Haken ohne Widerhaken

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GrundelMax

Haken ohne Widerhaken

Beitragvon GrundelMax » 30.08.2010 - 15:20

In vielen Ländern wird diskutiert ob Haken mit Widerhaken verboten werden sollen?
Ich meine Haken mit Widerhaken gehören Verboten und sind nicht mehr Zeitgemäß, seit Jahren fische ich mit Haken ohne Widerhaken und fange genauso viele wie vorher!
Power Carp
WS spezial Barbless
Piercer diese Haken kann man empfehlen.
Petri Heil GrundelMax

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andal
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Beitragvon andal » 30.08.2010 - 16:04

Nicht ohne und nicht mit, aber dafür mit angedrücktem Widerhaken. Das verbindet die Vorteile beider Haken ohne Nachteile. Die dabei entstehende kleine "Widerwulst" hält auch sehr lebendige Maden, lässt sich aber lösen, wie mit ohne.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon rissfischer » 30.08.2010 - 16:08

Schonhaken sind sicher eine gute Sache, jedoch für mich nur dann sinnvoll, wenn ich den Fisch zurücksetzen will.
Bei Karpfen und anderen Fischen, die ich nicht verwerte nutze ich diese schon seit geraumer Zeit.
Beim Ansitzangeln auf Hecht umgehe ich das Problem, dass Untermaßige beißen könnten einfach damit, dass ich entsprechend größere Köder verwende.
Allerdings kommen für mich Schonhaken beim Spinnfischen absolut nicht infrage, da ich die meisten Fische, die ich beim Spinnfischen fange, eh verwerte und ich mich nur ärgern würde, wenn zum Beispiel eine Bachforelle jenseits der 50 cm im Drill verloren geht, nur weil ich mit Schonhaken fische.
Und bei schonendem Lösen der Haken geht auch nicht viel kaputt.
Im zweifelsfall drücke ich dann die Widerhaken an und löse dann den Haken.

Ein Verbot für normale Haken ist meiner Meinung nach ziemlich unnötig, vor allem in Deutschland, da ich mal wage zu behaupten, dass wir global gesehen, eine der besten Ausbildungen bekommen, was Fischerei angeht.
Ich würde mich freuen, wenn ich mit Anglern aus der Region Oberschwaben von Ravensburg über Biberach bis Ulm in Kontakt kommen würde!

Kreissportfischereiverein Biberach an der Riss e.V.

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Beitragvon Dirk,G » 31.08.2010 - 8:01

Ich Fische seit Jahren beim ansitz auf Friedfisch mit Schonhaken, so kann ich die fische schneller vom Haken befreien, besonders wenn übermütige Brassen den köder bis zum A.... geschluckt haben sind schonhaken vom vorteil.
Man kann mir vieles nehmen aber Finger weg von meiner Angelausrüstung

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Beitragvon Cactus » 31.08.2010 - 9:57

Ich fische beim Fischen auf Friedfisch und beim Fliegenfischen grundsätzlich mit angedrücktem Widerhaken (bei manchen künstlichen Fliegen sind auch schon widerhakenlose Haken angebracht. Das erleichtert das ev. zurücksetzen des Fisches sehr. Beim Fliegenfischen verliert man im Drill durch das Andrücken des Widerhakens nicht mehr Fische als ohne das Andrücken. Sitzt der Haken richtig, dann hält er auch.
Beim Fischen auf Raubfische (speziell Hecht) sehe ich die Sache aber etwas anders. Ausserdem kann ja jeder Revierbesitzer den Einsatz von Widerhaken
verbieten. Es muss nicht überall gleich ein Gesetz her, das auf die jeweiligen
Gegebenheiten keine Rücksicht nimmt und nehmen kann.
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Beitragvon stratmann » 31.08.2010 - 11:56

Ich Fische auch nur mit angedrücktem Wiederhaken oder wiederhakenlosen Haken. Und zwar aus folgenden Gründen:

1. Der Haken geht deutlich einfacher und vor allem schneller zu lösen.

2. empfindliche Köder, wie Mückenlarven laufen nicht so schnell aus.

3. Schonender für den Fisch.

4. Mit gutem Material und ein wenig geschick ist die Aussteigerrate nicht höher als bei normalen Haken.
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Beitragvon WelLz.. » 31.08.2010 - 12:20

mich als friedfischangler würde jz speziell die auststiegsrate interessieren.
wie muss man sich im drill verhalten um möglichst wenige aussteiger zu haben.?

bei den hechten haben nur die haken im köderfisch kleine wiederhaken sonst lieber angedrückt den fischen zuliebe.

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Beitragvon stratmann » 31.08.2010 - 14:14

An der Kopfrute macht der Gumizug die Arbeit, bei anderen Methode musst Du halt noch mehr aufpassen, das ständiger Druck auf den Fisch ausgeübt wird, eine lockere Schnur gibt dem Fisch die Chance, sich vom Haken zu lösen. Das kann z.b. beim Ranpumpen des Fisches passieren.
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Beitragvon Derrik Figge » 31.08.2010 - 18:33

Auf Stör mussten wir in der Barweiler Mühle immer ohne Widerhaken fischen und mir ist nicht ein einziger dadurch verloren gegangen.

Beim Karpfenfischen nehme ich die micro barb Modelle von Korda, die gehen fast ohne Widerstand raus und machen nix kaputt.

Beim Spinnfischen auf Barsch und Hecht will ich auf grobe Widerhaken nicht verzichten. Die Fische schütteln sich springen wie verrückt, da hätte man m.E. zuviele Aussteiger.

Gruß Derrik
Ich suche immer alte ABU Angelrollen, Kartons und Papiere sowie Werbematerial.
Ich freue mich über Angebote aller Art per PN oder Mail. Danke

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Beitragvon 2911 Hecht » 09.09.2010 - 17:59

Hallo,beim Forellen oder Äschenangeln mit der Fliegenrute halte ich das ja für angebracht, aber beim angeln auf Hecht im Bodden denke ich nicht!

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Beitragvon outlaw » 09.09.2010 - 22:35

Ich finde für jeden ernsthaften Catch-and-Release Angler und für jedes Gewässer wo nur C&R erlaubt ist, sind Einzelhaken ohne Wiederhaken Pflicht. In Deutschland habe ich manchmal den Eindruck dass sich das noch nicht so rumgesprochen hat.
Ich selber verwerte aber sehr gerne eine gefangene Forelle/Hecht/Zander.
Dann mit Widerhaken!

VG Alex
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Beitragvon Ockenbach » 10.09.2010 - 9:33

Ich glaube man kann auf jede Fischart mit Schonhaken angeln nur beim Aal würde ich es nicht probieren denn durch die Drehbewegungen wäre der Fisch schneller den Haken los als einem lieb ist!!!!
Oder wie seht ihr das??


VG
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GrundelMax

Beitragvon GrundelMax » 10.09.2010 - 9:49

Das Thema Haken ohne Widerhaken wird uns noch lange beschäftigen, für bestimmte Fischarten ist das angeln mit Widerhaken zwingent, für Friedfische oder Salmoniden sind die Meinungen geteilt.
Bei den Fliegenfischern ist das kein Thema und die meisten Fliegenhaken sind sowieso Schonhaken.
Das angeln auf Karpfen wäre ist so ein spezieller Fall, daß auch hier aus Tierschutzgründen Haken ohne Widerhaken verwendet würden.
Siehe Beispiel: Das Bennthook Rig, in englischen Gewässern geächtet teilweise verboten.
Nun für den Aalfang wird es in den nächsten Jahren eine EU Verordnung geben!
mfg und Petri Heil GrundelMax
Der Kampf ist erst gewonnen wenn der Fisch im Kescher ist.

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Beitragvon Carp Gear » 10.09.2010 - 12:18

GrundelMax hat geschrieben:Das angeln auf Karpfen wäre ist so ein spezieller Fall, daß auch hier aus Tierschutzgründen Haken ohne Widerhaken verwendet würden.


Warum??? Wenn man den Fisch zurück setzt, dann ja, aber DANN kommt man mit dem Tierschutz in Deutschland in Konflikte! Ansonsten nämlich sicherlich NICHT, da man den Fisch (auch deine Karpfen) eigentlich zu entnehmen hat, wenn man ihn denn gefangen hat!

Zum Thema, beim Friedfischangeln ist das so eine Sache, Haken mit Widerhaken sind bei großen Brassen sicherlich das ein oder andere Mal ein Problem ihn schnell zu lösen, dafür hat man aber halt die Sicherheit, das er hält!

Ich persönlich ziehe bei Wettkämpfen immer den Widerhaken vor, da ich lieber mal 2 Sekunden länger brauche, dafür aber sicherer bin, dass ich den Fisch auch fange!
If you always do what you´ve always done, you will always get what you always got!

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Beitragvon andal » 10.09.2010 - 13:51

Bei welcher Fischart ist ein Zwang zur Verwendung widerhakenloser Haken gegben? Quellenanbe zwingend erforderlich!

Oder ist das auch nur mal wieder was von der Überholspur und somit nur eins... fox alpha.
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