Schnur zum Spinnfischen auf Wels

  • Dem Wels ist der Schnurdurchmesser eh egal deshalb macht es kaum Sinn dünne Schnur zu verwenden.


    Gerade wenns in Ecken geht wo es große Welspopulationen mit großen Fischen gibt, würde ich keine Kompromisse eingehen.


    Und die Aussage das man im See ruhig dünnere Schnur verwenden kann halte ich auch für falsch. GERADE in Seen gibt es oft mehr Hindernisse durch Totholz oder diverse andere Dinge als in einem schnell fließenden Fluss wie der Rhein als Beispiel. Da gibts meist nur die Steine am Grund.

    !!!mehr als nichtsfangen kann man nicht!!!


    spreche hiermit für alle rhein herne kanal angler ;) ihr wisst was ich meine

  • Zitat

    Ich habe es zwar noch nicht selbst erlebt, aber Bekannte von mir waren schon hier und da an einem der Ebro-Stauseen und diese haben mir berichtet, dass sie und andere dort noch derberes Gerät verwenden und ein "Abschleppseil" als Schnur, da dort beim Aufstau Olivenhaine überflutet wurden und die Fische diese Möglichkeit nur allzugerne aufsuchen, sie also oftmals keinen einzigen Meter Schnur erhalten dürfen, sonst sind sie verloren.


    Ich schrieb ja auch in Deutschland.
    Wenn ich vom Boot aus fische kann ich mich sehr schnell über den Fisch pumpen und dann hat man schon halb gewonnen.
    Das sag ich so weil mir kann keiner erzählen das er mit seiner Rute über 30kg heben kann( das ist nötig um die Schnur zu reißen) und die gefahr das der Wels, wenn man direkt über ihm ist, sehr gering ist in ein Hinderniss schwimmt
    Es stimmt aber auch das ich nicht unbedingt aus eigener Erfahrung spreche. Meine Welse waren bis jetzt noch nicht so groß. Mir aus auch klar das "umso dicker umso besser" gilt und Wels fast blind ist. Aber, wie z.B. Paddi, hat man oft mit kleineren Spulen zu tun.

  • Zitat

    100 Meter ordentliche Schnur reichen !


    Sag ich doch, und der Gerd sagts auch. Wer wagt es jetzt noch uns zu widersprechen ;-) ?

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • Zitat von Jakob1995

    Ich schrieb ja auch in Deutschland.


    In Deutschlands Stillgewässer gibt es keine überfluteten Olivenhaine, in sofern hast Du Recht. Allerdings ist mir kein Gewässer bekannt, auf dessen Grund sich keine Hindernisse befinden, in dass die Waller zielgerichtet schwimmen, die klinisch reine Forellenpu..badewannen mal ausgenommen.


    Zitat von Jakob1995

    Wenn ich vom Boot aus fische kann ich mich sehr schnell über den Fisch pumpen und dann hat man schon halb gewonnen.


    Das ist richtig, wenn Du direkt über dem Fisch bist, kannst Du wesentlich mehr Druck auf ihn ausüben. Allerdings ist es einem größeren Fisch relativ schnuppe, er wird das Boot ziehen, wenn er in Fahrt kommt. Und dann auch ein angestrebtes Hindernis erreichen. Das Boot ist ja schließlich frei auf dem Wasser, es ist zwar eine träge Masse und ermüdet den Fisch schnell, aber es hält ihn nicht auf. Aber gewonnen hat man dann noch nicht viel. Es ist zwar oft zu lesen, aber irgendwas muss ja geschrieben werden.


    Zitat von Jakob1995

    Das sag ich so weil mir kann keiner erzählen das er mit seiner Rute über 30kg heben kann( das ist nötig um die Schnur zu reißen) und die gefahr das der Wels, wenn man direkt über ihm ist, sehr gering ist in ein Hinderniss schwimmt


    Es hat auch niemand behauptet, dass er 30 Kilo über die Rute hochhebt. Aber der Fisch kann mit wesentlich mehr Kraft und Gewicht nach unten ziehen :lol:



    Zitat von Jakob1995

    Aber, wie z.B. Paddi, hat man oft mit kleineren Spulen zu tun.


    Ab einer gewissen Mindestgröße ist es egal - dann zählt nur Stabilität.

  • Zitat von Korsikaphil

    Mit der Meinung stehst du ziemlich allein da. Lies doch mal ein Karpfen-Special bei der Blinker-Konkurrenz, und staune.


    Ich kann dich beruhigen, ich bin selbst in dem Forum unterwegs. Und ich möchte gerne eine Wette mit dir eingehen, dass mehr Leute auf meiner Seite sind, als auf deiner. Da würde ich mein Tackle drauf verwetten.



    Im Gegensatz zu dir tummeln sich da nämlich ein Haufen Angler, die ihren Fisch, dem Karpfen über alles lieben und dessen Leben niemals "leichtsinnig" aufs Spiel setzen dadurch, dass sie mitten in Hindernissen angeln. Auch sie wägen immer ab, wie groß die Gefahr ist den Fisch zu verlieren. Natürlich wird an Hindernissen geangelt, ist auch logisch, weil die Fische dort Schutz haben und sich demnach auch dort aufhalten.
    Und sollte ich wirklich der EINZIGE sein mit der Meinung und dem Handhaben, was ich dir nicht glaube, weißt du was???
    DANN BIN ICH DA SEHR STOLZ DRAUF!!!!!


    Es gibt auch genügend andere die um jeden Preis einen Fisch landen wollen, auch auf Kosten des Fisches selbst, aber wenn du dich zu denen zählst, dann ist jegliche Diskussion mit dir in meinen Augen verschwendete Zeit.



    Zitat von Korsikaphil

    Sag ich doch, und der Gerd sagts auch. Wer wagt es jetzt noch uns zu widersprechen ;-) ?


    Ich.
    Denn es mag sein, dass im Rhein die 100 Meter reichen und das man mit einem ordentlichem Gerät soviel Parolie bieten kann, dass der Waller keine Chance hat einige Meter von der Rolle zu ziehen. Aber mir persönlich wären ein paar Meter mehr wesentlich sicherer.
    Lass ihn 60 Meter auswerfen. Gerd sagt, die dann noch vorhandene Schnur reicht. 40 Meter sind dann also noch drauf und wenn ein Waller von über 2 Meter mit Vollgas mit der Strömung abzieht.
    Also ich unterschreibe da nichts.


    Ich gebe zu, dass Gerd sehr viel mehr Erfahrung haben wird in dieser Sache, aber ich sage mir, warum mit 100 Meter zittern und "eventuell" den Fisch seines Lebens verlieren, als sich gleich was ordentliches zu holen und auch im Falle von 101 Metern Schnurabzug inkl. Wurf seinem Fisch des Lebens weiter drillen zu können.


    Also wie gesagt, es mag möglich sein, eventuell sogar sehr gut möglich, aber in meinen Augen als Wallerlaien ist es zu knapp.


    Und da brauchst du, Korsikaphil, nun auch nicht damit kommen, der und der ist auf meiner Seite, haha wer traut sich nun noch was gegen mich zu sagen ...
    Denn das was du hier schon geschrieben hast, würde mir allein schon genug Möglichkeiten bieten gegen dich was zu sagen, aber ich will und muss auch kein Recht bekommen, geschweigedenn mich gegen andere, die eventuell im Unrecht sind so dermaßen aufspielen.

  • Also stabil ist die Rolle, da bin ich mir sehr sicher und so klein ist sie ja nun auch wieder nicht. Ich habe jetzt auch nicht genau nachgemessen ob 100 oder 120m auf die Spule passen. Ich denke wenn sich ein dicker Wels in die Starke Strömung stellt und es schafft ohne halt zu machen 50m Schnur von der Rolle zu ziehen wird es eh eng werden, auch mit 200m Schnur auf der Spule.

  • Ja der Meinung bin ich auch sobald der Wels es schafft sich in die Strömung zu stellen hörst du die Bremse nur noch so summen also musst du mit sehr dicker Schnur ihn gleich von anfang an von der Ströhmung fernhalten auch wenn du dann nicht mehr so viele reserven hast.

  • Ohne jetzt eine anerkannter Wallerexperte zu sein, finde ich hier manche Gedanken ziemlich merkwürdig.


    Nur mal nachgefragt, welche euch bekannte Rolle hat denn eine maximale Bremskraft von sagen wir mal mehr als 15 kg (<--- schon dass ist mir nicht bekannt)?


    Ich wage mal zu behaupten, dass ich es mit keiner Spinnrolle der Welt schaffe, eine 20 kg tragenden Geflechtschnur zum reißen zu bringen, selbst bei absolut zugeknallter Bremse nicht. Bevor das passiert, geht mit die Rute kaputt, wenn ich kein entsprechendes Gerät gewählt habe.


    Was spricht also dagegen, eine 20 kg Schnur zu verwenden, wenn ich dadurch doppelt so viel auf die Spule kriege? Die reißt nicht, auch nicht, wenn ich mich voll ins Gerät lege und die Bremse zu ist. Wenn der Wels groß (stark) genug ist, Schnur von der zugeknallten Bremse zu ziehen, wird ihn auch keine 40 kg Schnur davon abhalten. Wenn es um Abriebfestigkeit gehen sollte, kann man ein entsprechend starkes Stück Mono (Hardmono) vor die Hauptschnur schalten, aber in einer 30-40 kg Schnur sehe ich einfach keinen Sinn.


    Aber wie gesagt, ich bin ja auch kein Experte, vielleicht sehe ich das auch falsch.

  • Nein, deren Bremsen haben mit Sicherheit auch keine Bremskraft, die eine solche Schnurstärke erklärt.
    Vielleicht kann uns ja mal einer der erfahrenen Welsangler genau erklären, warum es unbedingt eine 40 kg Schnur braucht.
    Es gibt sicher Gründe dafür, die sich mir im Moment nur noch nicht erschließen.

  • Zitat von Onkel Tom


    Was spricht also dagegen, eine 20 kg Schnur zu verwenden, wenn ich dadurch doppelt so viel auf die Spule kriege? Die reißt nicht, auch nicht, wenn ich mich voll ins Gerät lege und die Bremse zu ist. Wenn der Wels groß (stark) genug ist, Schnur von der zugeknallten Bremse zu ziehen, wird ihn auch keine 40 kg Schnur davon abhalten. Wenn es um Abriebfestigkeit gehen sollte, kann man ein entsprechend starkes Stück Mono (Hardmono) vor die Hauptschnur schalten, aber in einer 30-40 kg Schnur sehe ich einfach keinen Sinn.


    Ich denke es geht in erster Linie tatsächlich um Abriebfestigkeit resp. Robustheit. Und die ist besser auf der ganzen Länge gegeben als nur im Vorfach/Schlagschnur.
    Außerdem vergisst du bei deinen Bremstheorien, dass im Extremfall der Angler die Spule noch mit der Hand halten kann. Wenn ich weiss, dass der Wels in ein Hindernis kann oder in die Hauptströmung und ich ihn deshalb halten *muss*, dann ist das die letzte Rettung oder zumindest der letzte Versuch ihn noch zu kriegen. Das sind Situationen in denen ein dicker Durchmesser was bringt, aber eine grössere Reserve total unnütz ist.

  • Ich finde es immer "lustig", wenn Erfahrungswerte von "mikrigen" Meterhechten oder Boily gemästeten Karpfen
    in Drill eines ü-200er Wallers eingebracht werden 8)


    Wenn Ihr mal so ein Teil an der Strippe habt dann wisst Ihr, warum versierte Wallerangler mit derart derbem Gerät,
    also mit Hauptschnüren jenseits der 60kg-Marke und Vorfächern über 100kg Tragkraft, agieren.


    Das was da ein Waller beim Drill an Energie freimacht ist nicht zu vergleichen
    Alleine die Schwanzschläge auf die Schnur sprechen eine deutliche Sprache.


    Wenn ich nicht gerade über 100m abspannen will genügt eine Rolle mit ca. 100m 60er
    wenn das Gerät entsprechend gewählt ist.


    Volker selbst hat einen richtig Großen verloren weil er vom Gerätehändler nur ne 4oer Hauptschnur aufgespult bekommen hatte
    Ich selbst habe schon nen kleineren Waller (140er) mit gerissenem unterdimensioniertem Vorfach gefangen
    der durch den erneuten Drill von dem angerosteten Drilling, der im Kiemenbereich hing, schwer verletzt wurde


    Keine Ahnung warum immer alle auf Waller angeln wollen aber bei Gerät und Schnur immer ihr Zeug für Karpfen und Hecht hervor zerren.


    Wer ernsthaft auf Waller angeln möchte sollte sich von dem Schwachsinn verabschieden
    immer so "leicht wie möglich" angeln zu wollen.


    Mal ne Frage am Rande:
    Schämt Ihr Euch etwa mit kräftigem Wallergerät ...?

  • Warum sollte ich mich schämen? Ich würde nur gerne wissen ob meine 100-120m Schnur auf der Rolle genügen. Wie gesagt, die Rollen ist sehr stabil und die Rute hält, so denke ich zumindest, auch was aus. Meine Schnur trägt ca. 40 kg zum Spinnfische und für den Ansitz auf Waller benutze ich eine Medalist 80 mit 50er Powerline. Ich möchte nur gerne wissen ob das Spinngerät so passt, wenn ich zum Spinnen zu dicke Schnur verwende komme ich damit erstens in der Strömung nicht klar und zum anderen fasst die Rolle, die wie gesagt stabil und schon schwer genug ist, eben nicht genug 50er oder gar 60er Geflecht.

  • Wenn Du ordentliches Gerät benutzt, dann brauchst Du nicht mehr Schnur auf der Rolle 8)


    Selbst wenn Du schwere Wallerblinker mit starker Schnur wirfst, dann wirst Du nicht viel mehr wie 50m weit damit kommen.
    Wenn dann das Gerät hält, dann lässt Du den Waller sowieso nicht "laufen"
    Bevor ein Waller durch Rollenbremskraft müde wird hat er schon seine Unterstände aufgesucht.
    Die Bremse alleine hält nen großen Waller, selbst wenn Du sie voll zuknallst, nicht.
    Jedoch Til hat es bereits angesprochen:
    Du hältst mit der Hand die Spule auf der Rolle fest und hinderst den Waller an der Flucht von Dir weg


    ... und dann hängt es nur von der Gesamtmontage ab ... bricht oder bricht nicht ;)

  • Zitat von Taxler


    [...]
    Das was da ein Waller beim Drill an Energie freimacht ist nicht zu vergleichen
    Alleine die Schwanzschläge auf die Schnur sprechen eine deutliche Sprache.
    [...]


    Da liegt der Hund begraben. Es sind die Belastungsspitzen die abgefangen werden müssen.

  • Taxler, Zum Ansitzangeln in form von Bojen und Unterwasserposenmontage verwende ich 3 Black cat Ruten, 2x die Big Baiter und einmal die Lifter 270. Als Rollen habe ich 2 Sargus 8000 und eine Dicke Multi. Alle rollen sind mit 40er gefochtene bespult weil ich es für locker ausreichend halte in meinem See da er einer Badewanne gleicht ohne Hindernisse und Hauptströmung. Was spricht dagegen eine 30er Schnur zu verwenden beim Spinnfischen vom Boot aus?

  • Zitat

    Wenn Du ordentliches Gerät benutzt, dann brauchst Du nicht mehr Schnur auf der Rolle Cool


    Okay, dann werd ich auf mein Gerät vertrauen falls ich wirklich mal in die Verlegenheit komme einen dicken Wels an die Rute zu bekommen. Ich hoffe die Rute hält was sie verspricht, der Rolle trau ich schon einiges zu.
    Vielen Dank für eure Ratschläge, jetzt kann die Zanderschonzeit kommen.
    Gruß und Petri Heil
    Paddi

  • Zitat von Jakob1995

    Was spricht dagegen eine 30er Schnur zu verwenden beim Spinnfischen vom Boot aus?


    Gegenfrage:
    Was spricht denn dafür, wenn sowieso keine großen Wurfweiten zustande kommen (müssen)
    und daher keine enormen Schnurreserven benötigt werden?


    Die Diskussion hier erinnert mich an die Stahlvorfach/Hardmono Geschichten beim Zanderfang bei Hechtaufkommen.

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