Statt des erhofften kapitalen Hechts im flachen Schilfgürtel entdeckte der Angler dort etwas, das definitiv niemand von uns entdecken möchte. Es war ein Toter! Genauer gesagt die Leiche eines 63-jährigen Kajakfahrers, der bereits seit einer Woche als vermisst galt. Der Mann war bei starkem Wellengang gekentert und hatte in dem kalten Märzwasser keine Chance.
Leider kommt es immer wieder vor, dass wir Angler Leichen im oder am Wasser finden. Meist sind es andere Angler oder Wassersportler, die tödlich verunglückt sind, manchmal aber auch Oper von Gewalttaten, die im Wasser „entsorgt“ wurden, gelegentlich Menschen, die ihr Leben selbst beendet haben. Das ist genau der Moment, in dem das Angeln zur Nebensache wird. Da schießt dir das Adrenalin in die Adern, aber nicht wegen eines Drills, sondern wegen der nackten Realität. Solche Bilder kriegst du so schnell nicht aus dem Kopf. Da hilft auch kein Schnaps am Lagerfeuer mehr.
Was sollten Angler bei einem Leichenfund tun?
Dazu Michael Werner, Blinker-Chefredakteur: Wenn ihr am Wasser einen Leichnam oder etwas Verdächtiges stolpert: Finger weg! Auch wenn der Instinkt sagt „Helfen“, ist hier meist jede Hilfe zu spät. Sichert die Stelle, markiert euch den GPS-Punkt auf dem Handy (Google Maps Pin setzen!) und ruft sofort die 110. Und wenn die Einsatzkräfte da sind? Hinterlasst die Adresse, packt ein. Fahrt nach Hause oder lasst Euch abholen. Redet mit jemandem darüber. Es ist keine Schande, wenn einem nach so einem Fund die Knie zittern.
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