Falco war immer noch völlig außer sich. Da hatte er in der Nacht seine Ruten ausgelegt und sich dann in sein Bivy zurückgezogen um ein paar Stunden zu schlafen. Als er erwachte und aus dem Zelt trat, traute er seinen Augen nicht. Seine Ruten waren verschwunden. Was war geschehen? Über Nacht hatten Diebe seine teure Karpfenausrüstung geklaut. Die teuren Armalite Ruten mit den Daiwa SS-Rollen waren weg – einfach futsch. Ein Schaden von über 1.000 Euro. Und damit steht Falco nicht allein. Immer wieder hört man von gestohlenem Angelgerät. Und die Fälle nehmen zu. Das Problem: Als Falco die geklauten Ruten und Rollen zur Anzeige bringen wollte, machte der die Anzeige aufnehmende Polizeibeamte ihm wenig Mut, dass er die Angelgeräte wiedersehen würde, weil eine Anzeige gegen Unbekannt, wohl ins Leere laufen und nach drei Monaten eingestellt würde.
Nur Nobelmarken sind gefragt
Erstaunlich ist, dass die meisten Diebe Insider sind, die genau wissen, welche Geräte und Marken besonders teuer gehandelt werden. Deshalb sind Shimano -und Daiwa Rollen, Sportex und Westin Ruten und Wobbler besonders begehrt.
Der Abzocker Trick
Eine beliebte Masche ist es auch, dass zwei Diebe an der Tat beteiligt sind. Einer von ihnen verwickelt den Angler in ein Gespräch, der andere lässt in Windeseile Kescher oder Gerätetaschen verschwinden.
Überhaupt lockt frei sichtbares Angelgerät im PKW bzw. im Keller die Langfinger an. Da helfen nur getönte Scheiben. Kellerräume sollten nicht einsehbar sein. Hier helfen Lamellen Schutz gegen den Blick auf das teure Gerät.
Unbedingt anzeigen
Was kann man tun, wenn man bestohlen wurde? Als erstes sollte man den Diebstahl anzeigen. Dann sollte man eine Liste des Diebesguts anfertigen. Wenn möglich, sollte man Fotos mit den Geräten einreichen. Auch kann man versuchen, einen Teil der meist dreistelligen Summe, über die Hausratsversicherung wiederzubekommen.






