„SECUMAR Qualität rettet Leben.“ Dieser Leitsatz begleitet Bernhardt Apparatebau GmbH & Co., die die Weltmarke SECUMAR schuf. Das Unternehmen besteht seit 100 Jahren und ist auch heute, und das muss man bewundern, ein Familienunternehmen in vierter Generation. Gründer Karl Bernhardt und seinem Sohn Jost Bernhardt folgte Jan-Ulrich Bernhardt, der als erfahrener Ratgeber noch Mitglied der Geschäftsleitung ist. Inzwischen hat sein Sohn Benjamin Bernhardt das Ruder übernommen hat.
Die wichtigste Aufgabe des Unternehmens von Beginn an: Sicherheit auf, im, unter und über dem Wasser. Der dafür notwendige höchste Qualitätsanspruch zieht sich als roter Faden durch die 100-jährige Geschichte des Unternehmens.

Bild: SECUMAR
Seit 1926, also seit 100 Jahren, gibt es das Familienunternehmen Bernhardt Apparatebau, das die Weltmarke SECUMAR schuf.
HF-Schweißerei der Schwimmkörper, Zuschnitt, Näharbeiten, Montage und die Endkontrolle der Rettungswesten. Das alles findet unter einem Dach in Schleswig-Holstein statt. Auch Prototypentests, maßgeschneiderte Produktentwicklungen, Prüfverfahren und Wartung werden im SECUMAR-Hauptquartier in Holm bei Hamburg durchgeführt.
Die 100-Prozent-Prüfung: ein Markenzeichen von SECUMAR
Bei jedem SECUMAR Rettungsmittel werden alle sicherheitsrelevanten Komponenten einzeln und zu 100 Prozent geprüft. Erst dann werden sie verbaut und verlassen mit dem gefertigten Produkt das Haus. Das gilt beispielsweise für Schwimmkörper, Auslösevorrichtungen und Patronen. Jede einzelne CO₂- Patrone oder Auslösetablette wird gewogen. Geprüft werden das sichere Anstechen der CO₂-Patrone durch den Dorn der Auslösevorrichtung sowie die zuverlässige Funktion aller Hebelmechanismen für die manuelle und automatische Auslösung. Denn das rettet im Ernstfall Leben!

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Die Qualität der CO₂-Patronen hat höchste Priorität: Jede Patrone wird geprüft und gewogen.
Jeder einzeln produzierte Schwimmkörper wird auf Dichtigkeit geprüft und dabei für 16 Stunden aufgeblasen. Zusätzlich werden aus jeder Fertigungscharge zwei Schwimmkörper bis zum Bersten aufgeblasen. So wird die Festigkeit der Schweißnähte sowie Material und Beschichtung unter Extrembelastung geprüft. Dem aufwendigen Entwicklungsprozess der Rettungsprodukte gehen intensive Testverfahren voraus.
Übrigens: Niemand testet die Rettungswesten so hart wie die Dummies Scotty und Bambi! Die beiden haben unzählige Tauchgänge bei der Wassererprobungen der Westen im hauseigenen Testpool hinter sich. Viel Aufwand, sicher. Doch nur so lassen sich auf dem Weg von der Entwicklung über die Herstellung bis zur Auslieferung frühzeitig eventuelle Schwachstellen erkennen.
Von SECUMAR entwickelt: praxisgerechte Sicherheitslösungen
Das Ergebnis dieses Qualitätsanspruches ist Vertrauen aus Erfahrung. Professionelle Anwender aus der Berufsschifffahrt, Behörden, Rettungsorganisationen und Wassersportler weltweit verlassen sich auf die Sicherheitslösungen von SECUMAR. Der Austausch zwischen SECUMAR und den Kunden ist eng und wird regelmäßig gepflegt. „Unser Credo war und ist, für jeden Einsatz die passende Rettungsweste parat zu haben. So fertigen wir seit jeher auch für Spezialanforderungen, bieten Lösungen für Produkte, für die es heute noch keine Lösung gibt. Wenn Kunden auf uns zukommen, dann können wir darauf reagieren und spezielle Produkte entwickeln“, beschreibt Benjamin Bernhardt die innovative Kraft des Unternehmens im Zusammenspiel mit den Anwendern.
Von Experten für Experten: zuverlässige Rettungsausrüstung
Mit der Weiter- und Neuentwicklung von Rettungsausrüstung, wie beispielsweise Spezialwesten für die DGzRS, setzt SECUMAR Maßstäbe in der Branche. Mit den Seenotrettern ist auch ihre Ausrüstung Extremen ausgesetzt. „Da muss die Ausrüstung entsprechend zuverlässig und robust sein“, so Benjamin Bernhardt vom SECUMAR Team.
Auch bewährte und beliebte SECUMAR Konstruktionen werden regelmäßig auf den Prüfstand gestellt und an neue Anforderungen angepasst, sei es in ihrer Ergonomie, mit neuen Materialien oder durch weiterentwickelte Auslöse- und Auftriebstechnologien. „Das verstehen wir unter Verantwortung gegenüber den Menschen, die sich im Vertrauen auf unsere Technik auf dem Wasser bewegen“, sagt Jan-Ulrich Bernhardt.
Meilensteine auf Kurs Zukunft: Premieren und Quantensprünge
Der Blick auf die Rettungswestenentwicklung bei SECUMAR erinnert an viele Meilensteine des Unternehmens auf seinem Kurs, die Wasserwelt sicherer zu machen.
In den 1970er Jahren brachte das Modell SECUMAR BS 8 einen Quantensprung bei den aufblasbaren Rettungswesten. Auch mit seinen Auslösevorrichtungen revolutionierte SECUMAR mehrfach den Rettungswestensektor. So gab die Secumatic 3001S noch mit drei Rot-Grün- Indikatoren Auskunft über den Zustand der Automatik, während dem Nachfolgemodell SECUMATIC 4001S ein Indikator genügte, um anzuzeigen, ob eine Auslösetablette eingelegt, eine volle CO₂-Patrone korrekt eingeschraubt und der Handauslösehebel funktionsbereit sind.
SECUMAR stellte die ersten Rettungswesten mit integrierten Harness her, machte Schwimmkörper mit dem doppellagigem DUO-PROTECT-System widerstandsfähiger gegen äußere Einwirkungen und führte auch als erster Hersteller einen Klick-Beschlag ein, mit dem das Schließen von Rettungswesten so leicht wurde wie das Anschnallen im Auto. Mit dem Rettungswestenmodell SCOUT waren es die Experten von SECUMAR, die erstmals einen Seenotsender in eine Rettungsweste für Wassersportler integrierten.

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Eine Kartusche mit 60 Gramm CO₂ steckt in dieser Rettungsweste, es ist die Survival 275 Duo Protect von Secumar. Trotz der größeren Kartusche darf diese Rettungsweste an Bord eines Flugzeugs.
Sicherheit und Verantwortung prägen die DNA von SECUMAR
Ob eigens entwickelte, anwendungsspezifisch ausgelegte Überdruckventile oder Sichtfenster mit direktem Blick auf die Auslösevorrichtung und damit die Zustandsanzeige für die Rettungsweste – SECUMAR sorgt mit vermeintlich einfachen Schritten immer wieder für mehr Sicherheit.
Über die Zusammenarbeit mit Profi-Anwendern profitiert übrigens der gesamte Wassersportbereich. Zum Beispiel von Weiterentwicklungen, wie der für militärische Einsätze entwickelten Auslöseeinheit SECUTRONIC. Diese verfügt über Sensoren für die Wassertiefe, ist abschaltbar und bietet auch einen Countdown.
Wie SECUMAR-Mitarbeiter Hand in Hand für Sicherheit und Fortschritt arbeiten, hat ein treuer Mitarbeiter von Jost Bernhardt schon in den 1950er Jahren demonstriert. Für einen möglichst realitätsnahen Test eines Rettungswestenmodells, das auch eine bewusstlose Person im Wasser retten sollte, ließ er sich komplett fesseln, bevor er vom Ein-Meter-Brett ins Testbecken sprang. Es war nicht sein letzter Einsatz …
Die Antreiber von SECUMAR haben sich über 100 Jahre nie mit dem Ist-Zustand zufriedengegeben. Das Streben nach Verbesserungen pro Sicherheit ist in der DNA des Familienunternehmens fest verankert, prägt alles Handeln – jetzt und in Zukunft.






