Angeln im Schwarzwald: Die schönsten Gewässer für Fliegen- und Spinnfischer
„Das interessanteste Geschöpf der Zoologie ist der Fisch. Er wächst noch, wenn er längst verspeist ist.“ Dieses Zitat stammt von Ernest Hemingway, der die Schwarzwaldbäche und ihre Forellen besonders schätzte. Doch nicht nur Fliegenfischer kommen hier auf ihre Kosten: Auch an Talsperren, Naturseen und Teichen lässt sich erfolgreich spinnen, jiggen oder jerken.

Bild: Jahr Media Verlag
Alle Gewässer liegen dicht beieinander. Sie können also schnell den Platz wechseln!
Die Schwarzenbachtalsperre
Als Schwarzwaldforelle gilt jeder Fisch, der im kühlen Quellwasser der Region aufgewachsen ist – ob Bachforelle oder Regenbogenforelle. Eine Delikatesse sind sie alle. Gute Chancen bietet die Schwarzenbachtalsperre, mit 2,5 Kilometern Länge der größte Stausee im nördlichen Schwarzwald.
Neben einem Bootsverleih finden sich auch vom Ufer aus gute Angelplätze, besonders an den Einläufen. Der Fischbestand mit Salmoniden, Hecht, Zander und Karpfen ist vielversprechend. Einem gelungenen Angeltag steht also nichts im Weg.

Bild: G. Wolpert
Die Vorsperre der Nagoldtalsperre darf nur mit der Fliege befischt werden. Mit bestem Erfolg, wie hier die Söhne des Verfassers, Philipp und Mathias, mit einer tollen Bachforelle beweisen.
Gold aus der Erzgrube
Nur rund 30 Kilometer entfernt liegt die Nagoldtalsperre Erzgrube. Nach Erz wird hier längst nicht mehr geschürft, dafür nach Bachforellen, Karpfen und Zandern. Die Talsperre ist durch einen Mitteldamm geteilt: Die flache Vorsperre ist den Fliegenfischern vorbehalten, die Hauptsperre beherbergt unter anderem Karpfen, Barsch, Rotauge, Zander und Forellen. Ab dem 1. Mai jeden Jahres darf an der Nagoldtalsperre geangelt werden. In Absprache mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe wurde der Beginn der Angelsaison dauerhaft auf den 1. Mai verlegt. Das Ende der Saison ist am 30. September.

Bild: G. Wolpert
Die Nagoldtalsperre ist ein kleines, aber feines Angelgewässer mit einem hervorragenden Fischbestand.
Forellen satt im Forellenpark
Im Forellenpark Kleinenztal können Angler ohne Fischereischein ihr Glück versuchen. Die Anlage eignet sich besonders für Einsteiger, die verschiedene Angelmethoden ausprobieren möchten – vom Fliegen- bis zum Spinnfischen. Angeln auf Lachs- und Regenbogenforelle, Goldforelle, Saibling, und Stör.
Auf „Mastforellen“ trifft man hier nicht. Stattdessen sorgen gesunde Fische für echte Drillerlebnisse und hervorragenden Geschmack. Erste Angelerfahrung und eigene Ausrüstung sollten vorhanden sein.
Alles drin im Titisee
Der Titisee, größter Natursee Baden-Württembergs, zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen im Schwarzwald. Auf 1,3 Quadratkilometern und bis zu 40 Metern Tiefe lebt ein beeindruckender Fischbestand: Barsch, Hecht, Renke und Seeforelle.Der Titisee hat Trinkwasserqualität und ist bekannt für seinen großen Fischreichtum. Der 1988 mit 16 kg Gewicht und 1,32 cm Länge größte, je im Titisee gefangene Hecht kann im Erdgeschoss des Kurhauses in Titisee besichtigt werden.
Die besten Fangzeiten sind der frühe Morgen und die Abendstunden. Meterhechte werden regelmäßig beim Schleppen gefangen. Für Salmoniden gilt ein Mindestmaß von 60 Zentimetern.

Bild: G. Wolpert
Morgendämmerung am Titisee: Noch haben die Angler Ruhe. Tagsüber allerdings herrscht meist großer Trubel.
Am Schluchsee geht kein Angler baden
Der Schluchsee gilt als einer der saubersten Badeseen Deutschlands – und bietet unter Wasser beste Bedingungen für Angler. Ruhige Uferplätze oder Bootsangeln sorgen für Abwechslung.

Bild: G. Wolpert
Freund Esox gehört am Schluchsee zu den begehrtesten Angelfischen. Er ernährt sich dort hauptsächlich von Renken.
Die Kaiserbucht ist ausschließlich Anglern vorbehalten. In tieferen Bereichen lassen sich Renken und Seesaiblinge fangen, besonders begehrt ist der Zander. Der Schwarzwald bietet damit auch für Angler eine Fülle an Möglichkeiten – und so mancher wird sein schönstes Urlaubserlebnis mit einem Fangfoto festhalten.

Bild: G. Wolpert
Eine herrliche Musterung weist diese Schwarzwaldforelle auf. Kein Wunder, dass es Ernest Hemingway immer wieder in den Schwarzwald zog.
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