Fischrettung im Würmsee – 3000 Fische umgesiedelt!

Am Würmsee hat der Anglerverband Niedersachsen eine Fischbergung durchgeführt. Ziel war es, die Fische vor den Folgen der Austrocknung zu retten.

Zahlreiche Fische wurden vom AVN aus dem Würmsee erfolgreich umgesiedelt und so vor dem Austrocknen gerettet.

Bild: © F. Möllers / AVN

Zahlreiche Fische wurden vom AVN erfolgreich umgesiedelt und so vor dem Austrocknen gerettet.

Frühmorgens, kurz vor Sonnenaufgang am Würmsee: Voll ausgerüstet mit Netzen, Keschern und Hälterungswannen setzen AVN-Verbandsbiologe Andreas Maday und Werkstudent Jarle Langner ihr Schlauchboot ins Wasser. Die Mission: Fischrettung. Sie wolten Fische aus dem austrocknenden Würmsee bergen.

Luftaufnahme Würmsee

Bild: © F. Möllers / AVN

In der Luftaufnahme ist die Austrocknung des Würmsees deutlich erkennbar.

Rotfedern und Sonnenbarsche im Netz

Der erste Zug mit dem Netz ist ein Volltreffer: Fast 2.000 Fische  – darunter ein riesiger Schwarm Rotfedern und mehrere hundert Sonnenbarsche (Lepomis gibbosus).

Im Würmsee stand den Fischen wegen Austrocknung Sauerstoffmangel bevor.

Bild: © F. Möllers / AVN

Ein riesiger Schwarm Rotfedern im Würmsee.

Sonnenbarsch

Bild: © F. Möllers / AVN

Sonnenbarsche stammen ursprünglich aus Nordamerika und gelten deshalb in Europa als invasive Art.

Für Angler und bei Fischrettungsaktionen gilt: Gefangene Exemplare dürfen weder zurückgesetzt noch in andere Gewässer umgesetzt werden. Im Würmsee ist ihr Bestand offenbar sehr groß.

Neben diesen erwarteten Arten fanden die Experten auch 10 Hundsfische (Umbra pygmaea) – eine Überraschung. Diese kleinen Hechtverwandten aus Nordamerika sind extrem robust und können sogar Luft atmen. Normalerweise werden sie nur bei Elektro- oder Netzbefischungen nachgewiesen und bleiben ansonsten meist unbemerkt. Ein echter Hingucker war ein Flussbarsch sowie zwei Gold-Rotfedern, vermutlich aus einem früheren Aquarienbesatz. Auffällig: Alle Fische, besonders die Sonnenbarsche, waren zu schlank – ein Hinweis auf Stress und knappe Nahrung.

Umsiedlung in den Autobahnsee

Die Transportbehälter mit Sauerstoff waren nach dem ersten Fang voll bis oben hin. Deshalb beschlossen die Retter, die Fische sofort in ein sicheres Gewässer zu bringen. Holger Machulla, Vorsitzender des Angelvereins Angelverein Neustadt am Rübenberge e.V., war sofort begeistert, als der AVN anfragte, ob die Würmsee-Fische in einen Vereins-Baggersee umgesetzt werden könnten.

Über holprige Waldwege ging es mit den ersten 2.000 Fischen zum Autobahnsee im Dreieck von A352 und A7. Danach folgt noch ein letzter Netz-Zug am Würmsee – über 500 weitere Fische, ebenfalls für den Autobahnsee.

Vorerst Entwarnung

In der kurzen Zeit konnte nicht der gesamte Fischbestand geborgen werden – die Restwasserfläche war einfach zu groß. Andreas Maday ist dennoch optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass die verbliebenen Fische genug Sauerstoff haben. Die aktuellen Messwerte sind gut. Mit den angekündigten Niederschlägen und kühleren Temperaturen sollten sie die nächsten Wochen überstehen.“


12x BLINKER

+ BLACK MAGIC FEEDERSET

Cover der Angelwoche 18/2025: Sommer-Hechte!

AngelWoche

AngelWoche ist die aktuellste und meist verkaufte Angelzeitung auf dem deutschen Markt. News aus der Industrie, aktuelles von den Angelgewässern, reich bebilderte, kurz und verständlich gehaltene Artikel, verbunden mit einer großen Themenvielfalt charakterisieren die AngelWoche.

Ihre FliegenFischen Ausgaben

in einem einzigartigen Nachschlagewerk

JETZT SAMMELN!

 

Sammeln Sie Ihre Ausgaben zu einem einzigartigen Nachschlagewerk!

Next Prev
Blinker
AngelWoche
FliegenFischen
Kutter & Küste