Angler setzen 16.000 junge Lachse in der Stör aus

Lachse sind in der Stör zu seltenen Fischen geworden. Angler in Schleswig-Holstein setzen sich dafür ein, dass die Bestände wieder zunehmen – mit Erfolg.

Die Angler des LSFV-SH setzten 16.000 junge Lachse in der Stör aus. Sie stammen aus eigener Aufzucht.

Bild: LSFV-SH

Die Angler des LSFV-SH setzten 16.000 junge Lachse in der Stör aus. Sie stammen aus eigener Aufzucht.

Die Angler des Landessportfischerverbands Schleswig-Holstein (LSFV-SH e.V.) setzen sich seit mehreren Jahren dafür ein, die Stör mit jungen Lachsen zu besetzen. In diesem Jahr können sie einen besonderen Erfolg verzeichnen. Statt wie sonst Besatzfische hinzukaufen zu müssen, konnten sie diesmal auf Setzlinge aus dem eigenen Bestand zurückgreifen.

Lachse aus eigener Aufzucht

Insgesamt setzten Hartwig Hahn und Kilian Lauff, die beiden Fachleute für Lachs und Meerforelle, 16.000 junge Lachse in die Stör. Sie stammen aus dem LAV-Bruthaus in Aukrug, wo sie im letzten Winter als Eier von ihren Elternfischen abgestreift und aufgelegt wurden. Im Herbst zuvor hatten Elektrofischer der ARGE Stör-Bramau sie im System der Stör gefangen. Dass das überhaupt möglich ist, bedeutet, dass laichbereite Lachse in den Fluss zurückkehren können.

Die Elternfische wurden im Herbst vergangenen Jahres gefangen.

Die Elternfische wurden im Herbst vergangenen Jahres gefangen.Hartwig Hahn übernahm das Anfüttern der Lachsbrut bis zur Setzlingsgröße. Er hielt die Fische in seiner eigenen Anlage mit Rundstrombecken, die ihnen neben reichlich Platz auch optimales Wasser bot. Die Setzlinge sind daher in diesem Jahr besonders vital und groß, wie der Verband angab. Ihre Überlebenschancen in der Wildnis sind damit hervorragend.

Dank an die ehrenamtlichen Helfer

Die Aufzucht der Fische kostet Geld, das derzeit durch den LAV-Artenschutzfonds bereitgestellt wird. Für die Zukunft hofft der Landessportfischerverband darauf, Förderungen durch die Fischereiabgabe zu erhalten, um die inzwischen seltenen Wanderfische weiterhin besetzen und damit schützen zu können.

Bild: LSFV-SH

Hartwig Hahn setzt sich weit über die Maßen für den Erhalt der Lachse in der Stör ein.

Die Angler des Verbands bedanken sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die beim Fang der Laichfische und dem Erbrüten der Setzlinge mitarbeiten. Ohne sie gäbe es vermutlich keine Lachse mehr in der Stör. Besonderer Dank gilt Hartwig Hahn, dessen persönliches Engagement für das Projekt weit über das gewöhnliche Maß hinausgehe. „Der Begriff Lachsvater drängt sich einem schon auf, wenn man Hartwig bei seiner Arbeit zusieht“, heißt es von Seiten des Verbands in einer Pressemitteilung.

Wiederansiedelung des Lachses ist schwierig

Lachse gelten in Deutschland seit den 1950er Jahren ausgestorben. Grund dafür ist unter anderem die Verbauuung und Begradigung von Flüssen. Lachse sind Wanderfische, die den Großteil ihres Lebens im Meer verbringen und zum Laichen ins Süßwasser ziehen. Durch den Verlust ihrer „Kinderstuben“ gingen die Bestände rapide zurück. Zwar gibt es mehrere Wiederansiedlungsprogramme, um den Lachs in den großen Flüssen Rhein und Elbe wieder heimisch zu machen, doch bisher sind die Erfolge überschaubar. Die Arbeit der Angler an der Stör setzt daher ein umso wichtigeres Zeichen, diese Arbeit fortzusetzen.


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