Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

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Re: Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

Beitragvon Argail » 16.10.2018 - 9:18

Das ist Hamburg.Auf dem ersten Bild im Hintergrund die Köhlbrandbrücke :D
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Re: Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

Beitragvon Valestris » 16.10.2018 - 9:49

Argail hat geschrieben:Das ist Hamburg.Auf dem ersten Bild im Hintergrund die Köhlbrandbrücke :D

Darauf würd ich auch tippen :)
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Re: Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 16.10.2018 - 10:11

Sind das wirklich Zander? Es sieht nämlich echt s0 aus
Angeln :D

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Kurzurlaub Okt 2018

Beitragvon cohosalmon » 16.10.2018 - 16:15

Ich muss schon sagen, interessante Varianten genannt aber einer kennt sich wohl genau aus in "meinem Revier": rhinefisher, hat es perfekt getroffen! Die Erftmuendung in den Rhein, bei Neuss. Eine Stelle, die fuer mich viel Geschichte hat und tolle Fische abgegeben hat. Und wie man sieht, immer noch erfolgsversprechend ist, trotz extremen Niedrigstand. Was ich gar nicht fassen konnte, wieviele Kreuzfahrtschiffe mittlerweile den Rhein passieren. Waren das vor 25 Jahren noch ein paar pro Jahr, sah ich letzte Woche 3-4 pro Stunde! Unfassbar!

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Re: Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

Beitragvon Argail » 16.10.2018 - 17:20

Schiete, Fiete! Aber ich hätte mir die Reise nach Vancouver Island eh nicht leisten können :lol: :lol:

Insofern vorab schon mal Tight Lines an dich, Rhinefischer :clap: :clap:
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Re: Kurzurlaub Okt 2018

Beitragvon rhinefisher » 16.10.2018 - 19:33

cohosalmon hat geschrieben:Ich muss schon sagen, interessante Varianten genannt aber einer kennt sich wohl genau aus in "meinem Revier": rhinefisher, hat es perfekt getroffen! Die Erftmuendung in den Rhein, bei Neuss. Eine Stelle, die fuer mich viel Geschichte hat und tolle Fische abgegeben hat. Und wie man sieht, immer noch erfolgsversprechend ist, trotz extremen Niedrigstand. Was ich gar nicht fassen konnte, wieviele Kreuzfahrtschiffe mittlerweile den Rhein passieren. Waren das vor 25 Jahren noch ein paar pro Jahr, sah ich letzte Woche 3-4 pro Stunde! Unfassbar!


Wirklich schöner Spot dort - und noch immer recht ergiebig!
Wenn ich mal nach BC komme, was tatsächlich noch auf meiner Liste steht, komme ich sehr gerne auf dein Angebot zurück.. :D .
Bis dahin muß ich mich halt mit deinen wirklich lesenswerten Berichten begnügen.
Tatsächlich interessiert mich dein Boot mehr als die Angelei.. 8) - wirklich nettes Teil.. :gut:
DEUS LO VULT !

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13.10.2018; Sooke River

Beitragvon cohosalmon » 16.10.2018 - 20:34

Na dann mal her mit Dir, rhinefisher! Das Bett ist schon gemacht und das Boot betankt!

So, wieder zurueck in BC musste ich doch gleich mal probieren ob die Flussangelerfolge in D auch hier weitergehen konnten. Seit es Anfang September schon mal kraeftig geregnet hatte, waren einige Lachse schon in die hiessigen Fluesse aufgestiegen. Fuer die Lachse leider, hatten die Regenfaelle dann schnell aufgehoert und die Pegelstaende sind danach wieder kraeftig gefallen. Somit kam es zu der Situation, dass die Fruehaufsteiger nun in einzelnen Pools haengengeblieben sind und die naechste Welle von aufstiegswilligen Lachsen vor den Flussmuendungen festhing. Das gilt allerdings nur fuer die Fluesse im suedlichen BC; im Norden und auch im noerdlichen Teil der Insel war es weiterhin feucht geblieben und die Fluesse liessen einen ununterbrochenen Lachsaufstieg zu.

Meine beiden Soehne und deren Freund Alec warteten schon seit Wochen sehnsuechtig auf die Moeglichkeit die Lachse im Sooke River zu jagen. In meiner Abwesenheit hatte mein aeltester, Ricardo, eine Schar Teenagers an den Fluss gefuehrt und einige Chum und Chinooks gefangen. Der Sooke River ist ein kleinerer Fluss der etwa 500-1000 Chinooks, 40000 Chum und vielleicht 5000 Cohos aufnimmt. Die Cohos kommen erst nach anhaltenden und ergiebigen Regenfaellen und laichen zu allermeist in einem Nebenbach des Sooke Rivers. Chum (Hundslachs) ist die einzige Lachsart im Sooke River, die ohne Stuetzmassnahmen noch fast historische Zahlen erreicht. Die originalen Sooke River Chinooks (bis zu etwa 3500 pro Jahr) waren 1981 Geschichte als nur noch ein einziger zurueckkehrte. Die Berufsfischerei und Schweinereien im Flusseinzugsgebiet hatten die Bestaende erledigt. Auch die Cohobestaende waren um diese Zeit arg in Gefahr. Ein lokaler Angler und Lachsliebhaber, Jack Brooks, nahm sich des arg gebeutelten Flusses an und begann mit Errichtung einer Brut- und Aufzuchtstation. Um den Fluss wieder mit Chinooks neu zu besiedeln, wurden Chinookeier vom Nitinat River an der Westkueste benutzt. Cohoeier wurden von den noch vorhandenen Cohos im Sooke River gewonnen. Die entstandene Jack Brooks Hatchery hat dann dafuer gesorgt, dass der Sooke River wieder Heimat von wenigstens 500-1000 Chinooks pro Jahr ist. Auch die Cohobestaende haben sich seitdem wieder stabilisiert. Die Berufsfischerei in BC ist seit den spaeten 70gern arg zurueckgefahren und hat bei weitem nicht mehr so viel Auswirkung auf die Bestaende. Da Nitinat/Sooke River Chinooks aber bis nach Alaska schwimmen, kommt es allerdings dort noch zu Stammverlusten durch die Alaskaflotte. Einige Suenden im Flussgebiet sind mittlerweile auch behoben worden, allerdings hat der Besiedlungsdruck fuer weitere Risiken gesorgt. So muss man sich wohl damit abfinden, dass der Sooke River, wie die meisten der stadtnahen Gewaesser, ohne Bestandsstuetzung auf Dauer nicht mehr auskommt, wenn man Lachse im Fluss sehen will. Bis jetzt sind diese Stuetzmassnahmen zu 100% von Anglern organisiert und finanziert.

Ich brach mit 4 Teenagern ganz frueh am Sa auf um die besten Stellen an den wenigen tiefen Pools zu bekommen. Um diese Jahreszeit tummeln sich einige Angler um den einzigen nennenswerten und beangelbaren Lachsfluss um Victoria. Der Fluss ist eine ausschliessliche Fliegenstrecke und streng Catch&Release. Hauptfangziele sind Chum und Coho mit einer Chance auf hin und wieder einen Chinook. Manche beangeln auch die Laichraeuberforellen, die den Lachsen dicht folgen. Das sind dann Kehlschnittforellen zwischen 25 und 50 cm. Es gibt auch einen winzigen Bestand von Winter-Steelheadforellen. Wahrscheinlich nicht mehr als 10 oder 12 Stueck pro Jahr und die Chance auf einen Zufallsfang sind sehr gering. Allerdings koennen die Gewichte von bis zu 20 Pfund bringen; ich habe schon ein paar solche Exemplare in den Haelterbecken der Brutstation gesehen, wenn die Betreiber das Glueck hatten ein paar zu erwischen.
Als wir am Fluss ankamen, war es gerade hell geworden und dennoch war unsere Lieblingsstelle schon von 3 Anglern belegt. Wir begnuegten uns mit einem tiefen Pool innerhalb einer Flusskurve. Am Poolausgang waren auch schon 2 Angler aber oberhalb derer war noch Platz fuer uns 5. Wir montierten alle unsere selbstgebundenen Cohofliegen und schnell stellte sich heraus, dass blau und gruen heute besonders beliebt waren. Dabei muss man sagen, dass die Lachse im Fluss nicht mehr fressen und man einen Biss aus Aggression heraus provozieren muss. Die im Pool ausharrenden Lachse ziehen rastlos umher, die Maennchen positionieren sich um die Weibchen und tragen allerlei Machtkaempfe aus. Das muss man ausnutzen und mit bunten Fliegen vor allem die Maennchen immer wieder nerven bis einer zubeisst. Daher faengt man meist Maennchen. Da man immer wieder in die dichten Schulen wirft, kommt es auch haeufig vor, dass man einen Lachs fehlhakt. Das ist dann immer eine Plackerei denn so einen 20-30 Pfund Lachs an der Ruecken oder Schwanzflosse ans Ufer zu zerren, ist Schwerstarbeit. Die Jungs schien das nicht zu stoeren aber ich versuche dann oft die Fliege schnell auszureissen um mir das Tauziehen zu ersparen. Mit den Schonhaken geht das oefters auch ganz gut.

An diesem Tag waren die Lachse erst recht beissfaul. Die ersten paar Fische, die wir hakten waren alle fehlgehakt. Die Jungs jubelten trotzdem und hatten ihren Spass. Da der Fluss sehr niedrig war, musste man auch nicht weit werfen. So kam auch der blutige Fliegenfischanfaenger Jackson an einige Fische heran. Alec und Alexander machten wieder Wettkampfangeln und lagen Kopf an Kopf. Ich, als der Schiedsrichter, hatte allerdings festgelegt, dass der Gewinner heute nicht derjenige mit den meisten gelandeten Fischen war sondern der mit den meisten Fischarten war. Das war mal ein neuer Anreiz verschiedene Taktiken zu versuchen.

Nach einer Weile, die Sonne stand nun schon voll im Tal, legten die Lachse richtig los. Ich hatte jetzt alle paar Minuten etwas dran, verlor aber viele gleich nach paar Sekunden. Ich aenderte meine Strategie leicht; nach dem Auswurf Richtung anderes Ufer wo der Prallhang war, liess ich meine Fliege absinken, wenn ich vermutete, dass sie am Grund angekommen war, hob ich meine Rute und liess die Fliege wieder hochkommen, dann wieder absinken. In der Absinkphase beobachtete ich die Schwimmschnur hinter der Sinkspitze genau. Da! Die Schnur zog ein Stueck seitlich ab, anrucken, der haengt! Die Lachse nahmen die Fliege am liebsten in der freien Sinkphase, nicht beim Einstrippen. Der Lachs schoss sofort an die Oberflaeche und raste unaufhaltsam stromab. Die Jungs unterhalb mussten mich durchlassen. Jetzt sprang er 2-3 mal, ein fetter maennlicher Chum mit den typischen violetten Tigerstreifen und furchterregenden Reisszaehnen. Es war schwer so einen Brocken an einer Klasse 9 Fliegenrute unter Kontrolle zu kriegen. Jedoch war die Kampfarene auf den Pool begrenzt und so musste man dem Fisch nicht kilometerweit hinterherwatzen. Ein paar Mal bekam ich kraeftig was auf die Finger von der rasenden Rollenkurbel. Hier muss man eine gute Rollenbremse haben damit man bei einem Run vollkommen die Haende von der Rolle nehmen kann und die Rollenbremse die Bremsarbeit machen lassen kann. Bei billigen Rollen muss man mit der Hand nachbremsen, das tut dann oefters weh!

Mein Chum kam dann bald in Ufernaehe und ich sah, dass er die Fliege sauber im Mundwinkel hatte. Hat man die Lachse sauber gehakt, gelingt die Landung in einem ruhigen Pool innerhalb von 5-10 Minuten. Hat man einen Brocken fehlgehakt, kann das eine halbe Stunde dauern. Ich schoss noch ein paar Fotos von meinem Fang und liess ihn dann gleich wieder frei. Ein toller Spass! Es ging nun Schlag auf Schlag. Zu einem Zeitpunkt hatten 4 von uns gleichzeitig einen Lachs dran. Ich glaube 3 davon wurden gelandet. Alec brachte auch als erster einen Chinook heran. Das liess Alexander allerdings nicht auf sich sitzen und schlug auch bei einem Chinook zu der ihn tatsaechlich bis 200m unterhalb des Pools abschleppte. Die allermeisten gefangen Lachse waren aber Chum; einige richtige Brocken um die 25 Pfund herum. Ricardo erwischte wohl den groessten! Ricardo hatte auch entweder eine Forelle oder einen Jack-Chinook dran, der allerdings ausstieg bevor ich es gut erkennen konnte. Cohos waren leider noch keine im Fluss. Da muessen wir auf einen guten Regenguss warten.

Mittag machten wir Schluss, wir hatten alle schmerzende Arme. Unser Fliegensortiment hatte sich arg gelichtet und Alexander hatte seine Klasse 8 Rute zerbrochen. Lachsangeln an der Fliegenausruestung ist harte Arbeit und Stress fuer’s Geraet aber ein toller Spass und immer wieder ein schoenes Flusserlebnis. Leider kamen uns heute keine Schwarzbaeren besuchen aber eine Otterfamilie von 6 Stueck machten ordentlich Laerm und Betrieb um uns herum.

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13.10.2018; Sooke River

Beitragvon cohosalmon » 16.10.2018 - 20:36

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Re: Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

Beitragvon Valestris » 16.10.2018 - 21:00

Jetzt bin ich ja echt neidisch auf Rhinefisher, das wird bestimmt super! :clap:
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Re: Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

Beitragvon Argail » 17.10.2018 - 20:11

Mal wieder echt klasse Bilder. Petri! :clap:
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Re: Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

Beitragvon Derrik Figge » 18.10.2018 - 10:34

An der Erftmündung treibt er sich rum und sagt nix :) Da wäre ich tatsächlich mal spontan zu Besuch gekommen. Aktuell läuft es am Rhein nicht schlecht.

Ende des Monats komme ich auch endlich mal wieder für mehrere Tage ans Wasser. Bis dahin genieße ich Deine schönen Bilder und schwelge in Erinnerungen an meine Alaska Reise vor vielen Jahren.
Ich suche immer alte ABU Angelrollen, Kartons und Papiere sowie Werbematerial.
Ich freue mich über Angebote aller Art per PN oder Mail. Danke

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10.11.2018; Cowichan River

Beitragvon cohosalmon » 14.11.2018 - 1:54

Ich will Euch wieder einmal zu einem fantastischen Angelerlebnis mitnehmen. Letzten Samstag konnten meine Jungs endlich einen Gutschein von ihren letztjaehrigen Geburtstagen einloesen: einen Driftboottrip am Cowichan River. Schon letzten Herbst wollten wir das unbedingt machen aber bis Mitte Oktober hatte es kaum geregnet und die Guides meinten, es lohnte sich erst nach den ersten ergiebigen Regenfaellen. Naja, als es dann anfing zu regnen, kam es wie aus Eimern und nach paar Tagen war der Fluss schon zu hoch und zu gefaehrlich um darauf Boot zu fahren. An der Situation aenderte sich auch nichts mehr bis nahe Weihnachten und dann war unser Zeitfenster fuer die Tour durch. Ich hatte dann noch vorgeschlagen, den Trip in einen Steelheadtrip im Fruehling am Cowichan River umzuaendern, aber das wollten die Jungs nicht. Die wollten mal die Forellenfischerei im Herbst erleben, wenn die Lachse im Fluss waren und die Forellen sich an den Lachseiern labten. So mussten wir halt bis zu diesem Herbst warten. Letzte Woche rief mich der Guide Edd an und meinte “Kommt jetzt, es rappelt!”. Leider konnte mein Freund Ian am folgenden Wochenende nicht, weil er mit seinem Sohn Owen beim Eishockey war. Aber er meinte wir sollten ohne sie gehen, wenn die Bedingungen so gut waeren. Wer weiss wie schnell die Chance wieder vorbei waere! So nahm ich nur seinen aelteren Sohn Alec mit meinen beiden Soehnen mit. Der zweite Guide Nelson, mittlerweile ein guter Bekannter von uns, war auch verfuegbar am Samstag; und so stand der Tourplan fest! Da kann man mal sehen wie schwierig das selbst fuer Einheimische hier ist, die richtigen Flussbedingungen zum Angeln abzupassen. Fuer einen Touristen mit nur ein paar Tagen Zeit ist das schon eine gewaltige Gluecksache den Fluss in Bestform vorzufinden. Wer hier auf der Insel das Flussangelerlebnis sucht, fokusiert sich am besten voll darauf und bringt 2-3 Wochen Zeit mit. Dann duerften da auf jeden Fall einige Sternstunden dabei sein.

So schlugen wir um 7:30 Uhr morgens am oberen Ende des Cowichan Rivers auf. Edd und Nelson hatten schon beide Boote gewassert. Wir brachten nun die Trucks und Anhaenger ca. 20km flussab zur Driftendstation und ich fuhr die Guides wieder zurueck. Die drei Jungs hatten schon sehnsuechtig auf uns gewartet; vor ihnen lag der Fluss in dem sich dunkle Schatten aller Groessen tummelten. Hin und wieder sprang ein Lachs. Das trieb die Jungs fast zum Wahnsinn! Den kribbelte es schon in den Fingern. Mir auch! Ich stieg mit meinem Juengeren Alex zu Edd ins Schlauchboot und ueberliess Nelson und sein schickes Aluboot Alec und Ricardo. Die drei verstanden sich von Anfang an praechtig. Dann legten wir ab. Edd ruderte nur bis zur Mitte des Flusses und ankerte sofort. Der erste Hot Spot war schon erreicht!

Der Cowichan River ist nur um die 50 km lang und entspringt aus dem Cowichan Lake, einem riessigen, tiefen, oligotrophen See. Der See beherbergt grosse Forellen, besonders Cutthroat Trout (Kehlschnittforellen) und Regenbogner. Auch ein paar Saiblinge gab es darin. Lachse ziehen jedes Jahr den Cowichan River hoch und einige ziehen sogar durch den See und suchen sich kleine Seezufluesse zum laichen. Die Besonderheit des Cowichan Rivers im Herbst ist, dass etliche Forellen aus dem See in den Fluss ziehen um dort die zahlreich laichenden Lachse zu belaestigen. Dadurch verdoppelt sich der Forellenbestand fuer ein paar Wochen und Monate im Herbst und die Durchschnittgroessen der Forellen aus dem See sind auch beachtlich. 50 cm Forellen sind immer moeglich. 40 cm wahrscheinlich der Durchschnitt. Der Cowichan River ist aber auch einer der wenigen Inselfluesse der einen sich selbsttragenden Bachforellenbestand hat. Auch da ziehen einige Exemplare zwischen See und Fluss hin und her. Davon sind schon Brummer von ueber 5kg gefangen worden. Ca. 1,5 h von Victoria weg, ist der Cowichan zwar nicht gerade nebenan aber noch ziemlich leicht erreichbar; zumindest im Vergleich zu vielen anderen groesseren Fluessen der Insel an der Westkueste oder im wilden Norden.

Ein paar Stellen kann man am Cowichan auch vom Ufer her erreichen aber das volle Potenzial dieses Flusses erfaehrt man nur per Boot. Motorboote sind nicht erlaubt, nur Driftboote. Das ist bei einigen Stromschnellen und Wasserfaellen nicht ganz ungefaehrlich und so sollte man sich dafuer lieber einem erfahrenen Guide anvertrauen. Das kostet zwar zwischen $300 und $500 pro Boot, ist aber jeden Cent wert wenn man den richtigen Guide und die richtigen Bedingungen erwischt. Der Cowichan River ist allerdings ein Catch&Release Gewaesser und man sollte daher andere Dinnerplaene haben als frischen Fisch. Sind die Lachse zahlreich im Fluss und das Fischereiministerium ist von einem guten Zug ueberzeugt, werden manchmal im Spaetherbst einige Lachsarten freigegeben. Da muss man sich aber zeitnah kundig machen.

Wir 4 hatten uns etwas Besonderes fuer diesen Tag vorgenommen: wir wollten soviele verschiedene Fischarten wie moeglich fangen. Die Trophaee des Mones Cups wuerde an den gehen, der die meisten Arten gelandet hatte. Einen Extrapunkt gab es fuer den, der die meisten Fische gefangen hatte. So waren die Jungs noch heisser! Ich war natuerlich ausserhalb der Wertung, nur ein Schiedsrichter. Edd gab an, was wir erwarten konnten: Regenbogner, Bachforelle, vielleicht Coho, vielleicht Cutthroat, vielleicht Chinook, unwahrscheinlich Chum, unwahrscheinlich Steelhead. Na da waren wir mal gespannt!

An der ersten Stelle tummelten sich die Lachse neben und unter dem Boot. Hier war Laichgebiet der Chinooks und wir sahen wie Weibchen ihre Kuhlen bauten und die Maennchen sich um die Weiber balgten. Und um diese Nester lagen Gruppen von Forellen auf der Lauer. Die Forellen waren schwerer zu erkennen; perfekt camouflaged ueber dem kiessig-steinigen Untergrund. Aber mit der Polbrille und etwas Geduld konnte man die genau ausmachen. Hier, bis ca. 10km stromab, war ausschliesslich Flugangelstrecke. So boten wir Lachseiimitatsfliegen an der Fliegenrute an. Schluessel zum Erfolg war eine schnellsinkende Schnurspitze. Die Stroemung war ganz ordentlich denn die Lachse laichten nicht im ruhigen Wasser.

Von Nelson’s Boot kamen schon aufjauchzende Rufe; Alec hatte schon eine Regenbogner und eine schoene Bachforelle gefangen. Ricardo stand auch schon mit einer krummen Rute da. Die legten ja los wie die Feuerwehr! Alex und ich schwangen unsere Ruten aus. Edd erklaerte genau in welchem Winkel zur Stroemung einzuwerfen war, wie man die Schnur verbesserte um dem schnellen Sinken zu helfen und wie man den Koeder in der Stroemung schwingen laesst. Alex’ Rute war zuerst krumm. Und zwar richtig! Ein mittleres Chinookmaennchen hatte sich vor Aerger das orange Eiimitat geschnappt. An der #6 Fliegenrute hatte Alex nicht viel Chancen den vielleicht 10 pfuendigen Chinook gegen die Stroemung an’s Boot zu holen. Edd lichtete den Anker und driftete dem Fisch hinterher. Leider stieg der Fisch aber kurz darauf aus. Alex aergerte sich. Sofort sassen wir wieder vor Anker. Ich warf ein Laichnest an und liess meinen Eikoeder knapp an den Lachsen vorbei treiben. Ich konnte leider keine Einzelheiten im vielleicht 2 m tiefen Wasser erkennen aber kurz hinter dem Nest rappelte es ploetzlich an meiner Schnur. Fish on!

Eine wunderschoene Regenbogenforelle kam zu Boot, vielleicht 35 cm. Zwei Wuerfe spaeter, rumms, wieder war eine sportliche Regenbogner an meiner Schnur. Klasse! Der naechste Wurf landete zwischen zwei entfernteren Lachsgruppen und ich liess das Ei durchtreiben – nichts. Das Ei musste nun schon weit hinter dem Boot durch den Stroemungsdruck nach oben treiben als ich einzustrippen begann. Rumms! Der Fisch sprang gleich zwei mal meterhoch aus dem Wasser! Eine herrliche Cuttroat um die 40 cm! Meine erste im Cowichan! Grosse Klasse! Alex wurde etwas nervoes weil er keine Bisse bekam. Aber Edd coachte ihn gut. Ploetzlich war seine Rute megakrumm. Er hatte einen alten Chinook foulgehakt. Edd riet den Haken auszureissen was auch gelang. Warum wollten denn die Forellen bei Alex nicht beissen? Aber auch bei mir liessen nun die Bisse nach. Wahrscheinlich hatten sich meine Faenge herumgesprochen. Und so liessen wir uns 100 m weiter flussab treiben. Edd meinte, hier oben dicht am See waeren die meisten Forellen und so wollten wir diese ersten Strecken intensiv befischen.

Ich fing noch eine richtig fette Regenbogner die aber kurz vor dem Kescher ausstieg. Danach hatte ich nur noch etliche Fehlbisse. Jetzt lief aber Alex heiss und brachte gleich erstmal eine tolle Bachforelle ans Boot. Seine erste ueberhaupt! Glueckwunsch! Dann fing er eine Regenbogner nach der anderen. Es schien, immer nach 3 oder 4 Forellen an einer Stelle, wurde die Stelle erstmal kalt. Und so drifteten wir nach und nach den Fluss hinab. Schoen war, dass wir das zweite Boot immer in Sichtweite hatte oder uns sogar gegenseitig ueberholten. Alec war on fire, er hatte schon 12 Forellen gelandet, bei 2 Arten. Ich erzaehlte den anderen von meiner Cutthroat und alle raunten erstaunt. Die wurden nicht oft im Fluss gefangen. Keine 10 Minuten spaeter war Alex mal wieder am Fisch und als der Fisch an der Oberflaeche tobte, sah man ein gelbliches Farbkleid. Bachforelle? Nein, wieder eine wunderschoene Cutthroat! Mit den vielen Punkten, der gelblichen Faerbung, den orangenen Kehlzeichnungen und einem grossen Raubmaul sind die einer der schoensten Forellen, meiner Meinung nach.

Ich hatte wieder nur ein paar Bisse die ich nicht verwerten konnte. Dann schnappte sich doch tatsaechlich einer der Chum Lachse mein Ei; der Tanz dauerte allerdings nur paar Sekunden. Ich sah den Fisch wie ein Bueffel davon stuermen und bremste meine kreischende Rolle ab – peng, 10 Pfund Vorfach durch. Die scharfen Hundszaehne und die Gewalt der Flucht waren kein fairer Gegener fuer mein Geraet. Wir wollten spaeter, unterhalb der Fliegenstrecken, dann nochmal gezielt auf Coholachse probieren. Gesehen hatte ich bis jetzt nur viele laichende Chinooks und ein paar Chum.

Alle 3 Jungs waren voll im Fanggeschaeft. Ich genoss deren Begeisterung, schoss eine Menge Fotos, genehmigte mir auch mal eine Brotzeit oder Pinkelpause – ich war ja nicht im Wettbewerb. Ich bewunderte auch die Wurffertigkeiten aller drei Jungs – das sah richtig klasse aus wie die ihre Schnuere auswarfen. War manchmal gar nicht so einfach mit teilweise dichtem Bewuchs direkt hinter einem. Alex hakte eine feiste Regenbogner waehrend einer Drift direkt vor einer Stromschnelle. Er schaffte es tatsaechlich die Schnur bei dem ganzen Getoese stramm zu halten und den Fisch unterhalb noch zu landen. Er fuehrte den Wettbewerb mit 3 Arten, allerdings war Alec mit 2 Arten und mehr Fischen gleichauf. Dann kam die Nachricht quehr ueber den Fluss gerufen, Alec hatte nun auch eine Cutthroat erwischt und war damit vor Alex in der Wertung. Sogar Edd schuettelte unglaeubig den Kopf; 3 Cutthoats an einem Tag, soviel fing er manchmal das ganze Jahr nicht, und das bei 50 Touren! An der Grenze der Flugangelstrecken wechselte Alex zu einer Posenangel, aber auch mit Eikoeder. Nur war es damit einfacher schnell zum Grund zu kommen. Edd machte es vor und fing gleich einmal eine richtig grosse Regenbogner.

Ich blieb bei meiner Flugangel, ich hatte zu viel Spass daran. Wir stiegen dann mal aus und machten ein paar vielversprechende Stellen zu Fuss unsicher. Alex schnappte sich die Fliegenrute und ging flussauf zu einem kleinen Seitenarm der einen Gumpen bildete. Schoen schwang er immer wieder seine Rute. Dann ploetzlich ein Ausruf und seine Rute war krumm. Nach heissem Drill in der schnellen Stroemung unterhalb der Gumpe konnte er eine wunderschone Bachforelle von ueber 40 cm landen. Sehr stolz, er und ich! Dann ging es weiter und Alex nahm wieder die Posenrute auf. Sein Arm war schon muede vom vielen Werfen und Drillen. Er liess die Pose einfach unter der Rutenspitze neben dem Boot haengen waehrend Edd uns weiterdriftete. Ploetzlich platschte es laut neben dem Boot und Alex stand mit einer krummen Rute da. Wieder eine tolle Bachforelle. Direkt neben dem Boot! Kurze Zeit spaeter mit gleicher Taktik hakte er etwas kleines. Er wollte den vielleicht 25cm langen Fisch schon neben dem Boot abschuetteln, da meinte ich “lass’ doch mal schauen was das ist!?”. Er hob den Fisch vor meine Nase und tatsaechlich, mein Verdacht wurde bestaetigt, eine Baby-Steelheadforelle, mit der typischen Parr-Zeichnung von einer heimischen Regenbogner zu unterscheiden. Ha, das war seine 4. Art heute. Er jubilierte. Jetzt muesste nur noch ein Coho oder noch ein anderer Lachs kommen und die Trophaee waere seine!

Wir waren nun in dem Flussabschnitt, in dem Edd und Nelson Cohos erwartet haetten. Wir schauten in jeder Kurve und jeder Gumpe aufmerksam ins glasklare Wasser aber konnten keine Gruppen von Cohos ausmachen. Die waren entweder noch nicht aufgestiegen oder hatte schlechte Rueckkehrraten. Da es immer noch nicht sehr viel geregnet hatte, hofften wir auf ersteres. Aber ein paar mussten schon im Fluss sein, meinte Edd. Wir landeten beide Boote an einem herrlichen tiefen Gumpen. Ein Flussarm kam hier langsam um die Kurve geflossen und hinter einem umgestuerzten Baumriesen hatte sich ein tiefes Loch gebildet. Hier war es mit Sicherheit 5 m tief; man konnte den Grund nicht sehen. Hin und wieder sprang ein Lachs und ich sah ein paar dunkle Schatten hier und da auftauchen. Ich fischte nun schon seit einiger Zeit (erfolglos) mit einer schicken Spinnerfliege auf die Cohos normalerweise flogen. Wir bearbeiteten diese Gumpe zu viert. Alec und Ricardo fischten mit der Spinnrute und Spinner, Alex und Edd mit einem Twister und ich mit der Spinnerfliege. Da, ein harter Ruck an meiner Rute, Anschlag, nichts mehr. Arrggg. Immer wieder warfen wir unsere Koeder in die Tiefe aber es schien, dass keiner Lust hatte zu spielen. Dann war ploetzlich Alec’s Rute krumm und der Tanz began. Ein ordentlicher Fisch schoss stromab aus dem Gumpen heraus in flacheres Wasser wo leider auch eine Menge Holz und Gestruepp im Wasser war. Der Fisch sprang bei seiner Flucht 2-3 mal aus dem Wasser – das war ganz klar ein Coho! Noch konnte Alec ihm folgen und ihm ein paar Meter Schnur wieder abnehmen aber die naechste unaufhaltsame Flucht endete in einer Ansammlung von Aesten und Staemmen unterwasser und der Fisch hing fest.

Nach einer Menge von Fluechen blieb Alec nichts anderes uebrig als die Schnur zu zerreissen. Sehr schade. Alex war wohl ein bisschen schadenfroh wegen des Wettbewerbs, aber Alec nahm es sportlich. Wir versuchten es noch eine Weile ohne weitere Action. Dann legte Nelson zuerst ab. Als wir folgten sahen wir Alec und Ricardo am Zusammenfluss der beiden Flussarme ihre Spinner auswerfen. Es war hier recht flach und schnellstroemend und sah nicht sehr fischig aus. Und so soll man sich taeuschen denn vor unseren Augen riss Ricardo ploetzlich seine Rute zurueck und war am Fisch. Wir machten uns schleunigst aus dem Weg denn der Fisch sausste auf uns zu. Nelson zog den Anker und folgte dem Fisch stromab. Wir drifteten hinterher und eine Flussbiegung weiter sahen wir Ricardo von Land aus drillen und Nelson mit dem Kescher warten. Ein Siegesruf meines Grossen liess uns den Ausgang des Drills bekannt werden. Wir waren nun nicht mehr weit von der Endstation. Wir genossen die letzten Minuten der Drift auf diesem wunderbaren Fluss. Auch ohne Fische waere so eine Flussfahrt ein Erlebnis.

Kurz oberhalb der Skutz Faelle holten wir beide Boote heraus und erzaehlten uns mit glaenzenden die Highlights. Auch die Guides waren zufrieden. Wir hatten 5 verschiedene Salmonidenarten gelandet, 2 weitere gehakt aber verloren. Alex alleine hatte 4 Arten ueberlistet. Alec 3 aber mit 18 gelandeten Fischen und dem schmerzlichen Verlust des Cohos den Tiebreaker fuer sich entschieden. Ricardo hatte 3 Arten und 13 Fische. Alex 9 Fische, ich 4. Das war ein stattliches Ergebnis und Zeugnis fuer ein ueberragendes Salmonidenrevier im Cowichan River. Ich kann es schon kaum erwarten wiederzukommen!

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Beitragvon cohosalmon » 14.11.2018 - 1:55

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Beitragvon cohosalmon » 14.11.2018 - 1:57

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Beitragvon cohosalmon » 14.11.2018 - 1:59

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