Der 46,35-Kilo Bumphead Papageienfisch wurde offiziell durch die International Game Fish Association (IGFA) als All-Tackle-Weltrekord bestätigt – und dieser Rekord gilt bis heute.
Der Bumphead Papageienfisch (Bolbometopon muricatum) ist die größte Papageienfisch-Art der Welt. Er kann über einen Meter lang und bis zu 75 Kilogramm schwer werden. Dennoch gelten diese Korallenfresser als schwer zu befischen: Sie sind vorsichtig, leben in Schwärmen und lassen sich nur selten mit der Fliege überlisten.
Dieser Rekord-Papageienfisch nahm eine Krabben-Imitat-Fliege und startete sofort einen kraftvollen Run, bei dem er geschickt zwischen Korallen hindurchzog. Nach einem 30-minütigen Drill konnten Mark Weeks und Guide Brendan Becker den Fang wiegen und wieder freilassen.
Mit seiner markanten Stirn und der türkisgrün schimmernden Färbung zählt der Bumphead Papageienfisch zu den imposantesten Bewohnern tropischer Riffe. Der Fang von Providence Atoll ist deshalb nicht nur ein Weltrekord im Sportangeln, sondern auch ein spektakuläres Naturerlebnis.
Bis heute wurde dieser Rekord nicht überboten. In den offiziellen Listen der IGFA führt der 46,35-Kilo-Fisch weiterhin die Kategorie „Bumphead Parrotfish“ an. Für Fliegenfischer weltweit bleibt er ein Symbol dafür, wie außergewöhnlich die Jagd mit der Fliegenrute auf Salzwasserfische sein kann.
Bumphead-Papageienfisch vs. Europäischer Papageifisch
Der Bumphead-Papageienfisch (Bolbometopon muricatum) gilt als der König der Papageienfische: Er kann über einen Meter lang werden und bis zu 75 Kilogramm auf die Waage bringen. Bumphead-Papageienfische leben in tropischen Korallenriffen, ziehen meist in Schwärmen umher und sind äußerst vorsichtig. Mit ihrer türkis-grünen Färbung und der markant vorgewölbten Stirn zählen sie zu den beeindruckendsten Bewohnern tropischer Riffe.
Im Vergleich dazu bleibt der Europäische Papageifisch (Sparisoma cretense) deutlich kleiner: Er erreicht maximal rund 50 Zentimeter Länge und etwa 3 Kilogramm Gewicht. Er lebt vor allem im Mittelmeer, im östlichen Atlantik sowie in Küstenbereichen des Nordatlantiks. Die Färbung unterscheidet sich deutlich nach Geschlecht: Weibchen zeigen ein kräftiges Dunkelrot, während die Männchen grau bis violett-bräunlich schimmern.
Bild: S. Rose
Der Europäische Papageifisch (Sparisoma cretense). Charakteristisch sind seine schnabelartigen Kieferzähne, die eine kräftige „Kauleiste“ bilden, mit der er Algen und kleine Wirbellose wie Krebse und Krabben knackt.
Auch beim Angeln unterscheiden sich die beiden Arten stark. Während der Bumphead-Papageienfisch ein seltenes Ziel ist und ein besonderes Drill-Erlebnis bietet, ist der Europäische Papageifisch leichter zu überlisten. Auf den Kanaren oder Balearen wird er häufig vom Ufer aus mit Krabbenbeinen oder Naturködern beim Posen- oder Grundangeln gefangen. Allerdings sollte man auch hier kräftig anschlagen und den Fisch im Drill kontrolliert führen, um Hänger an Felsen oder Korallen zu vermeiden.
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