An der Gefällstufe zwischen den Straßen An der Wendeschleife und Zur Weißen Mark bemerkten Passanten eine herrenlose Angelstelle. Die alarmierte Polizei fand vor Ort komplett aufgebautes Angelgerät sowie ein abgestelltes Fahrzeug vor, vom Petrijünger selbst fehlte jedoch jede Spur. Daraufhin leiteten die Einsatzkräfte umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein. Zahlreiche Rettungskräfte, darunter Feuerwehr und Polizei, leuchteten das Gewässer und die Uferbereiche weiträumig aus. Zur Lokalisierung des Vermissten wurden sowohl Rettungsboote als auch Drohnen zur Luftaufklärung eingesetzt. Nach intensiver Suche über längere Zeit konnten die Einsatzkräfte den Mann schließlich im Wasser orten, jedoch kam jede Hilfe zu spät. Er konnte nur noch tot geborgen werden.
Die Polizei hat routinemäßig ein Todesermittlungsverfahren zur Feststellung der genauen Ursache eingeleitet. In solchen Fällen stehen meist ein plötzlicher medizinischer Notfall oder ein verhängnisvoller Sturz an der steilen Uferkante im Fokus der Ermittlungen. Befestigte Staubeckenkanten, Wehre und Gefällstufen bergen durch tückische Strömungen, glitschige Böschungen und unübersichtliches Terrain vor allem bei einsetzender Dunkelheit erhebliche Gefahren.
Experten-Tipp von Michael Werner: Wir wissen nicht, was passiert ist, doch denke bitte daran: Das Angeln in den Abend- und Nachtstunden an Gefällstufen, Wehranlagen oder steil abfallenden Steinpackungen verzeiht keine Unachtsamkeit. Ein sicherer Stand, griffiges Schuhwerk und eine stets griffbereite, leistungsstarke Stirnlampe sind an solchen Uferabschnitten unverzichtbar. Wer allein am Wasser ist, sollte Angehörigen vorab die Rückkehrzeit und den exakten Standort durchgeben.






