Ein Bootsangler traute seinen Augen kaum, als er an einem Vormittag einen Abschnitt der Donau mit seinem Echolot absuchte: Statt der typischen Signale eines großen Welses oder der Umrisse eines versunkenen Baumstamms erschien auf dem Bildschirm die klare Silhouette eines Autos – offenbar ein Opel Manta. Der Angler reagierte richtig und verständigte sofort die Behörden.
Großeinsatz für ein Stück Automobilgeschichte
Da zunächst unklar war, ob sich in dem Opel-Manta-Wrack noch Personen befanden oder ein aktueller Unfall vorlag, rückte ein Großaufgebot von über 50 Einsatzkräften an – darunter die Feuerwehr, die Wasserwacht, die DLRG und das Technische Hilfswerk (THW) Neu-Ulm. Taucher lokalisierten den Wagen schließlich in rund fünf Metern Tiefe. Schnell gab es Entwarnung: Das Auto war leer, hatte aber eine zentimeterdicke Patina aus Donauschlamm angesetzt. Die Bergung gestaltete sich extrem schwierig, da das Fahrzeug durch die Schlammmassen tonnenschwer war. Erst nach über sieben Stunden Präzisionsarbeit, dem Einsatz von Unterwasser-Hebekissen und einem schweren Kran konnte das Wrack am Abend ans Ufer gezogen werden.
Das Rätsel um den Fluss-Manta
Die Überraschung nach der Reinigung des Gröbsten: Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Opel Manta A (Baujahr um 1970). Das Kult-Coupé lag laut Polizeiangaben vermutlich seit weit über 50 Jahren unentdeckt auf dem Flussgrund. Wie der Manta damals in der Donau landete, ist nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die Beamten konnten vor Ort jedoch die Fahrzeug-Identifikationsnummer sowie das Kennzeichen sicherstellen. Die Kriminalpolizei hofft nun, über diese Daten das jahrzehntealte Rätsel um den Besitzer und das Schicksal des Wagens zu lösen. Dieser Fund zeigt einmal mehr, wie extrem präzise moderne Echolottechnik arbeitet. Ohne den hochauflösenden Echolotgeber wäre der Manta wohl noch die nächsten 50 Jahre unentdeckt geblieben.
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