Ende im Schlamm: Angler mit SUV unterschätzt Uferböschung

Dass Angler gerne mal bis an die Schmerzgrenze gehen, um den perfekten Spot zu erreichen, ist bekannt. Doch ein Petrijünger am Niederrhein hat den Bogen am gestrigen Mittwochabend (11. März) deutlich überspannt. Was als entspannter Ansitz auf die ersten Frühjahrs-Zander geplant war, endete in einer groß angelegten Bergungsaktion der Feuerwehr und einer saftigen Rechnung.

Geländewagen (SUV) eines Anglers steckt tief im Schlamm an einer Flussböschung fest, Feuerwehr im Hintergrund.

Bild: Blinker.de/AI

Teures Angel-Abenteuer: Die Feuerwehr Wesel muss einen im tiefen Uferschlamm festgefackenen SUV bergen.

Der Angler versuchte, mit seinem schweren Geländewagen über einen aufgeweichten Feldweg so nah wie möglich an eine Buhne im Bereich Wesel-Büderich heranzufahren. Das Problem: Die anhaltenden Regenfälle der letzten Märztage hatten den Boden in eine tückische Schlammfalle verwandelt.

Schon nach wenigen Metern sackte der tonnenschwere SUV bis zu den Achsen ein. Anstatt Hilfe zu rufen, versuchte der Mann sich durch „Wippen“ zu befreien, was das Fahrzeug nur noch tiefer in den Uferschlamm grub. Am Ende drohte der Wagen seitlich in den Rhein abzurutschen. Die herbeigerufene Feuerwehr musste mit Spezialgerät anrücken, um das Fahrzeug vor den Fluten zu retten.

Wenn das Navi am Wasser aufhört: Festgefahren im Naturschutzgebiet

Experten-Tipp von Michael Werner, Chefredakteur Blinker: „Leute, ich sag’s euch wie es ist: Ein SUV ist kein Offroader! Und selbst Allradantrieb ersetzt keinen gesunden Menschenverstand. Wir alle wollen unser Tackle nicht kilometerweit schleppen, klar. Aber wer meint, er müsse im März als Angler mit Auto über durchnässte Uferwiesen pflügen, schadet nicht nur seinem Geldbeutel, sondern auch dem Ruf von uns Anglern massiv. Mein Rat: Kauft euch einen vernünftigen Trolley oder geht zu Fuß. Wer sein Auto im Schlamm versenkt, fängt am Ende meistens gar nichts. Außer Spott von den Kollegen und Ärger mit der Behörde.“

Übrigens: Für den übermütigen „SUV-Angler“ wurde es auch noch finanziell schmerzhaft. Denn der Vorfall ereignete sich in einem geschützten Uferbereich. Das bedeutet nicht nur Abschleppkosten, sondern auch ein sattes Bußgeld wegen Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz.

3 Tipps, um die „Schlammfalle“ am Wasser zu vermeiden

  1. Laufbereitschaft zeigen: Parke nur auf befestigten Wegen. Die letzten 500 Meter zu Fuß zu gehen, schont die Grasnarbe und deine Nerven.
  2. Bodenbeschaffenheit prüfen: Nach Regenperioden sind vermeintlich feste Wege am Flussufer oft tückische Moräste. Einmal kurz aussteigen und mit dem Fuß testen spart Stunden im Schlamm.
  3. Trolley statt SUV: Investiere in einen hochwertigen Angel-Trolley mit breiten Reifen. Damit kommst du überall hin, wo dein Auto legal nichts zu suchen hat.


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