Der See ist über 50 Jahre alt und hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Er wechselte als Angelsee immer wieder mal den Besitzer und wird heute von der Firma Forelle Nord betrieben, deren Eigentümer Henk Muus-Meyer ist. Ihm gehören auch der kleinere Forellensee Nordhackstedt sowie der im dänischen Bylderup-Bov liegende Rens Fiskesø samt zugehöriger modernster Fischzuchtanlage. Der Forellensee Barderup ist beinahe perfekt rechteckig und erstrecktsich von Nordwest- in Südost-Richtung auf 2,8 ha Fläche. Die nordwestliche Seite ist mit 3 bis 4 relativ flach; hier gibt es sogar ein Seerosenfeld. Zur Südost-Seite fällt der See dann bis auf 7 bis 8 m ab, je nach Wasserstand, der wiederum vom Grundwasserzufluss abhängig ist, der See hat nämlich im tieferen Abschnitt einige Quellen. Der Übergang vom flachenin den tiefen Bereich ist sogar markiert: Nahe dieser Grenze wächst auf der Ostseite des See ein großer Weidenbusch, dessen Astwerk übers und ins Wasser reicht, bei sommerlichen Temperaturen ein Rückzugsort für die Fische.

Bild: Thomas Pruß
Das südöstliche Ende des Sees ist tiefer. Hier gibt es Quellen. Der Busch hinten rechts markiert den Übergang vom Flachen ins Tiefe.
Für Abwechlung ist gesorgt
Das Wasser ist leicht trübe, aber vonguter Qualität. Dafür sorgen zahllose Teichmuscheln, die man im Uferbereich überall im Boden stecken sieht. Da der See in einer Senke liegt, sind die meisten der 20 Angelplätze über ca. 3 m hohe Treppen und Stege zu erreichen. Bei normalem Wasserstand kann man dann die Fische von den untersten Stufen keschern, bei Niedrigwasser wie in diesem Sommer fallen die Ufer auf einem schmalen Streifen trocken, sodass man dortseinen Angelplatz aufschlagen kann. Die 20 Angelhütten stehen aber obenan dem den See umlaufenden Weg.

Bild: www.forelle-nord.de
Die Forellen in Barderup stammen aus eigener Zucht und werden in Größen zwischen 0,5 und 12kg besetzt. Goldforellen wie diese gehören zum regulären.
Logischerweise sind Forellen hier die Besatzfische Nr. 1, sie kommen aus der eigenen Zucht in Rens. Unter den Salmoniden sind neben den obligaten Regenbogen- bzw. Lachsforellen auch Goldforellen, Saiblingeund Seeforellen. Pro Woche werden ca. 400 kg Fische in Gewichten zwischen 0,5 bis 12kg besetzt. Bei hohen Sommertemperaturen wird der Forellenbesatz aber zurückgefahren. Dann können sich die Angler auch mit Streifenbarschen messen.

Bild: Privat
Goldforellen wie diese gehören zum regulären Bestand an Salmoniden.
Man kann es auch mit Gummifischen und anderen Kunstködern auf Zander, Barsche und Hechte versuchen. Diese Fischarten werden zwar nicht besetzt, kommen aber als Laich oder Larven im Gefieder von Wasservögeln in den See: Der natürliche Sankelmarker See ist nicht weitentfernt!
Heimliche Bewohner
Aber es leben auch andere „Heimlichtuer“ im See: Aale, Störe und Welse! Diesen Fischen rückt man ambesten mit Würmern (Aale, Welse) oder Lachsfilets bzw. stark duftenden Käsewürfeln zu Leibe. Auch Karpfenangler sind am Forellensee Barderup – trotz seines Namens– an der richtigen Adresse: Karpfenbis weit über 20kg gründeln im See.

Bild: Privat
Auch Karpfenangler kommen im Forellensee Barderup auf ihre Kosten.
Innormalen Angelseen ist es meist sehr, sehr schwer, diese Fische zu fangen, weil nicht mit Boilies gefüttert werden darf. Das ist hier etwas anders: Man darf in Maßen(!) anfüttern, um die Karpfen an den Platz zu locken. Auf Karpfen sollte man im flacherenund somit wärmeren See teil angeln. Die kühles Wasser schätzenden Salmoniden halten sich dagegen imSommer gerne in den tieferen Zonendes Sees auf.
Aufsicht über den See führt Manfred Lorenzen. In seiner Hütte in der hinteren See-Ecke bekommt man nicht nur alles nötige Angelgerät und Köder. Wenn einen der »kleineHunger« piesackt, kann man den mit Snacks oder einen kleinen Imbiss ruhigstellen. Manfred Lorenzen ist allerdings nicht immer auf dem Platz. Das bedeutet aber nicht, dass man keine Angelkarte bekommt: Am Eingang steht ein Unterstand, in dem man die Angelkarte per Selbstbedienung kaufen kann.

Bild: Thomas Pruß
In der Angelhütte beim Eingang kann man neben Ködern und Zubehör auch einen Imbiss bekommen.
Direkt daneben steht auch eine mobile Toilette. Der See ist in Maßen behindertengerecht. Zwar gibt es keine eigentlichen Handicap-Angelplätze, doch das festgründige, sandige Nordwestufer fällt ganz seicht ins Wasser ab. Mit etwas Hilfe können auch Rollstuhlfahrer dort ihren Angelplatz finden und dort befindet sich auch ein größerer Unterstand.
Adresse und Kontakt:
Der Forellensee Baderup befindet sich in Barderup-Ost 28, 24988 Oeversee. Weitere Informationen finden Sie unter www.forelle-nord.de.
Die Anfahrt erfolgt von Westen über die B200 bis Haurup-Hoffnung. Von dort sind es etwa 1,2 km Richtung Flensburg, dann links auf die Flensburger Straße Richtung FL-Weiche abbiegen. Am Kreisel nehmen Sie die erste Ausfahrt Richtung Barderup, queren in Barderup „Över de Bröchen“ die Bahnstrecke und Autobahn, biegen am Ende rechts ab und folgen der Straße nach Sankelmark und Barderup-Ost. Von Süden kommend über die A7 empfiehlt sich die Abfahrt 3 Flensburg. Auf der B200 Richtung Husum fahren und nach knapp 2 km rechts auf die Flensburger Straße abbiegen, anschließend wie oben beschrieben weiterfahren.
Das Gewässer umfasst einen See mit 2,8 ha Fläche und einer Tiefe von bis zu 8 m. Geangelt werden verschiedene Forellen, Saiblinge, Störe, Welse, Zander, Hechte, Aale und Karpfen; jahreszeitlich auch Streifenbarsche. Geöffnet hat der Forellensee von 5 bis 20 Uhr, eine Tageskarte (1-3 Ruten von 5 bis 20 Uhr) kosten 35 €, jede weitere Rute kostet 5€. Es gibt auch eine etwas günstigere Halbtageskarte für 30€ oder 3 Stunden für 20€. Kinder bis 12 Jahren angeln in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos.
Service: 20 Angelplätze mit Hütten, Selbstbedienung beim Kartenverkauf, falls keine Aufsicht vor Ort ist, Toiletten, Köderverkauf, Imbiss und Snackverkauf, einen Schlachtplatz sowie Parkplätze direkt am Eingang.






