Ab 01.08.2008: Rauchverbot in bayerischen Kneipen

  • Zitat von Der Junge mit der Angel

    Darf man in der Kirche eigentlich rauchen? :?


    "In de Pals gett de Parr mit Patoffle un de Peif in de Käsch."



    Aber nur dort.
    Die Rauchwaren verbleiben, wenn nicht schon vorher woanders, in der Sakristei. Geht nix - außer Weihrauch (und bei uns Evangelischen geht auch der nicht).

    Schon eine Schande, dass man jetzt Kneipen mit Kirchen gleichgestellt hat. :roll:

  • Noch etwas:
    Es liegt auch an seinem 68er-Trauma, dass Benedikt XVI. in seiner Enzyklika im Kommunismus nach wie vor die Bedrohung Nr. 1 sieht, aber für die Bedrohungen vonseiten des Wirtschaftsliberalismus westlicher Prägung völlig unsensibel ist.


    Also: Die 68er hätten mal weniger in Kirchen rauchen und auf Altäre k****n , und mehr nach den Gemeinsamkeiten ihrer Ziele mit dem christlichen Glauben suchen sollen.

  • Zitat von reverend

    Noch etwas:
    Es liegt auch an seinem 68er-Trauma, dass Benedikt XVI. in seiner Enzyklika im Kommunismus nach wie vor die Bedrohung Nr. 1 sieht, aber für die Bedrohungen vonseiten des Wirtschaftsliberalismus westlicher Prägung völlig unsensibel ist.


    Also: Die 68er hätten mal weniger in Kirchen rauchen und auf Altäre k****n , und mehr nach den Gemeinsamkeiten ihrer Ziele mit dem christlichen Glauben suchen sollen.


    Hi reveverend,


    bisher habe ich viele Deiner Beiträge mit Interesse gelesen! Als Themenstarter dieses Threads tritts Du für mich aber diesmal voll in die Schei**e, und das auch noch selbsterklärtermaßen vorsätzlich!


    Es tut mir leid, wenn ich hier (und das auch noch in meinem ersten Beitrag in diesem Forum) etwas heftig auftrete, aber ich kann nicht anders reagieren! Deine Art, mit diesem Thema umzugehen ist derartig verharmlosend, dass sie schon an Aufforderung zu vorsätzlicher Selbstvertümmelung der eigenen Person und Körperverletzung anderer Personen grenzt! Wenn das nicht von Dir beabsichtigt war, schätzt Du die Wirkung Deiner Beiträge auf abhängige Raucher falsch ein.


    Ich weiß wovon ich rede, weil ich über 30 Jahre lang Kettenraucher war, und vor dreieinhalb Jahren aufgehört habe zu rauchen. Das hat mir sicher das Leben gerettet, aber meine ungesunde Vergangenheit hat mich trotzdem wieder eingeholt. Herzoperation mit einigen Bypässen wegen KHK vor drei Monaten. Verdammt unangenehm und sehr tiefgreifend lebensverändernd, kannst Du mir glauben!


    Ich bin kein militanter Nichtraucher, sondern eher ein verständnisvoller Exraucher. Mir macht die Gegenwart rauchender Bekannter nix aus, solange mir der Rauch nicht ins Gesicht geblasen wird. Wenn doch, würde ich mich melden, aber in dieser Situation war ich bisher noch nie.


    Es gibt sicher verschiedene Rauchertypen, genau so wie es verschiedene Typen bei den Konsumenten von Alkohol gibt. Die Palette reicht von Genuss bis Sucht. Und auf nikotinabhängige Raucher wirken Deine Beiträge wie Rechtfertigungen (Selbstbestimmung und Persönlichkeitsentfaltung), die tödlich ausgehen können!


    Gruß, Werner


    PS: Ich gehe gerne fischen und ab und zu mal in die Kneipe, um in geselliger Runde ein Bier zu trinken. Von Rauchverboten halte ich nicht viel, weil Verbote dazu animieren, sie zu ignorieren. Der Wunsch nach der Fluppe entsteht durch das Nikotin im eigenen Kopf und wer aufhören will, sollte sich damit näher befassen.

  • Ich bin als reiner Pfeifenraucher - OK, ab und zu mal ein Zigärrlein mag ich auch ganz gerne - ein reiner Genussraucher mit einigermaßen kultivierter Rauchkultur, was u.a. reines Paffen ohne Lungenzüge einschließt.
    Zigaretten verabscheue ich.


    Hätte ich das deutlicher sagen sollen?


    Mir ging es um dieses unsinnige, populistische Gesetz, nicht um die Frage, ob Rauchen gesundheitsschädlich ist. Das ist es - ohne Zweifel.


    Als Genussraucher unterscheide ich mich dann eben auch von den Zigarettenrauchern, die mal eben rasch für fünf Minuten vor die Tür gehen können.
    Mach das im Winter mal mit einer Pfeife, an der du eine Dreiviertelstunde paffst! All die Gemütlichkeit und Bedächtigkeit, die mit dem Pfeifenrauchen einhergeht, kannst du damit vergessen.
    Also: kein Bock mehr auf Kneipe.

  • Zitat von pinn

    Hi reveverend,


    bisher habe ich viele Deiner Beiträge mit Interesse gelesen! Als Themenstarter dieses Threads tritts Du für mich aber diesmal voll in die Schei**e, und das auch noch selbsterklärtermaßen vorsätzlich!


    Sorry, sehe ich aber grundsätzlich anders. Rev. vertritt die Auffassung, dass er ein RV in Speisegaststätten befürwortet, in Bierpinten jedoch ablehnt. Diese Auffassung teile ich uneingeschränkt. Als Konsequenz hieraus wird er nicht mehr in Pinten gehen, auch wenn es ihn schmerzt. Ebenso meine Meinung. Wenn man zur Raucherfraktion gehört, dann sind die vorgebrachten Argumente doch absolut verständlich, die der NR-Fraktion ebenso. Einzig die Ex-Raucher treten bisweilen recht militant auf.
    Leute - ich gönne Euch den Erfolg, ihr habt es geschafft vom Tabak loszukommen. Darum beneide ich Euch und drücke die Daumen, dass ihr es durchhaltet. Aber lasst doch auch mal die zum Teil guten Argumente der Raucher gelten. Kein Raucher wird sagen, dass Rauchen nicht gesundheitsschädlich ist, auch die wenigsten werden sagen können, das eine Zigarette schmeckt.


    Übrigens muss ich mal allen Diskussionsteilnehmern ein großes Lob aussprechen: Finde es klasse, das der Threat friedlich verläuft, ohne dass Mitglieder der einen Mitglieder der anderen Gruppe anfeinden - weiter so.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Zitat von reverend

    Die Rauchwaren verbleiben, .............


    reverend


    :shock: :shock: ich bin entsetzt, was steckst du dir denn in dein Pfeifchen? Den Begriff "Rauchwaren" verbinde ich mit Pelze und Felle. :) Das was man raucht, nennt man doch Tabakwaren!


    Oder bröselst du dir während deiner Arbeit an einer Predigt etwa einen Zobel in deine Pfeife?? :lol: ;) :lol:


    Gruß Tina

  • Zitat

    Oder bröselst du dir während deiner Arbeit an einer Predigt etwa einen Zobel in deine Pfeife??


    Ja, bist du des Wahnsinns? :lol:
    Zwischendurch gehe ich bei der Predigvorbereitung höchstens (mit der Pfeife im Mund) an den Bindestock und binde aus dem Zobel (OK, Hase geht auch) eine schicke Fliege. ;)

  • Ach woher.
    Ich predige so engagiert, dass mir dabei die Pfeife doch glatt aus dem Mund fiele. :badgrin:


    Ich weiß auch nicht, was außer gutem Tabak (obwohl der nicht bröselt; denn das macht nur ausgetrockneter alter Tabak) man sich in die Pfeife "bröseln" könnte.

  • Naja ... alles was in so einen guten Prohibitionsthread halt so reinpasst.


    Zurück zum Thema: Ich habe mich bisher zurückgehalten, wohne aber in einem Bundesland, in dem es schon jetzt Rauchverbot in Kneipen etc. gibt. Und ich finde es gut. Erstens stinken die Klamotten nicht mehr so, zweitens hat man am nächsten Tag weniger Kopfschmerzen (das hängt nämlich auch mit dem aktiv wie passiv zu sich genommenen Rauch zusammen!) und drittens kann man wie ich als Exraucher bestens weiß auch ohne Kippe entspannen ... man muss es halt wollen und notfalls lernen.


    Dass der Staat sein Interesse erkannt hat mich vor Passivrauch (und die Krankenkassen etc.) zu schützen, hat lange gebraucht, ich finde es aber uneingeschränkt richtig. Privat soll jeder machen was er will (s.o.), sobald es andere Leute betrifft nicht.

  • OK, Lounger, in die Kneipe kannst du alleine gehen.
    Da komm ich einfach nicht mit.
    Es sei denn, es handelt sich um einen Biergarten unter freiem Himmel.
    Und falls wir mal zusammen angeln sollten und du dabei über meine Pfeife meckerst, liegst du im Wasser. :badgrin:

  • Zitat von reverend

    Ich bin als reiner Pfeifenraucher - OK, ab und zu mal ein Zigärrlein mag ich auch ganz gerne - ein reiner Genussraucher mit einigermaßen kultivierter Rauchkultur, was u.a. reines Paffen ohne Lungenzüge einschließt.
    Zigaretten verabscheue ich.


    Hätte ich das deutlicher sagen sollen?


    Hi reverend,
    meine Antwort ist selbstverständlich "ja".



    Sorry, das ist ein logischer Knackpunkt für mich.


    Militante Exraucher finde ich genauso anödend wie die Kämpfer für die Freiheit der Raucher. Beide haben für mich einen an der Klatsche, weil sie das Problem nicht realistisch erfassen!


    Ich mag Kneipen und wenn da geraucht wird ist das halt so. Je weniger da geraucht wird umso lieber sind sie mir, aber das entscheidende Kriteriun sind für mich die Leute, die ich da treffen kann, also das Publikum. Es gibt Leute, mit denen ich gerne zusammen bin und Leute, die mich langweilen.


    Gruß, Werner

  • Zitat

    Lieber reverend, das is'ne Aussage, die verschiedene Interpretationen und Kommentare zulässt, zum bleistift:
    1. Dein Problem
    2. Du hast eventuell ein Problem hinter dem vordergründigen Problem mit Rauchverbot
    3. Du liebst Gemütlichkeit und Bedächtigkeit über alles und bist froh darüber, einen Grund gefunden zu haben, von Dir als ungemütlich und unbedächtig empfundene Runden zu meiden


    Was sind denn das für Methoden?
    Oppositionellen zu unterstellen, dass sie ein Problem haben - das erinnert ja fast an totalitäre Systeme. :roll:
    Nicht das herrschende System ist das Problem, nein, wer es kritisiert, hat eins.


    Das finde ich nun in der Tat anödend und unsachlich.


    Problem sind da um gelöst zu werden.
    Meine Lösungsvorschläge habe ich genannt:
    Änderung meines Konsumverhaltens - ich meide künftig Kneipen.
    Eine andere Möglichkeit wäre der zivile Ungehorsam:
    Kneipenboykott durch alle Raucher, Boykott der Deutschen Bahn durch Raucher, Boykott des Oktoberfestes durch Raucher.
    Und dann eben die Wahlen:
    Ich habe übrigens keinen von diesen "rumeiernden Politikern" gewählt, die in Bayrischen Landtag die absolute Mehrheit haben. Deren Partei boykottiere ich nämlich auch.

  • Zitat von reverend

    Was sind denn das für Methoden?
    Oppositionellen zu unterstellen, dass sie ein Problem haben - das erinnert ja fast an totalitäre Systeme. :roll:
    Nicht das herrschende System ist das Problem, nein, wer es kritisiert, hat eins.


    Das finde ich nun in der Tat anödend und unsachlich.


    :) Danke, dass Du mich mit dem herrschenden System vergleichst und auf eine Stufe stellst. So wichtig bin ich aber wirklich nicht!


    Auch betrachte ich Dich nicht als Oppositionellen, was Deinen Standpunkt zum Rauchverbot betrifft, sondern als Repräsentanten einer Gruppe innerhalb der Bevölkerung, die keine Minderheit ist. Dass Ihr Euch politisch nicht behaupten konntet, ist aber nicht mein Problem als Exraucher. Und Minderheitenschutz mag ich Euch Genussrauchern nicht zugestehen, dafür seid Ihr zu viele!


    Meinen Standpunkt und meinen Diskussionsstil finde ich übrigens sehr moderat bei diesem Thema, denn man kann viel schneller und viel länger tot sein als man denkt, wenn man den Nikotingenuss nicht im Griff hat! Das ist für viele nikotinabhängige Mitmenschen ein "entweder-oder-Problem" ohne Zwischenlösungen.


    Genau aus diesem Grunde und nicht zuletzt weil ich selber betroffen war bzw. bin, reagiere ich möglicherweise etwas allergisch auf Diskussionen, die das Thema Rauchen tendenziell verniedlichen. Das wäre dann freilich ein Problem von mir.


    Ich fürchte, dieser Zug ist längst abgefahren.


    Gruß, Werner

  • Zitat von pinn

    Ich fürchte, dieser Zug ist längst abgefahren


    Heute, 11.12.2008 auf der Titelseite der Chiemgau-Zeitung (sicher auch in anderen Printmedien):



    Der Zug ist erst ins Rollen gekommen.

  • Es handelt sich um ein Zitat. Darum ist der Parteiname auch genannt.
    Natürlich ist mir klar, dass es in wohl sämtlichen politischen Parteien Befürworter und Gegner des neuen Nichtraucherschutzgesetzes gibt.


    Es wäre auch schade, wenn dieser Thread nun in eine von der Redaktion nicht geduldete parteipolitische Diskussion ausarten würde.

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