Genau diese Momente machten das mittlerweile 4. Inklusionsangeln des Kreisanglervereins Weißenfels e. V. zu einem besonderen Erlebnis. Gemeinsam mit dem Öffentlichen Teilhabemanagement des Burgenlandkreises organisiert dieses Team das jährliche Event, um Menschen mit Beeinträchtigungen Naturerlebnisse, Gemeinschaft und aktive Teilhabe zu ermöglichen.
26 Teilnehmende beim Inklusionsangeln
In diesem Jahr waren 22 Teilnehmende aus vier verschiedenen Einrichtungen sowie vier frei angemeldete Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen dabei. Die Binnenfischerei Weißenfels bot dafür erneut beste Voraussetzungen: gute Angelmöglichkeiten, behindertengerechte Sanitäranlagen, gemütliche Sitzgelegenheiten und vor allem jede Menge Fisch. Mehr als 50 Forellen wurden gefangen. Doch an diesem Tag zählte weit mehr als der Fangerfolg. Es ging um Geduld, gegenseitige Unterstützung, den verantwortungsvollen Umgang mit Lebewesen und vor allem um das gemeinsame Erlebnis.
Angeln verbindet
Angeln kann Körper und Seele gleichermaßen guttun. Die Ruhe am Wasser, die Bewegung in der Natur, Konzentration und Erfolgserlebnisse schaffen einen besonderen Ausgleich. Gleichzeitig entstehen Begegnungen zwischen Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. ,,Hier angeln nicht Menschen mit und ohne Beeinträchtigung nebeneinander – hier angeln Menschen miteinander.“

Bild: Kreisanglerverein Weißenfels e.V.
Gemeinsam erfolgreich: Ein junger Angler freut sich zusammen mit einem Helfer über den Fang.
Neuer Fischereiberater ernannt
Auch einen offiziellen Höhepunkt gab es: Der Leiter der Unteren Fischereibehörde des Burgenlandkreises und eine Mitarbeiterin waren zu Gast. In diesem würdigen Rahmen wurde zugleich der neue Fischereiberater des Burgenlandkreises ernannt. Später besuchte uns BLK TV und noch später der stellvertretende Oberbürgermeister der Stadt Weißenfels die Veranstaltung. Zunehmender Wind sorgte allerdings dafür, dass letzterer vom Angelgeschehen nicht mehr allzu viel erleben konnte.
Mehr als 50 Forellen beim Inklusionsangeln gefangen
Für die Einrichtungen wurden die gefangenen Forellen vermessen. Die erreichten „laufenden Meter Fisch“ werden mit einer Urkunde prämiert.
Alle gefangenen Forellen hatten bereits vorher feststehende Abnehmer und wurden sinnvoll verwertet. Natürlich gehörten auch frisch gegrillter Fisch und weitere Leckereien zu diesem besonderen Tag. Als Erinnerung erhielt jeder Teilnehmende in diesem Jahr ein Basecap, in den Jahren zuvor ein T-Shirt. Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern und allen Unterstützern. Viele von ihnen freuen sich inzwischen selbst jedes Jahr auf diesen Termin. Denn wer einmal erlebt hat, mit welcher Begeisterung, Freude und manchmal auch Aufregung hier gemeinsam geangelt wird, versteht schnell, warum. Das 4. Inklusionsangeln hat erneut gezeigt: ,,Inklusion braucht nicht immer große Konzepte. Manchmal braucht sie einfach Menschen, die gemeinsam etwas tun.“ Und so waren am Ende nicht die über 50 gefangenen Forellen der größte Erfolg. ,,Der schönste Fang waren die glücklichen Gesichter.“







