Ermittlungen in Sachen Fischsterben ergaben einen Pumpenausfall im Klärwerk von Fröttstädt, der bewirkte, dass ungeklärtes Abwasser in die Hörsel gelangte und so allen Fischen und Fischnährtierchen den Garaus machte.
Zuerst hatten Experten die Verluste noch für überschaubar gehalten, aber mittlerweile ist klar, dass weit über tausend Fische die Abwasser-Giftflut nicht überlebten. Unter den Fischen sind Groppen (nach EU Recht streng geschont), Bachforellen, Döbel und Elritzen. Die Fische haben alle eine defekte Schleimhaut. Das deutet darauf hin, dass nicht nur Niedrigwasser und Sauerstoffmangel, den Fischen zugesetzt haben, sondern noch weitere Giftstoffe.
Laut der Behörden, sollen Anlieger vorerst das Wasser des Flusses nicht nutzen. Die Kreisbehörde hat die Ermittlungen an die Polizei Gotha übergeben.
Bild: AW, RS
Alle besonderen Kleinfische wurden durch die Abwasser-Flut getötet.
Feuerwehr sammelt Kadaver ein
Außerdem seien alle Feuerwehren im Einsatz, um die toten Fische aus dem Fluss zu holen, um eine erneute Verschmutzung auszuschließen.
Verursacher des Fischsterbens ist das Klärwerk in Fröttstädt. Dort sind zwei Pumpen am Regenrücklaufbecken ausgefallen, sodass ungeklärtes Abwasser in den Fluss gelangte. Weil die Pumpen kein Alarmsystem hatten, wurde ihr Ausfall erst spät entdeckt. Gefahr für Leib und Leben bestehe nicht. Nur sollte man die betroffenen Fische nicht mehr verzehren.