Stramm aufspulen
Eines vorweg: Egal, mit welcher Methode man die Rolle bespult, sind drei Punkte sehr wichtig. Erstens: Die Rollen sollte beim Bespulen immer am Rollenhalter einer Rute befestigt werden. Denn nur so hat man die Rolle richtig im Griff und kann vernünftig kurbeln. Dafür reicht nur das Handteil einer Steckrute. Nur alleine die Rolle in der Hand zu halten und zu kurbeln, wäre extrem unbequem. Zweitens: Die Schnur sollte dabei immer durch den untersten Ring der Rute laufen. Denn dadurch läuft sie direkt von vorne auf die Rolle und lässt sich so ganz bequem aufspulen. Ohne den Ring müsste man die Rolle immer Richtung spule halten, damit die Schnur sich nicht am Schnurlaufröllchen verfängt. Drittens: Die Schnur darf nicht zu locker aufgespult werden, sondern muss immer stramm auf die Spule kommen. Dafür muss entweder die Spule oder die Schnur selbst gehalten bzw. gebremst werden.
Notlösungen vermeiden
Rein theoretisch könnte man dann eine Schnurspule beim Bespulen von Rollen einfach auf den Boden legen, die Rute mit der Rolle direkt darüber halten und loskurbeln. Die Schnur würde dann seitlich von der Spule ablaufen. Das funktioniert aber nicht immer. Oft hakt die Schnur auf der Spule etwas, so dass dann immer sofort die Spule vom Boden abhebt und unkontrolliert irgendwo entlang rollt. Und damit die Schnur stramm aufgespult wird, müsste sie außerdem noch durch ein Tuch oder ähnliches laufen, damit ein Aufspulwiderstand erzeugt wird. Das ist zwar alles möglich, aber extrem unprofessionell. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Schnur in die falsche Richtung abläuft und dabei verdrallt.
Zu zweit
Die nächste Möglichkeit: Wenn eine zweite Person zur Verfügung steht, kann die Spule mit dem Loch beispielsweise auf einen Schraubenzieher gesteckt und von der Person gehalten werden. Dann wird die Schnur über die drehende Spule drallfrei abgerollt. Und wenn der Helfer die Spule mit einem Tuch etwas bremst und so einen Widerstand erzeugt, kommt die Schnur auch schon stramm auf die Rolle. Das funktioniert super, ist aber leider nur zu zweit möglich.
Bequemes Aufspulen
Am besten wird eine Rolle mit Hilfe einer speziellen Aufspulhilfe bespult. Dafür wird die Spule mit dem Loch einfach auf die Achse der Aufspulhilfe gesteckt. Mit zwei konischen Ringen, die sich perfekt an jeden Lochdurmesser von Spulen anpassen, kann die Spule dann mit einer gefederten Feststellschraube so fixiert werden, dass sie den gewünschten Abrollwiderstand hat. So wird gewährleistet, dass die Rolle immer stramm genug bespult wird. Solche Aufspulhilfen gibt es in verschiedenen Varianten. Bei Profi-Geräten sind Spulenhalter und Rollenhalter in einem System vereint. Da braucht man dann auch kein Rutenteil mit Ring. Andere Spulenhalter können über eine Klemme am Rutenblank befestigt werden. Und andere Geräte können mit einem kräftigen Saugnapf auf glatten Untergründen fest fixiert werden. Aber egal, welches Befestigungssystem verwendet wird: Alle diese Aufspulhilfen sind extrem praktisch und hilfreich. Für jeden, der seine Rollen selbst (und alleine) bespulen möchte, sind diese Aufspulhilfen absolut empfehlenswert!

Bild: Schlichting
Diese Aufspulhilfe von Askari wird am Blank der Rute befestigt.

Bild: Schlichting
Super praktisch: Bei dieser Aufspulhilfe von Sänger sind Spulenhalter und Rollenhalter in einem gerät vereint.

Bild: Schlichting
Bei dieser Saugnapf-Aufspulhilfe von Askari kann man sehr gut erkennen, wie die Spule über eine gefederte Feststellschraube unterschiedlich stramm eingestellt werden kann.






