Wenn Angler an Big-Game-Fishing im Golf von Mexiko denken, kommen ihnen kapitale Fische in den Sinn. King Mackerels, kampfstarke Sailfish oder rasante Wahoos. Für die Crew und die Gäste des Charterboots Hot Spots Charters nahm eine Tour vor der Küste von Pensacola jedoch eine völlig unerwartete Wendung: Sie entdeckten eine knapp drei Meter lange US-Militärdrohne im Wasser und bargen das Fluggerät.
Angelgast als Helfer in der Not
Auf der Suche nach Fisch entdeckte die Besatzung rund 20 Meilen südöstlich des Pensacola Pass ein graues Objekt im Wasser, das aus der Ferne wie ein gekentertes Boot aussah. Beim Näherkommen stellte sich heraus: Es handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ LUCAS (FLM-136). Ein glücklicher Zufall spielte den Anglern bei der Bergung in die Karten: Unter den Gästen an Bord befanden sich aktive Rettungshubschrauber-Piloten des US-Militärs. Nach Rücksprache mit der ausgelasteten Küstenwache packten alle mit an. Nachdem das in der Drohne gesammelte Wasser abgeflossen war, wuchtete das Team das Fluggerät gemeinsam über die Bordwand.
Eglin Air Force Base holt den Fund am Steg ab
Die Charterfirma meldete den Fund umgehend den Behörden. Als sie wieder zurück im Hafen waren, bot sich den Spaziergängern am Anleger ein skurriles Bild. Das Militär traf in schwarzen Geländewagen ein, um das gut erhaltene Fluggerät in Empfang zu nehmen. Nach Angaben der Eglin Air Force Base stammte die Zieldrohne aus einer Routineübung über dem Testgebiet im Golf von Mexiko. Für die Angler bleibt es der wohl kurioseste Fund ihres Lebens – sowie eine Geschichte, die jedes Anglerlatein bei weitem übertrifft.






