Das Ausmaß des Fischsterbens in der Lobau ist enorm. Spaziergänger und Angler entdeckten die leblosen Fische am Ufer und teilweise in den flachen Au-Gewässern. Neben Silberkarpfen und Welsen waren auch große Barsche betroffen. Experten rätseln über die genaue Ursache, doch Wassermangel, extreme Winterbedingungen und Sauerstoffarmut unter dem Eis gelten als Hauptfaktoren.

Bild: Facebook/"Lobauinfo"
Erst nach dem Abschmelzen des Eises wurde das volle Ausmaß des Fischsterbens in der Lobau sichtbar.
Wasser-Rettungspaket gefordert
Der WWF Österreich fordert nun ein Wasser-Rettungspaket, um künftige Fischsterben zu verhindern. Michael Stelzhammer, Experte beim WWF, betont: „Die Untere Lobau leidet seit Jahren unter einem extremen Wassermangel. Ein derart massives Fischsterben wäre vermeidbar, wenn die Stadtregierung endlich Maßnahmen zur Wasserzufuhr ergreifen würde.“ Das vorgeschlagene Rettungspaket umfasst die Weiterleitung von Wasser aus der Oberen Lobau, Renaturierungsmaßnahmen wie die Zugabe von Schotter in das Donau-Bett sowie den Bau von Wasseraufbereitungsanlagen für die Trinkwasserversorgung. Ziel ist es, die Au-Gewässer nachhaltig zu revitalisieren und das Ökosystem langfristig zu schützen.
Das Fischsterben in der Unteren Lobau zeigt die dringende Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen in Österreichs Naturjuwelen. Angler und Naturschützer hoffen, dass die Stadt Wien die Forderungen des WWF ernst nimmt und konkrete Gegenmaßnahmen sofort umsetzt. Andernfalls könnten solche Massensterben in Zukunft häufiger auftreten, was nicht nur die Fischpopulation, sondern das gesamte Ökosystem der Lobau gefährdet.
Auch interessant
- KarpfenangelnAmur auf die heiße Tour
- Angeln allgemeinDer Schlammpeitzger ist Fisch des Jahres 2026 in Österreich
- Angeln allgemeinDie Gefahr unter der Eisdecke
- FliegenfischenWie Stressfaktoren das Leben in Flüssen formen












