigieren. Als Rolle reicht eine kleine Stationärrolle der 2500er-Größe mit einer 0,20er Hauptschnur.

Außerdem fische ich am liebsten mit der Pose auf Schleien. In flachen Gewässern bevorzuge ich die transparenten ­Drennan- oder Middy-Modelle. Bei starkem Wind und Oberflächendrift, aber auch in tieferen Gewässern, kommt eine Pose mit tief liegendem Körper zum Einsatz. Diese steht auch jetzt noch stabil im Wasser.

Bleibt noch die Frage: Mit welchem Köder fange ich eine Schleie? Das ist einfach zu beantworten. Mistwürmer gehören für mich zu den besten Ködern für Schleie überhaupt. Dabei biete ich einen oder zwei kleine Würmer am 14er oder 10er Haken an. Wofür ich mich entscheide, hängt von der gefühlten Tagesform der Fische ab. Bekomme ich auf den „großen“ Köder viele Fehlbisse, schalte ich einfach einen Gang herunter. Haltet euch an den Wurm – er reicht in der Regel völlig aus, um die Schleien zum Biss zu reizen.

Die Lift-Montage ist das A und O beim Schleienfang!

So funktioniert die Liftmontage: 1. Die Schleie nimmt den Köder kopfüber auf. 2. Sie stellt sich in die Waagerechte und hebt das Bleischrot an. Die Pose steigt aus dem Wasser und kippt auf die Oberfläche.

Bild: B. Gierth

So funktioniert die Liftmontage:
1. Die Schleie nimmt den Köder kopfüber auf.
2. Sie stellt sich in die Waagerechte und hebt das Bleischrot an. Die Pose steigt aus dem Wasser und kippt auf die Oberfläche.

Meine Pose stelle ich ein wenig übertief ein. Beträgt die Wassertiefe einen halben Meter, wird die Pose nach 55 Zentimetern an der Hauptschnur gestoppt. Nach dem Wurf spanne ich die Pose so, dass nur noch die Posenspitze aus dem Wasser guckt.

Der Trick dabei: Nimmt ein Fisch den Köder auf, hebt er die Tungsten-Paste, die ich statt eines Schrotbleies verwende, mit an. Die Pose steigt mit ihrer langen Antenne aus dem Wasser. Sie „liftet sich“. Ein typischer Hebebiss – ich kann sofort anschlagen!

Zahlreiche Tipps und Tricks für das Angeln auf Schleie findest Du im BLINKER 4-20 in diesem Bericht.

Bild: BLINKER

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