Niederländische Angelindustrie stellt sich gegen das Verbot von Widerhaken – und bekommt recht!

Die „Partei für die Tiere“ im niederländischen Parlament würde am liebsten das Angeln ganz verbieten. Daher setzen die selbst ernannten Naturschützer immer wieder Nadelstiche, um das Angeln zu erschweren. Ihr neuster Coup: die Forderung des Verbots von Widerhaken. Glücklicherweise konnte die Sportvisunie das Parlament überzeugen, dass Widerhaken nicht schädlich sind.

Kleiner Haken mit Widerhaken. Die niederländische "Partei für die Tiere", wollte solche Haken verbieten lassen.

Bild: sportvisunie.nl

Kleiner Haken mit Widerhaken. Die niederländische "Partei für die Tiere", wollte solche Haken verbieten lassen.

Am 22. September stimmte das niederländische Parlament über das geplante gesetzliche Verbot von Widerhaken ab. Der Sportfischerverband (Sportvisunie) rief gemeinsam mit anderen Organisationen der Angelindustrie sowie den Berufsfischern dazu auf, um gegen dieses Verbot zu stimmen. Die Partei für die Tiere hat zwei Änderungsanträge im niederländischen Parlament eingebracht, die das Freizeitangeln unmittelbar betreffen. Während der Debatte sprach sich der Staatssekretär für Landwirtschaft, Fischerei, Ernährungssicherheit und Natur (LVVN) bereits gegen beide Anträge aus.

Sportvisunie punktet mit Fachwissen

Die Sportvisunie, also der Niederländische Sportfischerverband, hat dazu sein Fachwissen und seine praktische Erfahrungen eingebracht und damit zu einer politischen Entscheidungsfindung beigetragen – und das unter Berücksichtigung des Fischwohls, der Natur und des gesellschaftlichen Wertes des Sportfischens. Die zweite Kammer des Parlaments stimmte gegen das Verbot von Widerhaken, eine der von der Partei für die Tiere eingebrachtem Gesetzesvorschlag. Der zweite Vorschlag sollte es niederländischen Gemeinden erlauben, je nach Gusto lokale Angelverbote zu erlassen. Auch diese Vorlage wurde abgeschmettert.

Brandbrief zur Rettung des Angelns

In einem „Brandbrief“ hatten die Sportvisunie und andere holländische Angelorgane das Parlament gebeten, die beiden Gesetzesvorschläge abzuschmettern.  Im Brandbrief heißt es: „Wir als Vertreter eines breiten Spektrums der niederländischen Fischereibranche sind zutiefst besorgt über das geplante gesetzliche Verbot der Verwendung von  Haken mit Widerhaken. Ein Änderungsantrag sieht eine tiefgreifende Änderung des Fischereigesetzes vor, deren Auswirkungen auf die tägliche Fischereipraxis und die Lieferkette, die unverhältnismäßig  sind und nicht hinreichend geprüft wurden. Wir lehnen das Verbot von Haken mit Widerhaken ab und rufen die Politik dazu auf, dem Antrag der PvdD gegen widerhakenlose Haken nicht stattzugeben.

Verbote treffen die gesamte Angelbranche

Ein Verbot von Widerhaken hätte erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Fischereibranche. Es würde zu geringeren Fangmengen, einem Rückgang des Fischkonsums, sowie Umsatzeinbußen für Unternehmen sowie einer eingeschränkten Wahlfreiheit bei der Ausrüstung führen. Ohne Widerhaken können bestimmte Köderarten nicht mehr  verwendet werden.

Angler stehen zusammen

Die Botschaft war klar: Wir Angler stehen zusammen im verantwortungsvollem Umgang mit dem Fisch und den Gewässern. Auch wurde das Thema von diversen Medien aufgenommen. Am 22. September wurde dann gegen die beiden Vorlagen entschieden.

Quelle: wwww.sportvisunie.nl


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