Kichererbsen: Gut gelaunt auf Friedfisch

Schleien, Karpfen, Brassen und große Rotaugen haben eines gemeinsam: Sie lieben Partikel! Und wenn man es gezielt auf die größeren Exemplare abgesehen hat, muss man auch mit großen Partikeln fischen. Tobias Steinbrück setzt auf Köder, die nicht nur gute Laune machen, sondern auch super fangen: Kichererbsen!

Kichererbsen

Bild: Wikipedia

Kichererbsen sind zu Unrecht unbekannte Friedfischköder.

Kichererbsen sind super einfach zu bekommen und blitzschnell zubereitet. Tobias kauft die trockene Variante im 1 kg-Gebinde im Supermarkt. Das kostet etwa 2,50 Euro und genügt vollkommen, da Kichererbsen sehr stark sättigen. Er weicht sie für 24 Stunden im Wasser ein. Idealerweise verwendet man dafür das Wasser aus dem Angelgewässer, das muss aber nicht unbedingt sein. Nach dem Einweichen werden die Kichererbsen 20 bis 30 Minuten gekocht. Dann haben sie die perfekte Köder-Konsistenz. Zum Füttern können sie ruhig 40 Minuten gekocht werden. Als Attraktor kommt Salz dazu. Nach dem Kochen werden die Kichererbsen in einem geschlossenen Eimer in kaltem Wasser aufbewahrt. Hier verfeinert Tobias die Köder gerne noch mit Scopex- oder Shellfish- Konzentrat.

PVA als Köderschutz

Bild: Steinbrück

Die gesamte Montage wird zusammen mit Futter-Kichererbsen in einem PVA-Beutel verpackt. So übersteht der Köder auch weite Würfe

Die Kichererbsen präsentiert Tobias ganz gewöhnlich an einer Haarmontage. Besonders fängig sind sie aufgrund ihrer hellen Farbe auf dunklem Gewässergrund. Ein Vorteil gegenüber Boilies ist, dass die Kichererbsen kaum Schlammgeruch annehmen. Ein Problem ist aber, dass sie recht weich sind und deshalb keine weiten Würfe am Haar überstehen. Dagegen hilft PVA, ausgeschrieben Polyvinyl-Alkohol: Tobias verpackt den Hakenköder einfach zusammen mit einer handvoll Kichererbsen oder Kichererbsenbrei, den ich mit einem Mörser am Wasser zubereite, in einem PVA-Beutel. So geht der Köder im Wurf nicht verloren und er kann punktgenau füttern.

Bild: Steinbrück

Achtung: Damit die Kichererbsen den PVA-Beutel nicht auflösen, müssen sie in Salz eingelegt werden. Das macht sie ganz nebenbei auch noch fängiger!

Da PVA-Beute iher Bestimmung gemäß wasserlöslich sind, muss man sich beim Füllen und Auswerfen etwas beeilen. Etwas hilft es, wenn man die Kichererbsen oder den Brei in trockenes Paniermehl einmischt. Oder man legt die Erbsen in Salz ein. Und man sollte PVA-Beutel verwenden, die sich nur langsam auflösen.

Bild: Steinbrück

Nach etwa 20 bis 40 Minuten Kochzeit (je nach gewünschtem Härtegrad) sind die Kichererbsen einsatzbereit.

Geheimwaffe

Bild: Steinbrück

Bei so einer Doublette bekommt Tobias gute Laune. Kichererbsen sind eine Geheimwaffe für Friedfische!

Kaum ein anderer Angler verwendet Kichererbsen, deshalb reagieren die Fische auch nicht misstrauisch auf den unbekannten Köder. Das macht Kichererbsen zu einer echten Geheimwaffe für stark befischte Gewässer. Probieren Sie es aus, Sie werden mit Sicherheit etwas zu lachen haben!

Rund, nicht lustig!

Der Name Cicer stammt von den Römern, was im Sinne der Herkunft aus dem Hebräischen rund heißt. Die übliche Aussprache lautete entweder Kiker oder Schicher. So wurde das beim Eindeutschen in Kicher umgewandelt. Es hat also nichts mit kichern zu tun.


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