Ein besonders brisanter Fall spielte sich kürzlich im Bereich Königswinter-Niederdollendorf ab. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr entdeckten bei einer Kontrollfahrt eine versunkene Struktur. Zunächst war nur ein kleiner Teil der Karosserie sichtbar – im ersten Moment hielten die Helfer das Hindernis für einen überspülten Stein.
Vom rostigen Hindernis zum Kriminalfall
Als das Wasser- und Schifffahrtsamt das Objekt schließlich mit einem Bagger vom Ufer aus barg, wurde das Ausmaß sichtbar: Es handelte sich um einen extrem verrosteten Fiat 126, der schätzungsweise aus der Baureihe zwischen 1976 und 1984 stammt. Das Fahrzeug lag nach Einschätzung der Wasserschutzpolizei vermutlich schon seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten auf dem Grund des Stroms.

Bild: Polizei Duisburg
Der extrem verrostete Fiat 126.
Die eigentliche Entdeckung folgte erst Tage nach der Bergung des Wracks: Als Feuerwehrleute die Fundstelle im Schwenkbereich des eingesetzten Baggers erneut begutachteten, stießen sie an der Uferkante auf Knochen. Die hinzuzogene Polizei bestätigte rasch den Verdacht: Es handelte sich tatsächlich um Knochen menschlichen Ursprung.
Ermittlungen eingeleitet
Die Polizei hat die Überreste gesichert und an die Rechtsmedizin in Köln übergeben. Die Gerichtsmediziner in Köln versuchen derzeit, aus den gesicherten Skelettteilen verwertbare DNA-Spuren zu gewinnen. Ermittelt wird, ob die Knochen direkt aus dem Innenraum des geborgenen Fiat 126 stammen oder ob sie durch die Rheinströmung zufällig an der gleichen Stelle im Sediment abgelagert wurden. Eindeutige Vermisstenfälle, die direkt zu dem Fahrzeug passen, liegen den Behörden bislang nicht vor.






