Argo-Programm Deutschland 2025: Forschung in den Tiefen der Ozeane
Das Weltmeere Argo-Programm Deutschland 2025 startet mit 64 neuen Argo-Floats, die in diesem Jahr auf eine mehrjährige Forschungsmission gehen. Die zylinderförmigen Geräte tauchen bis zu 2.000 Meter tief, messen Temperatur, Salzgehalt und weitere Parameter und senden ihre Daten per Satellit nahezu in Echtzeit. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag, um Ozeanströmungen, Sauerstoffmangelzonen und die Folgen des Klimawandels besser zu verstehen. Weltweit sind derzeit rund 4.000 Argo-Floats im Einsatz.
Wie die Argo-Floats arbeiten
Bild: BSH
So funktioniert ein Argo-Float.
„Unser Beitrag zum internationalen Argo-Programm bietet einen einzigartigen Einblick in das Innere des Ozeans – unabhängig von Wetter und Jahreszeit“, sagt BSH-Präsident Helge Heegewaldt. „Nur gemeinsam können wir den Wandel der Meere erfassen und Antworten auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel geben.“
Expeditionen 2025: Von Arktis bis Antarktis
Im Rahmen von 19 Expeditionen werden die Messgeräte 2025 ausgesetzt – darunter in besonders sensiblen Regionen:
- Tropischer Pazifik: Zehn Argo-Floats messen in der Sauerstoffminimumzone vor Peru und Chile.
- Antarktis: Messgeräte wurden bereits im mächtigen Zirkumpolarstrom sowie im Weddellmeer und nahe dem Denman-Gletscher ausgebracht.
- Labradorsee: Zwei Argo-Floats erforschen, wie Kohlenstoff und Sauerstoff in große Tiefen gelangen.
- Arktis: Speziell programmierte Argo-Floats setzen ihre Messungen auch unter dem winterlichen Meereis fort.
Bild: BSH
Karte der Missionen: Hier setzt Argo Germany 2025 seine 64 Argo-Floats in Atlantik, Pazifik, Arktis und Antarktis aus.
Warum das Argo-Programm für die Klimaforschung entscheidend ist
Über 30 Nationen betreiben gemeinsam das internationale Argo-Programm. Deutschland steuert jährlich rund 50 Floats bei und koordiniert deren Einsatz. Die gesammelten Daten helfen nicht nur, Klimamodelle und Wettervorhersagen zu verbessern, sondern liefern auch Erkenntnisse zu Ozean-Erwärmung, Versauerung, Sauerstoffmangel und Artenvielfalt.
Mit den 64 neuen Argo-Floats macht sich die deutsche Meeresforschung auf, den „blauen Planeten“ besser zu verstehen – von den Tiefen der Ozeane bis zum Klimaschutz an Land.
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