In Umeå im Norden Schwedens könnte schon bald eine landbasierte Fisch- und Garnelenfarm entstehen. Möglich wird das durch eine neue Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Umeå, dem Energieversorger Umeå Energi, dem Forschungsinstitut RISE sowie dem Umeå Plant Science Centre der Universität Umeå. Das Projekt wird über das EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe mit insgesamt 610.000 Euro gefördert.
Kern des Vorhabens ist der Aufbau einer landbasierten Aquakulturanlage, in der überschüssige Wärme aus dem Kraft-Wärme-Kopplungswerk von Umeå Energi genutzt wird. Ziel ist ein integriertes, klimaeffizientes System zur Fisch- und Garnelenzucht. Das Projekt startet im Frühjahr.
Mehrere Arten zusammen
Das geplante Zuchtsystem basiert auf dem Konzept der Integrated Multi-Trophic Aquaculture (IMTA). Dabei werden mehrere Arten gemeinsam in einem geschlossenen Kreislauf gehalten, sodass die Nebenprodukte einer Art als Ressource für andere genutzt werden. Das macht die Aquakultur insgesamt klimafreundlicher.
Das Projekt ist Teil des EU-Programms NetZeroCities und wird gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Städten umgesetzt: Espoo (Finnland), Prato (Italien), Lagoa auf den Azoren (Portugal), Maribor (Slowenien) und Fingal County Council (Irland). Ziel ist der gemeinsame Wissensaustausch darüber, wie zirkuläre urbane Systeme zur Erreichung der Klimaziele der EU beitragen können.






