Fünf Frühjahrstipps

Das Eis ist von den Gewässern verschwunden, doch das Wasser ist noch kalt. Damit dein erster Angeltag kein „Schneidertag“ wird, geben wir fünf fängige Tipps zum Friedfisch- bzw. Karpfenangeln.

Die kurze Zeit vor Sonnenuntergang ist im Frühjahr eine gute Zeit.

Bild: E. Hartwich

Die kurze Zeit vor Sonnenuntergang ist im Frühjahr eine gute Zeit.

  1. Im flachen Wasser beginnen

Flachwasserzonen  erwärmen sich in einem Gewässer am ehesten, sobald die Sonne scheint. Hier sollte man die ersten Tage seine Köder auslegen, egal ob Wurm, Madenbündel oder Boilie.

 

 

Flachwasser, Karpfenbiss

Bild: E. Hartwich

Ein Karpfen beißt im Flachwasser und zieht in einer Schlammwolke davon.

  1. Kleine Köder verwenden

Im noch kalten Wasser dürfen die Köder nicht zu groß sein. Zwei kleine Mistwürmer am Haken sind jetzt meist deutlich fängiger als ein großer Tauwurm. Und mit der Boiliegröße sollte man ruhig bis auf 8 mm runtergehen. Kleine Snacks werden nun gegenüber normal großen Ködern bevorzugt, zumal unter Wasser noch Winter herrscht, solange es noch Nachtfröste gibt.

 

 

Schleie, Mistwurm

Bild: E. Hartwich

Diese Schleie kam an einem einzelnen Mistwurm nicht vorbei.

  1. Maßvolles anfüttern

Weil der Stoffwechsel der Fische sich noch im Sparmodus befindet, darf man nicht zu viel Futter ausbringen, an dem sich die Fische sättigen können, ohne den Hakenköder nehmen zu müssen. Beim Karpfenangeln kann man kleine PVA-Beutel gefüllt mit 2 mm kleinen Micropellets auf das Vorfach ziehen oder gleich am Haken einhängen. Dieser wird von unten in den PVA Beutel geschoben. Somit liegt der beköderte Haken inmitten der kleinen Futterofferte am Grund.

 

PVA Beutel

Bild: A. Pawlitzki

Solche kleinen PVA Beutel bringen nur wenig Futter raus, ohne die Fische zu sättigen.

  1. Mit Farben spielen

Was die Farbe der Miniboilies angeht, muss man experimentieren. Meist beginnt man mit Gelb, wechselt dann auf Orange oder verwendet so genannte „Two Tone“ also zweifarbige Pop Ups. Die gibt es von Dynamite Baits. Alle Farben bringen Fische. Hat man zwei oder drei Karpfen gefangen, sollte man auf eine andere Farbe wechseln, weil sonst die Fische misstrauisch einer Farbe gegenüber werden.

 

 

bunte Microboilies

Bild: A. Pawlitzki

Microboilies und Pellet in allen Farben. Was gerade geht, muss man ausprobieren.

 

5. Die richtige Angelzeit

Im Frühjahr braucht man nicht gleich um 5 Uhr morgens am Wasser zu sein, vor allem, wenn es nachts noch gefroren hat. Denn genau so schnell wie sich flaches Wasser erwärmt, kühlt es auch wieder ab. Meist reicht es, wenn man am frühen Nachmittag am Wasser ist und bis zum Einbruch der Dämmerung angelt.


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