Oft nur 1 kg
Wenn es beim Anfüttern auf Friedfische Futterbegrenzungen gibt, liegen die Obergrenzen meist bei 1 kg pro Tag. Oft auch weniger. Und es gibt sogar Vereine oder Gewässer, in denen das Anfüttern gänzlich verboten ist. Und woanders ist das Anfüttern an die Jahreszeit geknüpft, so dass beispielsweise im Winter nur noch mit Lebendfutter wie Maden angefüttert werden darf. Aber gerade in typischen Vereinsteichen sind solche Futterbegrenzungen tatsächlich sinnvoll. Denn in den oft kleinen Gewässern gibt es in der Regel nur wenig Wasserbewegung und fast keinen Wasseraustausch. Das meiste Wasser stammt aus dem Grundwasser oder ist gar nur Regenwasser! Würden man in solchen Teichen beliebige Mengen an Futter versenken, würde das die gesamte Wasserchemie enorm belasten!
Feines Lockfutter
Lockfutter ist meist sehr feinkörnig, oft sogar mehlig. Denn durch das Anfüttern sollen die Friedfische ja nur angelockt, aber nicht gesättigt werden. Das heißt, die Fische wühlen zwar auf dem Futterteppich herum, können das Futter oftmals aber gar nicht richtig oder nur schwer auffressen. Es bleiben also ganz viele Reste auf dem Gewässergrund zurück. Und über die machen sich dann Bakterien und andere Kleinorganismen her. Dabei wird aber ganz viel Sauerstoff verbraucht, der dann den Fischen fehlt.
Kleine Gewässer
Und gerade in stehenden Gewässern mit weniger Sauerstoffgehalt können beim Anfüttern auf Friedfische echte Sauerstoff-Engpässe entstehen. Hinzu kommt, dass das Futter von den Fischen nur sehr eingeschränkt verwertet wird. Und das, was bei den Weißfischen dann nur angedaut hinten wieder herauskommt, ist Dünger pur für Algen. Die können sich dadurch explosionsartig ausbreiten und verbrauchen ebenfalls viel Sauerstoff. Besonders stark ist dieser Effekt nachts, wenn die Photosynthese und damit die Sauerstoffproduktion nicht funktioniert. Und wenn die Algenblüte wieder abstirbt. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel kann dann so stark ausfallen, dass das Gewässer umgangssprachlich „umkippt“ und die Fische ersticken. Die Folge wäre also ein Fischsterben.
Altes Futter
Die Gefahr eines Fischsterbens besteht hauptsächlich im Sommer, wenn die Gewässer durch höhere Wassertemperaturen ohnehin einen geringen Sauerstoffgehalt haben. Im Winter belasten große Futtermengen das Wasser aber auch, weil die Fische durch die Kälte einen geringeren Stoffwechsel haben und entsprechend weniger fressen. Zu viel Futter würde dann immer unangetastet am Grund liegen bleiben und „gammeln“. Lebendfutter wird beim Anfüttern auf Friedfische dagegen auch im Winter von den Fischen relativ schnell aufgefressen und verdaut. Das zeigt, dass solche Futterbegrenzungen in kleinen und stehenden Gewässern tatsächlich sinnvoll sind.
Wenig, aber gezielt
Wenn man auf Fiedfische zwar wenig, aber gezielt anfüttern darf, können die Fische ja trotzdem angelockt werden. Das ist dann keine wirklich schwerwiegende Einschränkung. Man sollte also grundsätzlich nur so viel wie nötig füttern. Nur ein totales Futterverbot hätte negative Auswirkung auf die Fangerfolge beim Friedfischangeln. In großen Flüssen spielt die eingebrachte Futtermenge übrigens keine so große Rolle: Da der Wasserkörper dort ständig in Bewegung ist und die Fische meist auch mehr fressen müssen, ist somit auch die Gefahr einer Sauerstoffzehrung durch nicht gefressenes Futter deutlich geringer. Wie gut aktuell gefangen wird, kann man sehr gut an den aktuellen Fangmeldungen bei den AngelMasters verfolgen.

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Beim Stippen ist das Anfüttern elementar.

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Ein großer Eimer mit etwa 8 bis 10 kg Futter. Solche Mengen sind nicht überall erlaubt.

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Eine Futterkugel löst sich am Gewässergrund auf. Auch kleine Futtermengen können eine große Wirkung haben.

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Lockfutter ist oft so fein, dass es im Wasser Wolken bildet und nur schwer von den Fischen gefressen werden kann.






