Weiden in der Oberpfalz. Die örtliche Polizei überprüften zwei Männer aus Weiden, die am Schwarzen Weiher angelten, und entdeckten dabei einen gefangenen Graskarpfen, der nicht in ihrer Fangliste vermerkt war. Darüber hinaus stellte sich heraus, dass der Fisch nicht ordnungsgemäß betäubt und getötet wurde: Die Männer hatten den noch lebenden Graskarpfen für etwa 20 Minuten in eine Plastiktüte gelegt, wodurch das Tier schließlich verendete. Den beiden wurde daraufhin das Weiterangeln untersagt, und es wurden Verfahren nach dem Tierschutzgesetz sowie dem Bayerischen Fischereigesetz eingeleitet. (Quelle: Oberpfalzecho).
Wie erstickt ein Fisch?
Ein Fisch ist darauf ausgelegt, Sauerstoff über seine Kiemen aus dem Wasser aufzunehmen. An der Luft funktionieren die Kiemen jedoch nicht mehr richtig: Die feinen Kiemenlamellen fallen zusammen und trocknen aus, sodass kaum noch Sauerstoff aufgenommen werden kann.

Bild: S. Boer
Kiemen transportieren den Sauerstoff aus dem Wasser ins Blut. An der Luft klappt das nicht.
Wenn ein Fisch über längere Zeit an der Luft gehalten wird, kommt es deshalb in der Regel zu:
- Erstickung: Der Fisch bekommt nicht genug Sauerstoff, was zu starkem Stress und schließlich zum Tod führt.
- Massivem Stress: Der Organismus schüttet Stresshormone aus, was zusätzliche Belastungen verursacht.
- Schädigung der Kiemen und Schleimhäute: Diese können austrocknen und dauerhaft beschädigt werden.
- Langsamem, qualvollem Verenden: Der Tod tritt meist nicht sofort ein, sondern verzögert und unter erheblichen Leiden.
Selbst wenn ein Fisch nach kürzerer Zeit zurück ins Wasser gesetzt wird, kann er an den Folgen später noch sterben. Deshalb ist es beim Angeln wichtig, Fische entweder sofort waidgerecht zu töten oder – wenn sie zurückgesetzt werden – möglichst kurz und schonend zu behandeln und stets feucht zu halten.
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