Das Felchen ist ein Fisch, der eine ganze Region geprägt hat. Überall in Gasthäusern, bei Fischern und im Fischhandel war das Felchen allgegenwärtig.
Noch vor 10 Jahren fischten die Fischer mehrere Tonnen an Felchen aus dem See. 2023 waren es am Obersee dann nur noch 9,8 Tonnen. Deshalb wurde ein dreijähriges Fangverbot von Anfang 2024 bis Ende 2026 eingeführt. Leider galt das Fangverbot nicht für den gesamten Bodensee. Der Untersee mit dem Schweizer Ufer, Radolfzell und die Insel Reichenau haben eigene Fischereivorschriften. Doch auch hier gingen die Bestandszahlen in die Tiefe. In 2025 wurden am Untersee und Rhein nnur noch 23 Tonnen Felchen gefangen, vor knapp zehn Jahren waren es noch immmer 100 Tonnen. Allerdings ist auch die Zahl an Berufsfischern zurückgegangen.
Probleme ohne Ende
Der jahrelange Schutz des Bodensees hat die Wasserqualität weitaus verbessert. Gleichzeitig wurde das Wasser sauberer. Dadurch fehlten den Fische das vormals hohe Nahrungsangebot. Hinzu kommen als Invasoren die Quaggamuschel sowie zweitweise massenhaft Stichlinge als Nahrungskonkurrenten. Auch der Kormoran bleibt am Bodensee ein Problem.
Trotz all dieser Probleme, gibt es auch Positives zu berichten.
Wissenschaftliche Studien weisen wieder größere und damit ältere Felchen nach. Und auch die Stichlingsschwärme nehmen langsam wieder ab. Deshalb wird das Felchenangeln am Obersee wieder zugelassen. Ab Mai 2027 dürfen Berufsfischer bis in den August an drei Tagen (di. bis do.) die Woche ihre Felchennetze auslegen. Auch Angler dürfen wieder 3 Felchen entnehmen. Gültig seien die neuen Regelungen bis Ende 2028.






