Die Seychellen bestehen aus 115 Inseln, umgeben von türkisfarbenen Lagunen, Korallenriffen und weitläufigen Flats. Für Fliegenfischer sind vor allem Alphonse Island und die abgelegenen Outer Atolls interessant. Hier lassen sich Bonefish, Permit, Triggerfish und Giant Trevally gezielt mit der Fliege befischen. Die britische Fliegenfischerin Marina Gibson hat die Seychellen seit 2020 mehrfach besucht. Gemeinsam mit ihrem Mann Stephan Dombaj bereiste sie Alphonse Island sowie die Atolle Astove, Farquhar und Cosmoledo. Jedes dieser Reviere besitzt seinen eigenen Charakter – und stellt Fliegenfischer vor ganz unterschiedliche Herausforderungen.
Alphonse Island: Bonefish auf den Flats
Die Reise auf die Seychellen beginnt für die meisten Gäste auf Mahé. Von dort geht es dann mit einer kleinen Propellermaschine rund 400 Kilometer nach Südwesten auf Alphonse Island. Die Insel bildet die Basis für das Fischen auf den umliegenden Flats von Alphonse und St. François. Besonders bekannt ist das Revier für seine Bonefish. Doch auch Permit, Triggerfish und Giant Trevally werden hier im flachen Wasser gespottet und gezielt angeworfen. Gefischt wird watend oder vom Skiff aus, meist begleitet von erfahrenen Guides.

Bild: Stephan Dombaj
Marina Gibson mit einem Bonefish auf den Flats der Seychellen.
Alphonse eignet sich auch für Reisende, die nicht ausschließlich angeln möchten. Tauchen, Schnorcheln, Begegnungen mit Riesenschildkröten und verschiedene Naturschutzprojekte machen die Insel zu einem vielseitigen Reiseziel.
Abenteuer auf den Outer Atolls
Deutlich ursprünglicher geht es auf den Outer Atolls zu. Astove begeistert mit seiner gewaltigen Riffkante und der artenreichen Lagune. Farquhar und Providence gelten als hervorragende Reviere für Giant Trevally und Bumphead Parrotfish. Cosmoledo wiederum ist für besonders große und kampfstarke GT bekannt. Wer hier fischt, muss jederzeit bereit sein. Ein Giant Trevally kann unvermittelt auf dem Flat auftauchen und innerhalb weniger Sekunden wieder verschwunden sein. Dann zählen ein schneller Wurf, eine präzise Präsentation und eine Ausrüstung, die den kompromisslosen Fluchten dieser Fische standhält.

Bild: Fly Fishing Nation/Paulo Hoffmann
Paulo Hoffmann mit einem 110 cm großen Giant Trevally auf Cosmoledo.
Auch Marina Gibson erlebte auf Cosmoledo einen solchen Drill. Als sich ihre Fliegenschnur um einen Korallenkopf legte, sprang ihr Guide kurzerhand ins Wasser, um sie zu befreien. Der GT konnte anschließend weitergedrillt und schließlich gelandet werden.
Sailfish mit der Fliege
Die Seychellen bieten nicht nur Fischerei auf den Flats. Beim Bluewater Fishing werden unter anderem Sailfish, Wahoo und Thunfische mit der Fliege befischt. Hakenlose Teaser locken die Räuber bis ans Boot. Sobald ein Fisch erscheint, muss die Fliege innerhalb weniger Sekunden präsentiert werden.

Bild: Stephan Dombaj
Ein lange gehegter Wunsch wurde für Marina Gibson wahr, als ihr erster Sailfish die Fliege nahm und mit schnellen Fluchten sowie spektakulären Sprüngen an der Oberfläche für einen aufregenden Drill sorgte.
Eine Reise, die weit über den Fang hinausgeht
Neben außergewöhnlichen Fischen prägen unberührte Natur, erstklassige Guides und besondere Begegnungen eine Reise auf die Seychellen. Für Marina Gibson wurde daraus ein Erlebnis, das ihren Blick auf das Fliegenfischen veränderte – und mit einer ganz persönlichen Überraschung endete. Den vollständigen Reisebericht mit den schönsten Erlebnissen sowie Tipps zu Revieren, Fliegen und Ausrüstung lesen Sie im neuen Reise-Sonderheft von FliegenFischen. Es erscheint am 3. November.
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