Der Fliegenfischerverein Fario e. V. erhält den Brandenburger Naturschutzpreis 2026. Damit würdigt die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg das mehr als 30-jährige Engagement des Vereins für naturnahe und artenreiche Fließgewässer. Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert und soll am 17. November im Landkreis Prignitz übergeben werden.
Tausende Stunden für Bäche und Flüsse
Der 1995 gegründete Verein zählt heute mehr als 160 Mitglieder aus Berlin und Brandenburg. Jedes Jahr investieren sie Tausende ehrenamtliche Arbeitsstunden in den Schutz und die Verbesserung von Flüssen, Bächen und Auen in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin.
Besonders an Dosse und Stepenitz bringen die Fliegenfischer Laichkies und Totholz in die Gewässer ein. Dadurch entstehen Laichplätze, Rückzugsräume und abwechslungsreichere Strömungsverhältnisse. Von diesen Maßnahmen profitieren unter anderem Bachneunauge, Groppe, Elritze und Bachmuschel sowie Eisvogel und Fischotter.
Auch an den Ufern ist der Verein aktiv: Die Mitglieder pflanzen Bäume, deren Schatten die Erwärmung des Wassers begrenzen kann, pflegen Kiesbänke und sammeln Müll. Während längerer Trockenperioden kümmern sie sich zudem um die Bewässerung der jungen Gehölze.

Bild: Fario e. V.
Freie und saubere Kiesflächen sind wichtige Laichplätze. Die Fliegenfischer pflegen und lockern die Kiesbänke regelmäßig auf.
Einsatz für Lachs und Meerforelle
Gemeinsam mit Wasser- und Bodenverbänden, Behörden und dem Landesanglerverband Brandenburg setzt sich Fario außerdem für den Rückbau nicht mehr benötigter Wehre ein. Durchgängige Flüsse sind besonders für Wanderfische wie Lachs, Meerforelle und Aal wichtig.
Seit Ende der 1990er-Jahre unterstützt der Verein die Wiederansiedlung von Atlantischem Lachs und Meerforelle im Stepenitz-System. Inzwischen steigen wieder große Exemplare beider Arten in den Nebenfluss der Elbe auf.

Bild: Fario e. V.
Gewässerschutz für die nächste Generation: Der Fario e. V. vermittelt bereits Kindern, warum intakte Flüsse und ihre Bewohner schützenswert sind.
Umweltministerin Hanka Mittelstädt bezeichnete den Verein als herausragendes Beispiel dafür, was ehrenamtlicher Naturschutz bewirken könne. Die Mitglieder verbänden ihre Leidenschaft für das Fliegenfischen mit Fachwissen und großer Verantwortung für die Zukunft der Gewässer.
Vereinsvorsitzender Martin Rahmel versteht die Auszeichnung zugleich als Ermutigung für andere Angler, sich aktiv am Gewässerschutz zu beteiligen. Der Preis gehöre nicht allein dem Verein, sondern auch den zahlreichen Partnern und Unterstützern, die gemeinsam an naturnahen und artenreichen Flüssen arbeiten.







