Die Rückkehrer Zahlen sind weniger geworden, die Lachsprogramme greifen nicht wie gewünscht und in den meisten Lachsstrecken herrscht strenges „Catch & Release“. Die Gründe sind offensichtlich:
Laichbetten-Verluste, Gewässer-Verbauungen, der Klimawandel und die Verschmutzungen in den Meeren sind nur einige Faktoren.
An der schottischen Westküste und um die schottischen Inseln herum gibt es Fischfarmen, deren Fische sich das Wasser mit Atlantischen Lachsen und wandernden Meerforellen teilen. Und das wirft die Frage auf, wieweit Fischfarmen den Druck auf die noch vorhandenen Wildbestände erhöhen. Dabei sind besonders Stellen betroffen, wo Zucht- und Wildlachse direkt aufeinander treffen.
Mit Pharmakeule auf Läuse
Die Schottische Regierung hat festgestellt, dass 66 Prozent der Bestände sich in einem schlechten Zustand befinden. Nur 18 Prozent befinden sich in einem guten Zustand. Und wie beeinflussen Fischfarmen die ohnehin bedrohten Lachse?Die Scottish Environment Protection Agency nimmt kein Blatt vor den Mund. Offene Netze führen oft zu einer Zunahme von Seeläusen, die auch die wilden Atlantiklachse befallen. Smolts schwimmen zwischen den Farmen herum und können sich hier infizieren.

Bild: M. Werner
Diese Meerforelle ist stark mit Lachsläusen befallen. Um diese abzutöten arbeiten Fischfarmen mit Formaldehyd.
Moderne Fischfarmen setzen einen Mix aus Medikamenten ein, um die Läuse zu bekämpfen. Dazu gehört auchFormaldehyd, das als krebserregend gilt. Dieses Gas kommt dann zum Einsatz, wenn die Fische gegen Pilzbefall behandelt werden. Auch Wasserstoff Peroxid kommt in Fischfarmen zum Einsatz. Dr. Berril, ein Wissenschaftler von „Salmon Scottland“ sagt, dass man viel Wert auf Prävention lege und Medikamente nur im äußersten Notfall eingesetzt würden.
Viele Fragen, wenige Antworten
Verluste gehören zu jedem Farmsystem. Für Angler an der Westküste Schottlands besteht die Frage: „Was befindet sich im Wasser? Was geschieht mit den Sedimenten im Fluss? Und werden die Lachse, die ohnehin stark bedroht sind von Fischfarmen noch weiter in ihrem Bestand bedroht sein? Diese und viele weitere Fragen müssen in den nächsten Jahren beantwortet werden.
Quelle: A.I.






