Im flachen Wasser beginnen
Flachwasserzonen erwärmen sich in einem Gewässer am ehesten, sobald die Sonne scheint. Hier sollte man die ersten Tage seine Köder auslegen, egal ob Wurm, Madenbündel oder Boilie.

Bild: E. Hartwich
Ein Karpfen beißt im Flachwasser und zieht in einer Schlammwolke davon.
Kleine Köder verwenden
Im noch kalten Wasser dürfen die Köder nicht zu groß sein. Zwei kleine Mistwürmer am Haken sind jetzt meist deutlich fängiger als ein großer Tauwurm. Und mit der Boiliegröße sollte man ruhig bis auf 8 mm runtergehen. Kleine Snacks werden nun gegenüber normal großen Ködern bevorzugt, zumal unter Wasser noch Winter herrscht, solange es noch Nachtfröste gibt.

Bild: E. Hartwich
Diese Schleie kam an einem einzelnen Mistwurm nicht vorbei.
Maßvolles anfüttern
Weil der Stoffwechsel der Fische sich noch im Sparmodus befindet, darf man nicht zu viel Futter ausbringen, an dem sich die Fische sättigen können, ohne den Hakenköder nehmen zu müssen. Beim Karpfenangeln kann man kleine PVA-Beutel gefüllt mit 2 mm kleinen Micropellets auf das Vorfach ziehen oder gleich am Haken einhängen. Dieser wird von unten in den PVA Beutel geschoben. Somit liegt der beköderte Haken inmitten der kleinen Futterofferte am Grund.

Bild: A. Pawlitzki
Solche kleinen PVA Beutel bringen nur wenig Futter raus, ohne die Fische zu sättigen.
Mit Farben spielen
Was die Farbe der Miniboilies angeht, muss man experimentieren. Meist beginnt man mit Gelb, wechselt dann auf Orange oder verwendet so genannte „Two Tone“ also zweifarbige Pop Ups. Die gibt es von Dynamite Baits. Alle Farben bringen Fische. Hat man zwei oder drei Karpfen gefangen, sollte man auf eine andere Farbe wechseln, weil sonst die Fische misstrauisch einer Farbe gegenüber werden.

Bild: A. Pawlitzki
Microboilies und Pellet in allen Farben. Was gerade geht, muss man ausprobieren.
5. Die richtige Angelzeit
Im Frühjahr braucht man nicht gleich um 5 Uhr morgens am Wasser zu sein, vor allem, wenn es nachts noch gefroren hat. Denn genau so schnell wie sich flaches Wasser erwärmt, kühlt es auch wieder ab. Meist reicht es, wenn man am frühen Nachmittag am Wasser ist und bis zum Einbruch der Dämmerung angelt.






