Eine Sprengringzange erkennt man daran, dass sie an der Spitze einer Backe einen konischen Dorn hat. Dieser Dorn wird kurz vorm „Eingang“ des Sprengringes, also dort, wo die beiden Drähte enden, zwischen den Drähten angesetzt. Wenn die Zange dann zusammengedrückt wird, drückt der Dorn zwischen die eng aneinander liegenden Drähte und öffnet diese. Dadurch ist der „Eingang“ des Ringes offen, so dass der Drilling mit dem Öhr ganz bequem eingeschoben werden kann.

Bild: Schlichting
Sprengringzangen sind an dem spitzen Dorn an der Backe zu erkennen
Das Hakenöhr muss in den Sprengring
Sobald sich das Öhr des Drillings zwischen den Drähten des Sprengringes befindet und sie automatisch auseinanderdrückt, kann die Sprengringzange abgenommen werden. Jetzt wird das Öhr des Drillings einmal um den ganzen Sprengring gezogen, bis es am „Ausgang“ wieder herauskommt. Nun sitzt der Sprengring auf dem Öhr des Drillings. Das Ganze wird am Öhr des Köders wiederholt. Wer viel mit Kunstködern hantiert und die Haken wechselt, sollte sich deshalb auf jeden Fall eine Sprengringzange zulegen. Es gibt sie je nach Größe der Ringe in verschiedenen Größen. UL-Angler brauchen für die winzigen Ringe natürlich kleinere Zangen als Wels-und Meeresangler.

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Der Dorn an der Backe der Zange wird einfach zwischen die Drähte des Sprengringes gedrückt
Mit dem Fingernagel
Wenn man aber keine Sprengringzange zur Hand hat (und das betrifft die meisten Angler), gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten, Sprengringe zu öffnen. Kleine Ringe an leichten Kunstködern lassen sich mit etwas Geschick auch mit dem Fingernagel öffnen. Dafür wird einfach der Daumennagel zwischen die beiden Drähte des Sprengrings gedrückt. Manchmal klappt es, manchmal aber auch nicht. Dabei kommt ganz auf die Qualität und die Spannung der Sprengringe an. Auch kleine Ringe können teilweise so stramm sein, dass man den Fingernagel nur schwer zwischen die Drähte bekommt. Die Drähte öffnen sich dabei auch nur ein bisschen, aber zumindest so weit, dass sich das Ohr des Drillings mit etwas Druck einschieben lässt.

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Eine Notlösung zum Öffnen kleiner Sprengringe: Der Daumennagel
Nur eine Notlösung
Jede Maniküre wird bei dem Gedanken daran wahrscheinlich eine Gänsehaut bekommen. Natürlich ist der Fingernagel nicht ideal und soll hier auch nicht die ultimative Lösung empfohlen werden. Aber bei kleinen Sprengringen ist es als Notlösung zumindest möglich und auch durchaus gängig.
Mit der Hakenspitze
Wenn Sprengringe etwas größer sind und man keine Sprengringzange zur Hand hat, braucht man härteres Material, um sie zu öffnen. Und dafür eignen sich beispielsweise die Spitzen von etwas größeren Haken. Und dabei muss man außerdem noch aufpassen, dass die Spitze des Hakens nicht abrutscht und im eigenen Finger landet. Mit der Spitze lassen sich die Drähte aber zumindest so weit spreizen, dass sich das Öhr des Hakens in den Sprengring einhängen lässt. Das ist zwar auch nur eine Notlösung, die aber relativ häufig genutzt wird, Speziell dann, wenn Sprengringe richtig dick und kräftig sind.

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Eine Notlösung zum Öffnen größerer Sprengringe: Die Spitze eines Hakens
Mit dem Messer
Genauso gut kann aber auch die Klinge eines Messers zwischen die Drähte des Sprengringes gedrückt werden. Und auch da muss man aufpassen, dass man nicht abrutscht und sich selbst verletzt. Prinzipiell ist alles zum Spreizen von Sprengringen geeignet, was mehr oder weniger spitz ist und sich zwischen die Drähte schieben lässt. das beste Werkzeug ist und bleibt aber die Sprengringzange!

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Mit einem Messer lässt sich ein Sprengring ebenfalls sehr bequem öffnen
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