Der Fischereimanager Jason Ferguson bekam einen Anruf, dass eine rund drei Meter langer Schwertfisch am Ufer des Loch Fyne angespült wurde. Interessiert, aber nicht überzeugt von einem solchen Fund machte sich Ferguson auf den Weg und fuhr zur Uferstelle, wo der Schwertfisch gestrandet war. Dabei sind Schwertfische vor Schottland extrem selten.
Welche Großfische gibt es noch?
Allerdings wirft ein solcher Fund die Frage auf, welche weiteren Großfische sich in den Tiefen der riesigen Seen und Fjorde aufhalten. „ Ich hatte schon öfter Meldungen von unidentifizierten Kadavern, die sich dann aber als Seehunde und Schwertwale herausstellten. Doch an der Fundstelle lag eindeutig ein Schwertfisch. Loch Fyne ist Schottlands Meeresfjord mit einer Länge von über 60 km. Der Schwertfisch wurde ca. 40 km im Inland gefunden und zeigt, wie weit Schwertfische wandern. Der Schwertfisch schien noch nicht lange tot zu sein, denn er stank noch nicht obwohl sich Möwen und andere Tiere schon ihren Anteil geholt hatten“. Ferguson rief das „National Museum of Scottland“ an und fragte, ob sie den außergewöhnlichen Fang haben wollten. Die Wissenschaftler dort konnten aber erst am nächsten Morgen vorbeikommen. Also luden Ferguson und ein Helfer den Schwertfisch auf eine Palette und brachten ihn zur Straße, wo er dann abgeholt wurde.

Bild: AI/J. Ferguson
Schwertfisch wird per Bagger geborgen.
„Ich sprach mit den Experten des Museums und recherchierte ein wenig und fand heraus, dass es immer schon verzeinzelte Schwertfische vor Schottland gegeben hatte. Bislang war nur keiner so weit ins Inland geschwommen. Ich arbeite hier seit über 30 Jahren aber der Schwertfischfund hat mich nun doch überrascht“.






