Umfrage zur Übernahme des DAV durch den VDSF

Moderatoren: Valestris, Onkel Tom, Derrik Figge, Moderatoren

Zusammnschluss DAV mit VDSF

Ja - Gute Sache
7
19%
Nein - niemals
5
14%
Gerne - aber andere Vertragsbedingungen
20
54%
Ist mir egal
5
14%
 
Abstimmungen insgesamt: 37

Kai S.
Hecht
Hecht
Beiträge: 3473
Registriert: 14.11.2008 - 2:00
Wohnort: Ostfriesland

Umfrage zur Übernahme des DAV durch den VDSF

Beitragvon Kai S. » 14.09.2011 - 23:24

Nachtrag von Taxler: Eure Meinung dazu würde mich/uns brennend interessieren!

http://www.muldenfischer.de/Documente/V ... ertrag.pdf
http://www.muldenfischer.de/Documente/S ... V_VDSF.pdf
http://www.muldenfischer.de/Documente/O ... Markst.pdf

Herkunft: Seite der Muldenfischer Zwickau e.V.

Carras
Zander
Zander
Beiträge: 252
Registriert: 21.06.2006 - 15:53

Na toll :-(

Beitragvon Carras » 20.09.2011 - 14:49

:idea:

Damit hat es der VDSF wohl geschafft !


Leute,...

hier sollte unbedingt etwas gemacht werden !

Wenn das Ganze, gemäß dieser Satzung und dieses Verschmelzungsvertrages von Statten geht,....dann gute Nacht.

Schaut mal hier rein: www.fusion-nein-danke.de

Es gibt ggf. noch eine letzte Chance diese Übernahme (und nicht Fusion) zu verhindern, bzw. abzuändern!


Grüßle

Benutzeravatar
Taxler
Hecht
Hecht
Beiträge: 16773
Registriert: 19.04.2003 - 22:28
Wohnort: München

Beitragvon Taxler » 20.09.2011 - 17:20

Unser Kai hat das Thema schon mal aufgemacht

Ich habe jetzt noch eine Umfrage dazu hinein editiert


Ich bin gespannt wie Ihr diesen Zusammenschluss seht :)
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

Innfischer
Barsch
Barsch
Beiträge: 146
Registriert: 26.09.2008 - 9:00
Wohnort: Oberbayern

Beitragvon Innfischer » 20.09.2011 - 19:11

Hallo miteinander,

ich war zunächst der Auffassung so ein Zusammenschluss ist auf alle Fälle nützlich. Habe dann aber in verschiedenen Foren darüber gelesen und musste feststellen, dass es viele Befürchtungen gibt, dass im Zug der Fusion sich die Angelbedingungen verschlechtern würden. Und die Verbandsvorderen waren von der rein kommunikativen Kompetenz her nicht in der Lage die Befürchtungen zu entkräften.
Die Befürchtungen haben sich hochgeschaukelt bis hin zu Verschwörungstheorien. Im Mittelpunkt der Verschwörungstheorie steht, dass der VDSF (aus den alten Bundesländern) die Strukturen des DAV (neue Bundesländer) zerstören will, insbesondere den Gewässerpool kaputtmachen will.

Ist natürlich völliger Quatsch. Dazu muss man wissen, dass der Gewässerpool den einzelnen Landesverbänden gehört, nicht aber dem neu entstehenden Bundesverband. Es wird nun gesagt, der Bundesverband könnte als quasi übergeordnete Instanz den DAV-Landesverbänden die verbindliche Weisung erteilen, dass sie den Gewässerpool an den Bundesverband zu übertragen hätten oder er sonst wie aufgelöst werden muss.
Ersten wird der Bundesverband solch eine Weisung nicht erteilen weil sie völlig sinnlos ist (für was soll das gut sein?). Aber nur mal rein theoretisch unterstellt, solch eine Weisung würde ergehen. Dann würden die betroffenen Landesverbände schlicht und ergreifend die Mitgliedschaft im Bundesverband kündigen (ist ohne Angabe von Gründen möglich) und mit ihrem Gewässerpool wieder selbständig sein. Und wenn sie wollten könnten sie erneut einen gemeinsamen (Ost-)Dachverband als Nachfolger des DAV gründen. So einfach ist das.

Aber dann geht doch die schöne Verschwörungstheorie nicht mehr auf ….

Die Sachlage ist eigentlich nicht bedrohlich. Aber leider tun sich die Verbandsfunktionäre auf beiden Seiten schwer, die geplante Fusion positiv zu kommunizieren. Schade.


Servus
Innfischer

Benutzeravatar
donlotis
Zander
Zander
Beiträge: 972
Registriert: 08.09.2003 - 14:56
Kontaktdaten:

Beitragvon donlotis » 20.09.2011 - 20:11

Bei der Umfrage fehlt der Button "Ist mir völlig egal"!
Den hätte ich wohl genutzt. Diese beiden Altherrenvereine haben mich noch nie interessiert.

Gruß Don
nureinestunde

BildBild

Benutzeravatar
rissfischer
Zander
Zander
Beiträge: 1436
Registriert: 24.04.2009 - 12:14
Wohnort: Lkr. Biberach, Oberschwaben

Beitragvon rissfischer » 20.09.2011 - 20:19

Mich als Mitglied des VDSF juckt das ganze herzlich wenig, wenn sich dadurch nicht die Jugendarbeit verschlechtert. Was der VDSF mit dem einzelnen Landesverbänden - zumindest im Landesfischereiverband Südwürttemberg und Hohenzollern, wo ich auch Mitglied bin - nämlich da durchführt ist absolut große Klasse und sollte in jedem Fall erhalten bleiben!
Ich würde mich freuen, wenn ich mit Anglern aus der Region Oberschwaben von Ravensburg über Biberach bis Ulm in Kontakt kommen würde!

Kreissportfischereiverein Biberach an der Riss e.V.

Benutzeravatar
Taxler
Hecht
Hecht
Beiträge: 16773
Registriert: 19.04.2003 - 22:28
Wohnort: München

Beitragvon Taxler » 20.09.2011 - 22:26

donlotis hat geschrieben:Bei der Umfrage fehlt der Button "Ist mir völlig egal"!
Den hätte ich wohl genutzt. Diese beiden Altherrenvereine haben mich noch nie interessiert.

Gruß Don

Ich habe den Egal-Button nun noch hinzugefügt

Ich vergaß, dass es zu jedem auch noch so wichtigen Thema "Egal-Leute" gibt 8)
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

Benutzeravatar
andal
Hecht
Hecht
Beiträge: 16068
Registriert: 24.04.2003 - 12:35
Wohnort: Rhein, km 624

Beitragvon andal » 21.09.2011 - 0:58

Da kann nix besseres dabei herauskommen, als es bisher gab. Wie immer, wenn zwei Organisationen zusammenkommen und sich auf jeder Position zwei graue Eminenzen um einen Stuhl streiten. Bei dieser Reise nach Jerusalem ist einer ganz sicher der Depp; der Angler!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

Carras
Zander
Zander
Beiträge: 252
Registriert: 21.06.2006 - 15:53

Beitragvon Carras » 21.09.2011 - 7:36

Ich gehöre auch zum VDSF

und ich finde diese Art der Fusion (Übernahme) als das Problem an.
Hier geht es nicht um eine Fusion,....hier wird der DAV einfach geschluckt. Selbst DAV Gelder werden an die VDSF GmbH übergeben,...die dann nur umbenannt wird. In eine GmbH wo niemand weiß was dort passiert, wo und wie die Gelder darin fließen,...


Eine Fusion finde ich Grundsätzlich O.K.,...Aber dann unter anderen Umständen,...wo die Angelpolitischen Ziele, die Ideologie und andere wichtigen Dinge, die das Angeln positiv beeinflussen können, fest geschrieben sind.

Gruß

Kai S.
Hecht
Hecht
Beiträge: 3473
Registriert: 14.11.2008 - 2:00
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Kai S. » 21.09.2011 - 14:56

Innfischer hat geschrieben:Ist natürlich völliger Quatsch. Dazu muss man wissen, dass der Gewässerpool den einzelnen Landesverbänden gehört, nicht aber dem neu entstehenden Bundesverband. Es wird nun gesagt, der Bundesverband könnte als quasi übergeordnete Instanz den DAV-Landesverbänden die verbindliche Weisung erteilen, dass sie den Gewässerpool an den Bundesverband zu übertragen hätten oder er sonst wie aufgelöst werden muss.
Ersten wird der Bundesverband solch eine Weisung nicht erteilen weil sie völlig sinnlos ist (für was soll das gut sein?). Aber nur mal rein theoretisch unterstellt, solch eine Weisung würde ergehen. Dann würden die betroffenen Landesverbände schlicht und ergreifend die Mitgliedschaft im Bundesverband kündigen (ist ohne Angabe von Gründen möglich) und mit ihrem Gewässerpool wieder selbständig sein. Und wenn sie wollten könnten sie erneut einen gemeinsamen (Ost-)Dachverband als Nachfolger des DAV gründen. So einfach ist das.

Aber dann geht doch die schöne Verschwörungstheorie nicht mehr auf ….

Die Sachlage ist eigentlich nicht bedrohlich. Aber leider tun sich die Verbandsfunktionäre auf beiden Seiten schwer, die geplante Fusion positiv zu kommunizieren. Schade.


Servus
Innfischer


Sehe ich anders.
Ich bin auch in einem VDFS Verein, als größter Verein Deutschlands sind wir auch gleichzeitig ein eigener Bezirk (ok mit Leer ist jetzt noch ein kleiner Nachbarverein mit dem wir eh zusammenarbeiten noch dazu gekommen, vorher waren wir allein der Bezirk). Wir waren immer Mitglied im LSFV Weser Ems. Aufgrund einer alten Abmachung mussten wir einen pauschalen Beitrag zahlen für den Verband. Dann kam der Verband auf die Idee das die alte Abmachung nicht ok sei und das sie mehr Geld bekommen wenn wir pro Mitglied zahlen. Daraufhin ist unser Verein ausgetreten und der Verband leitete gerichtliche Schritte ein um rückwirkend dann noch Geld zu bekommen das wir aufgrund der alten Regelung nicht zahlen mussten und was seid den 70ern auch so immer gehandhabt wurde. Das bedeutete dann für beide Seiten massive Gerichtskosten, und am Ende wurde eine Einigung gemacht da die Kosten sonst immer weiter in den Prozessen explodiert wären. Kosten die man erst einmal auslegen muss bis man sie bei einem Sieg evt. wieder bekommt, wenn man sie denn wieder bekommt.

Laut dem aktuellen Satzungsentwurf haben die Landesverbände halt das zu machen was der Verband anordnet. Ich denke auch die können und werden dann austreten, aber hey der Beschluß steht und bevor sie austreten ist der Beschluß nun einmal gültig. Von daher wird es dann sicher eine gerichtliche Auseinandersetzung geben, und selbst wenn dann alles so ist wie Du sagst, die Kosten über einen langen Zeitraum werden hoch sein und die Angler müssen die dann tragen.

Zur Frage warum es denn evt. Interesse geben könnte den Pool zu übernehmen, naja was macht der VDSF denn mit den Gewässern die er bisher hat? Er gibt Gastkarten aus und nimmt damit Geld ein.

Und wenn jetzt doch Unruhe aufkommt und Vereine oder Landesverbände überlegen auszutreten, dann hat man mit dem Gewässerpool doch ein gutes Druckmittel um alle im Verband zu halten.

Wobei ich den Gewässerpool als Unbeteiligter noch als kleinstes Problem sehe. Ich erinnere nur an die VDSF Homepage.

Dem gegenüber stehen schätzungsweise noch einmal ca. 600 000 nicht in Vereinen oder Verbänden organisierte Angler.


Mit vielen Gewässern in Verbandshand kann man die auch zum Beitritt bewegen wenn sie nur so an Gewässer in ihrer Gegend ran kommen.

„Die Tierschutzreferenten der Bundesländer haben die Ziele des VDSF hinsichtlich der Vermeidung von Gemeinschaftsfischen mit Wettbewerbscharakter begrüßt.“


Sprich der VDSF hat ohne Not Regelungen gegen Angler geschaffen, denn er hat nicht gesetzliche Vorgaben umgesetzt sonder sich irgendwas ausgedacht das gesetzlich nicht nötig war.

1. Die Worte: „Bewertung des Gesamtfanges“ seien durch „Erfassung des Fangs insgesamt zu ersetzen, „Zudem“, so die Tierschutzreferenten, „soll klargestellt werden, dass ein gefangener Fisch immer sofort nach Entnahme aus dem Wasser fischweidgerecht zu töten ist. Sofern diese Anregungen berücksichtigt werden, tragen die Tierschutzreferenten das genannte vom VDSF erarbeitete Papier mit.

In seiner Sitzung am 29. April 1994 hat das VDSF-Präsidium diese Anregungen einstimmig angenommen.


Der VDSF will also seine Mitglieder zwingen jeden Fisch zu töten, obwohl das laut Landesrecht oft gar nicht nötig ist. Wir fischen Hegefischen mit Setzkescher da unser Bundesland es erlaubt. Laut VDSF müssten wir aber die Fische töten.

3. Tierschutzrechtliche Bestimmungen sind einzuhalten; der gefangene Fisch ist immer sofort fischweidgerecht zu töten; der Fang ist sinnvoll zu verwerten (nach Möglichkeit menschlicher Verzehr).
4. Fischereiliche Veranstaltungen dürfen keinen weiterführenden Wettbewerbscharakter haben.


Wieder der Zwang zu töten der oft nicht nötig ist weil auch eine Verwendung für Besatzmaßnahmen geht und damit das lebende Hältern.
Punkt 4 ist auch etwas wo die Verbände komplett unterschiedlicher Meinung sind. Vom VDSF so erarbeitet, aber das DAV muss ja auch irgendwie das Nationalteam bestimmen.

Viele Vorstellungen des VDSF, und viele Regelungen die der VDSF vorgeschlagen hat, stehen also im Widerspruch zum Standpunkt des DAV. Und das sind Punkte die vielen der DAV Mitgliedern wichtig sind, denn man darf wohl davon ausgehen das jedes DAV Mitglied in den alten Bundesländern da Mitglied ist weil sie eben auch an den ganzen Hegefischen die der DAV veranstaltet teilnehmen. Daher sind auch die meisten meiner Bekannten DAV Mitglied, aber eben auch zwangsweise, weil der Verein mit den Gewässern vor der Haustür es ist, auch VDSF Mitglied.

Wenn ich dann mal überlege wie es z.B. bei einem einzigen aussieht.
Mitglied im selben Verein wie ich = 1x Mitglied in der VDSF Statistik
Mitglied im Nachbarverein A = 1x Mitglied in der VDSF Statistik
Mitglied im Nachbarverein B = 1x Mitglied in der VDSF Statistik
Mitglied im Nachbarverein C = 1x Mitglied in der VDSF Statistik
Mitglied im DAV Verein (ohne Gewässer, nur um an den Angeln teilnehmen zu können die der VDSF nicht bietet) = 1x Mitglied in der DAV Statistik.

Ein Angler also, der klar für die Prinzipien des DAV ist, aber um in seiner Heimat Angeln zu können Mitglied in 3 VDSF Vereinen ist, wird von den Vertretern seiner VDSF Vereine gleich 3x pro VDSF vertreten, aber nur 1x pro DAV.

Klingt komisch, aber die Stimmen bei Landesverbandsversammlungen usw. richteten sich ja nach der Mitgliederzahl, und bei 3 VDSF Vereinen wird er als Mitglied gezählt wenn es um die Stimmen geht und auch wenn es um die Mitgliedsbeiträge im VDSF geht.

Von daher ist es doch kein Wunder das es Widerstand gibt, denn der VDSF wird eben durch Doppelmitgliedschaften in beiden Verbänden mit der Stimme eines pro DAV Mitgliedes gegen Sachen stimmen für die der selbe Angler über seine DAV Mitgliedschaft stimmt. Es werden ja nicht die Mitglieder in mehreren Vereinen und Verbänden gefragt wie sie abstimmen wollen und dann die Stimmen bei den anderen Vereinen raus gerechnet.



Ich selber habe für einen großen Verband gestimmt, ABER mit einer anderen Satzung.

Wenn Du recht hast und der Gewässerpool und andere Sachen nicht angerührt werden sollen, warum gibt es dann den Passus das man den "normal eigenständigen" Landesverbänden etwas vorschreiben kann?

Wobei das sicher auch in manchen Teilen nötig ist, aber warum wird es dann nicht eben auch in der Satzung auch festgeschrieben das der Gewässerpool eigenständig bleibt? Wenn man den nicht will, dann kann man es doch auch festschreiben.

Warum wird nicht festgeschrieben das man sich die Angler freundlichste Lösung einsetzt statt wie bisher z.B. das töten von Fischen zu fordern die vom Landesgesetz her nicht getötet werden müssen?

Warum kämpft der VDSF Landesverband SH gegen die Lockerung des Touristenangelscheins und damit gegen die am angeln interessierten, sprich gegen die Angler? Der will eine durch den Gesetzgeber geplante, und Angler freundliche, Lockerung unbedingt verhindern.

Warum werden wir für den gesetzlich erlaubten Einsatz des Setzkeschers bei Hegefischen von unseren Nachbarverbänden beschimpft mit dem Hinweis das der VDSF sagt das sei nicht erlaubt?
Warum musste ich dem Vorsitzenden (oder Sportwart) des Nachbarvereins erst erklären das es möglich ist? Ich meinte Sa beim Angeln schöne Brassen, die hätte ich gerne als Besatz gehabt, schade das ihr nicht mit Setzkescher fischt. Antwort vom Verantwortlichen des Vereins "das ist ja nicht erlaubt". Antwort von mir, natürlich ist es erlaubt, machen wir ja auch. Das LAVES hat Richtlinien erarbeitet und es ist gibt einen Erlass der es unter gewissen Bedingungen erlaubt. Man muss es halt genehmigen lassen, aber das ist kein Problem. Antwort von dem Verantwortlichen "Echt? Davon weiß ich nichts, geht das wirklich?" Ich meinte ja, da und dort findest Du die Schreiben. Ist ein wenig Arbeit das einmal grundsätzlich zu klären, aber dann geht das bei uns zumindest recht einfach nachdem wird da mal alles mit der verantwortlichen Stelle abgeklärt haben. Der wollte sich dann auch mal schlau machen. Warum aber wird sowas halt nicht weiter kommuniziert vom Verband und statt dessen immer noch an der uralten Grundlage "alles töten" festgehalten?

Solche Sachen sind es eben die vielen Angst machen. Geplante Lockerungen werden vom VDSF bekämpft, bestehende nicht kommuniziert und statt dessen an alten, und nicht aktuellen, unnötig vom VDSF erschaffenen, Vorschriften festgehalten. Dazu eben noch die Erinnerung das der VDSF damals viele Regelungen gegen Angler geschaffen hat die gesetzlich nicht nötig waren und es auch immer noch nicht sind, bzw. das man damit manche Regelungen erst ins rollen gebracht hat die es ohne diesen Übereifer gegen die Mitglieder nicht gegeben hätte.

Also, Mitglieder richtig einbinden und deren Meinung einholen wäre ein wichtiger Punkt der bei dem Zeitplan nicht geht. Ich habe gestern erst wieder mit einem Obmann gesprochen (sowas wie ein lokaler Vorsitzender in unserem Verein, auf Landesebene ist er einem Vorsitzenden gleichgestellt da zu seinem lokalen Verantwortungsbereich des Vereins eben auch so knapp 1000 Mitglieder gehören) der sagte "Fusion? Die ist doch schon lange wieder vom Tisch". Der hatte null Ahnung vom aktuellen Stand. Wie sollen da die Mitglieder die sich nicht selbst darum kümmern erst etwas erfahren?

Dann eben grundlegende Prinzipien PRO Angler festlegen die nicht geändert werden können, und schon wäre ein Fusion eine tolle Sache.
So bleibt aber eben die Frage warum man sowas nicht aufnehmen will, wenn man doch sagt die Fusion findet statt um mehr Macht zu haben für die Arbeit pro Angler? Das ist doch der Grund der Fusion wird immer verkündet, zusammen haben wir mehr Macht für die Angler. Dann sollen sie aber eben auch kein Problem haben schon mal Prinzipien pro Angler auch gleich festzuschreiben und damit viele Ängste abzubauen. Die wissen ja von den Ängsten der Angler, aber sie machen es trotzdem nicht. Warum also wenn sie doch eh unsere Interessen besser vertreten wollen und das daher null Problemo wäre, WENN sie es auch ernst meinen.


rissfischer hat geschrieben:Mich als Mitglied des VDSF juckt das ganze herzlich wenig, wenn sich dadurch nicht die Jugendarbeit verschlechtert.


Tolle Aussage.
Dich interessiert es nicht wenn der neue Verband dann mal vorschreibt das man jeden Fisch töten muss den man gefangen hat, oder das man einen Setzkescher nicht mehr benutzen darf, oder das man der Touristenfischereischein abgeschafft wird, Hauptsache die Jugendarbeit verändert sich nicht bei Dir. Wenn sie sich bei uns verschlechtert weil sie den Setzkescher nicht mehr nutzen dürfen wäre es Dir also egal wenn Du ihn eh schon nicht nutzen dürftest? Wenn Du bei uns dann im Urlaub jeden maßigen Fisch töten müsstest, dann wäre es Dir auch egal wenn es bei Euch heute schon so ist?

Genau SO EINE Haltung ist es eben die vielen Angst davor macht. Die Leute die sagen ist mir alles egal wenn es anderen schlechter geht, so lange sich für mich nichts ändert. Holt doch denen den Gewässerpool ab, für mich verändert sich da nichts. Verbietet doch den Setzkescher, ich darf ihn auch nicht nutzen, usw. Vor solchen Leuten wie DICH haben halt viele Angst, eben weil sie meinen mit solchen mir doch egal Leuten, die ja wohl, beim VDSF die Mehrheit bilden, kann der VDSF dann später eben alles so abstimmen wie er möchte. Ist denen doch egal. Und wenn es Dir doch nicht egal ist, dann macht das nichts weil da ja eben in einem anderen Bundesland Angler sind die nicht unter 20 sind und denen die Jugendarbeit scheiß egal ist solange sich für sie dadurch nichts ändert. Die überstimmen dann locker Dich so wie Du sie vorher bei Sachen überstimmt hast die Dir scheiß egal waren, und denen nicht.

Wenn aber die Angler sagen würden es ist ihnen nicht scheiß egal, sondern eben darauf drängen würden einige Grundsätze aufzunehmen, dann würde es anders aussehen. Wenn in der Satzung stehen würde der Verband muss sich dafür einsetzen die Bürokratie abzubauen und die Angler freundlichste, gesetzlich mögliche, Regelung für alle Angler durchzusetzen, DANN müsste er sich auch dafür einsetzen das Du den Setzkescher nutzen darfst, das es bei Euch den Touristenangelschein gibt, das gesetzliche Nachtangelverbote (gibt es in manchen Bundesländern) aufgehoben werden, ect. Der Verband MÜSSTE sich also dafür einsetzen das es bei Euch so gut bleibt wie es schon ist, ODER das es noch besser wird wenn es bei Euch irgendwelche Regelungen gibt die Angler feindlich sind und gesetzlich normal kein Problem darstellen (Setzkescher Einsatz, ect). Denn MIT solchen Grundsätzen in der Satzung kann es nur besser werden, ohne die kann es auch schlechter werden. Von daher sollte es Dir nicht egal sei.

Benutzeravatar
donlotis
Zander
Zander
Beiträge: 972
Registriert: 08.09.2003 - 14:56
Kontaktdaten:

Beitragvon donlotis » 21.09.2011 - 19:53

Taxler hat geschrieben:
donlotis hat geschrieben:Bei der Umfrage fehlt der Button "Ist mir völlig egal"!
Den hätte ich wohl genutzt. Diese beiden Altherrenvereine haben mich noch nie interessiert.

Gruß Don

Ich habe den Egal-Button nun noch hinzugefügt

Ich vergaß, dass es zu jedem auch noch so wichtigen Thema "Egal-Leute" gibt 8)


Nein, nur Egal-Themen sind mir egal! ;-)

Hoffentlich kriegt man die Verhandlungen/Diskussionen nicht im Ausland mit, da müsste man sich ja schämen!

Gruß Don
nureinestunde



BildBild

Kai S.
Hecht
Hecht
Beiträge: 3473
Registriert: 14.11.2008 - 2:00
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Kai S. » 22.09.2011 - 0:37

Die aktuelle Seite vieler aktiver DAV Angler und VDSF Mitglieder.
http://www.fusion-nein-danke.de/

Raubfischer92
Zander
Zander
Beiträge: 1456
Registriert: 24.01.2008 - 23:14
Wohnort: 65817 Eppstein-Bremthal

Beitragvon Raubfischer92 » 22.09.2011 - 2:06

Mal ne ganz blöde Frage:
Inwiefern würde mich denn der Zusammenschluss überhaupt betreffen?
Ich würde mal schätzen 95% der Gewässer liegen doch eh in Vereins- oder Privater Hand, und sind daher vom Verband nicht betroffen oder seh ich das falsch?
Gruß Moritz
G-Loomis Fear no fish

Innfischer
Barsch
Barsch
Beiträge: 146
Registriert: 26.09.2008 - 9:00
Wohnort: Oberbayern

Beitragvon Innfischer » 22.09.2011 - 8:45

Hallo Moritz,
hallo miteinander,

letztlich geht es um die angeblich einzig und allein seligmachende „richtige“ Angelpolitik oder Angelreligion. Es gibt zwei Glaubensrichtungen, nämlich VDSF (alte Bundesländer) und DAV (neue Bundesländer). Der Unterschied ist vielleicht so wie zwischen katholisch und evangelisch. Für einen Normalsterblichen kaum wahrnehmbar, für einen Theologieprofessor riesengroß. Die hohen Priester beider Religionen lassen für die Reinheit der Lehre Glaubenskriege führen.

Für die meisten ist die Feinauslegung der Glaubenssätze bedeutungslos – sowohl in der Religion als auch in der Angelpolitik.

. . . . . . . .

Anglerfundamentalist an das Volk: „Die Lage ist ernst – aber nicht hoffnungslos“.

Anglerluftikus an das Volk: „Die Lage ist hoffungslos – aber nicht ernst“.


Servus
Innfischer

Benutzeravatar
Onkel Tom
Admin
Admin
Beiträge: 7176
Registriert: 23.01.2008 - 20:15
Wohnort: Eisenhüttenstadt

Beitragvon Onkel Tom » 22.09.2011 - 10:03

Nun ja, ganz so einfach würde ich das nicht gleich stellen. ;)

Nur mal ein paar "Besonderheiten" des LAV Brandenburgs (Teil des DAV) aufgezählt, die derzeit noch gültig sind:

- jedes Vollmitglied eines beliebigen DAV zugeordneten Vereins (Jahresbeitrag ~70 € +/- ) hat Gewässer mit einer Gesamtfläche von ~30.000 Hektar zur freien Verfügung, ohne weitere Kosten (Gewässerpool). Zudem ist es als Vollmitglied möglich für einen kleinen Obolus zusätzliche Angelberechtigungen für Gewässer von z.B. Fischern dazu zu kaufen. So viel kann man in einem Leben gar nicht beangeln und es wurden bisher von Jahr zu Jahr mehr.

- Es ist hier überall und immer möglich, die komplette Nacht durch zu angeln. Von einem "Nachtangelverbot" keine Spur.

- Die Verwendung eines Setzkeschers beim Friedfischangeln ist hier gelebte Praxis, von einem Verbot keine Spur.

- Gemeinschaftsangeln werden von jedem Verein mehrfach im Jahr durchgeführt, ohne jegliche Probleme.

- Es ist seit einigen Jahren hier jedem gestattet, ohne Fischereischein auf Friedfische zu angeln. Er ist für diese Angelei genauso unnötig wie eine abgelegte Prüfung. Einzig die gezielte Angelei auf Raubfische bedarf weiterhin einem Fischereischein.

Das sind jetzt nur mal ein paar "Errungenschaften", die das Angeln hier in den letzten Jahren geprägt haben und die viele andere Angler deutschlandweit sehr gerne auch haben würden.

Man muss sich also die Frage stellen, ob ein neuer Dachverband, egal wie der denn nun heißt, diese Freizügigkeit für alle deutschen Angler ermöglichen möchte oder nicht? Das wäre ja nun, bei der Erstellung einer neuen Satzung wirklich kinderleicht. Man schreibt bestimmte angelfördernde Maßnahmen unwiderruflich fest und gut ist. Erfolgt so etwas nicht, muss man sich ernsthaft fragen warum nicht? Bei all dem, was ich zu diesem Thema in den letzten 12 Monaten gesehen, gehört und gelesen habe, habe ich da schlicht und ergreifend ernsthafte Zweifel. Ich kann mir langfristig beim besten Willen nicht vorstellen, das es in Zukunft "besser" wird, egal in welcher Angelegenheit. Jeder einzelne Angler hat nur dann einen Vorteil von einem gesamtdeutschen Anglerverband, wenn dieser auch mit gemeinsamer Stimme für jeden einzelnen Angler eintritt, dass heißt, unsinnige Gesetze bekämpft, für ein freizügiges Angeln eintritt, Restriktionen gegen Angler abbaut usw....
virtueller Schankwirt der Blinker-Onlinekneipe
Onkel Tom's Hütte