Neue Anlaufstelle für Nord- und Ostseefischer startet in Hamburg

Mit der Informations- und Koordinierungsstelle Transformation Fischerei (IKTF) bekommt die deutsche Küstenfischerei an Nord- und Ostsee eine neue zentrale Anlaufstelle. Die Einrichtung nimmt ihre Arbeit in der Hamburger HafenCity auf und wird am 13. März offiziell eröffnet.

Flotte Ostsee Koordinierungsstelle Hamburg

Bild: Beate Büttner/Thünen-Institut

Die Küstenfischerei an Nord- und Ostsee erhält eine neue zentrale Anlaufstelle in Hamburg.

Um die Küstenfischerei fit für die Zukunft zu machen, soll die neue IKTF Fischer im Auftrag der Bundesregierung beim Strukturwandel begleiten. Sie vernetzt Betriebe mit Politik, Verwaltung und Wissenschaft, informiert über Förderprogramme und unterstützt Innovationsprojekte.

Die IKTF ist am Thünen-Institut angesiedelt und arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. „Die Transformation der Fischerei benötigt Unterstützung aus verschiedensten Bereichen von maritimer Wirtschaft bis Wissenschaft. Das ist eine große Herausforderung, aber auch eine Chance“, sagt Birgit Kleinschmit, Präsidentin des Thünen-Instituts. „Am Thünen-Institut bündeln wir wissenschaftliche Expertise, langjährige Fischereikenntnis und den direkten Austausch mit der Politik und Wirtschaft. Als unabhängiges Bundesforschungsinstitut wollen wir gemeinsam mit den Akteuren konkrete Lösungen für eine Küstenfischerei voranbringen, die erfolgreich im Einklang mit den natürlichen Lebensräumen der Meere wirtschaftet und sich flexibel auf künftige Herausforderungen einstellen kann.“

Probleme im Meer

Die neue Einrichtung reagiert auf die wachsenden Probleme der Küstenfischerei. In der Ostsee leiden Bestände wie Dorsch und Hering unter schlechten Umweltbedingungen. In der Nordsee nimmt zugleich die Konkurrenz um Fanggebiete zu – beispielsweise durch Offshore-Windparks. Hinzu kommen strukturelle Schwierigkeiten wie vielerorts veraltete Flotten etc.

Neue Beratungsstelle in Hamburg

Die IKTF versteht sich als Beratungsstelle, Netzwerkplattform und Impulsgeber für den Wandel der Fischerei. Neben der klassischen Fischerei rücken dabei auch alternative Perspektiven in den Blick, etwa marine Aquakultur oder Freizeitfischerei.

Zu den Themen zählen nachhaltigere Fangtechniken, Nachwuchsgewinnung sowie zusätzliche Einnahmequellen für Betriebe – etwa durch Datenerhebung für Forschungsprojekte, Rangeraufgaben oder touristische Angebote. Auch Innovationsprojekte wie klimaneutral betriebene „Fischkutter der Zukunft“ sollen begleitet werden.

Mit Workshops, Fokusgruppen und Konferenzen will die Einrichtung zudem den Austausch zwischen Praxis und Forschung stärken und Fischer stärker in Projekte einbinden.

Eröffnung im März 

Zur Eröffnung am 13. März lädt die IKTF Vertreter aus Fischerei, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien nach Hamburg ein.

Die Arbeit der neuen Stelle knüpft an Empfehlungen der Zukunftskommission Fischerei an. Diese hatte unter anderem eine stärkere Verzahnung von Fischerei und Naturschutz, bessere Datengrundlagen und neue Dialogformate vorgeschlagen.

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