Artenschutz und Angelfischerei sind keine Gegensätze. Der Schutz gefährdeter Wildlachsbestände hat auch für die Anglerschaft hohe Priorität. Fischereipolitische Entscheidungen müssen jedoch wissenschaftlich fundiert sein und die tatsächlichen Auswirkungen der Freizeitfischerei berücksichtigen.
Engagierte Angler leisten wichtigen Beitrag zum Artenschutz
Angelvereine und ihre Mitglieder leisten seit Jahrzehnten wichtige Beiträge zum Natur- und Artenschutz. Sie sammeln Spenden für Besatz- und Wiederansiedlungsmaßnahmen, engagieren sich ehrenamtlich in der Gewässer- und Biotoppflege und unterstützen wissenschaftliche Untersuchungen. Ein positives Beispiel ist die Zusammenarbeit von Anglerinnen und Anglern mit dem Thünen-Institut. Durch die Bereitstellung von Fangdaten und biologischen Proben tragen sie dazu bei, wichtige Erkenntnisse über die Herkunft und Zusammensetzung der Ostseelachsbestände zu gewinnen.

Bild: Bootsanglerclub e. V.
Fangdaten und Proben junger Lachse bzw. Salmoniden unterstützen die Forschung und wissenschaftliche Untersuchungen des Thünen-Instituts.
BAC fordert Verflichtung zur Einbindung der Anglerschaft
„Wir freuen uns, dass die Lachsfischerei weiterhin möglich bleibt. Unsere Anglerinnen und Angler übernehmen seit Jahren Verantwortung für den Schutz der Fischbestände. Wer sich für deren Erhalt engagiert, muss künftig auch bei den Entscheidungen mit am Tisch sitzen.“
Der Boots-Angler-Club e.V. (BAC) fordert deshalb, die anerkannten Anglerverbände künftig frühzeitig und verbindlich in die fischereipolitischen Beratungs- und Entscheidungsprozesse auf nationaler und europäischer Ebene einzubeziehen. Ziel muss es sein, den Schutz der Wildlachsbestände im Rahmen einer nachhaltigen Lachsfischerei mit der Freizeitfischerei optimal zu verbinden.






