Gleich mehrere Vorfälle aus den Polizeimeldungen vom Februar und März 2026 sorgen unter Anglern für Aufmerksamkeit und Gesprächsstoff.
Bewaffneter Raub am Rheinufer
Ein besonders erschreckender Vorfall ereignete sich am späten Abend des 7. Februar 2026 in Monheim am Rhein. Ein Angler aus Attendorn, der am Rheinufer sein Nachtlager aufgeschlagen hatte, wurde von einer Gruppe Unbekannter überfallen. Die Täter bedrohten den Mann und entwendeten ihm unter anderem sein Anglermesser und weitere Ausrüstungsgegenstände. Der Angler erlitt bei dem Überfall Verletzungen und musste vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden. Die Polizei fahndet nach einer Gruppe junger Männer (ca. 18–20 Jahre alt) und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Schwarzangler mit „Extra-Gepäck“
In Göppingen (Baden-Württemberg) gingen der Polizei hingegen zwei Schwarzangler ins Netz. Zeugen hatten die beiden Männer an der Fils beobachtet. Bei der Kontrolle stellte sich heraus: Keiner der beiden besaß einen Fischereischein, dafür lagen bereits fünf gefangene Fische zappelnd auf der Wiese. Besonders pikant: Einer der Männer führte ein verbotenes Einhandmesser mit sich, was ihm zusätzlich eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz einbrachte. Die gefangenen Fische wurden dem zuständigen Pächter übergeben – die Angelausrüstung behielt die Polizei direkt als Beweismittel ein.
Karpfendiebe in Nobitz
Auch die Fischzucht bleibt nicht verschont. In der Nacht zum 8. Februar 2026 drangen laut Polizei Unbekannte auf ein Fischereigelände in Nobitz ein und entwendeten mehrere Karpfen direkt aus einem Aufzuchtbecken. Auch hier ermittelt die Polizei wegen Diebstahls und sucht Zeugen, die verdächtige Bewegungen am Teichstrand bemerkt haben.
Einschätzung von Michael Werner, Blinker Chefredakteur: „Leute, ich bekomme Puls, wenn ich sowas lese. Auf der einen Seite haben wir die Jungs, die meinen, sie könnten sich ohne Schein und Verstand an unseren Gewässern bedienen. Ein Einhandmesser in der Tasche, aber keinen Schimmer von Waidgerechtigkeit – das sind genau die schwarzen Schafe, die unser Image ruinieren. Und wer meint, Wilderei sei ein Kavaliersdelikt, der lernt es eben auf die harte Tour durch die Staatsanwaltschaft. Auf der anderen Seite macht mir die Sicherheit an unseren Gewässern Sorgen. Dass Kollegen beim Nachtangeln überfallen werden, ist eine neue Qualität der Gewalt. Mein Rat: Geht nach Möglichkeit nicht alleine los, besonders an gut zugänglichen Plätzen in Stadtnähe. Ein wachsames Auge und ein Kumpel an der Seite sind der beste Schutz, damit wir unser Hobby auch 2026 noch sicher genießen können.“






