Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

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cohosalmon
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Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

Beitragvon cohosalmon » 21.02.2011 - 21:14

So, nun wie versprochen mal ein Fangbericht (siehe meine Einfuehrung unter dem Thema "Neue Mitglieder stellen sich vor". Wollte eigentlich schon vor Wochen 'raus zu den Lachsen aber habe mir beim Fussi den Knoechel gebrochen und war lange ausser Gefecht. Letzten Sa und So passte dann nun alles fuer 2 Trips, keiner der beiden Soehne hatte Eishockeytermine, der Wind spielte mit und mein Fuss ist wieder belastbar. Die Faengmeldungen der lokalen Szene waren vielversprechend. Im Winter futtern sich die sogenannten "Winter Springs" oder "Feeders" voll mit allem was ihnen vor das Maul kommt. Und das direkt hier vor den Toren Victorias und Sookes. Diese Winter Springs sind Chinooks die noch nicht geschlechtsreif sind und daher fruehestens diesen Herbst oder naechsten Herbst zum Laichen aufsteigen. Daher sind sie auch noch keine Monster - im Schnitt 6 - 10 Pfund. Regelmaessig kriegt man auch welche in der 12 - 15 Pfund Klasse und seltene Ausnahmen sind 20 Pfund. Wenn man sich vorstellt, dass diese "Fresslachse" etwa alle 4 Monate ihr Gewicht verdoppeln bis zum Laichen und sagen wir mal ein jetziger 20 Pfuender im Oktober laicht - das sind noch fast 8 Monate - da koennt Ihr Euch ausrechnen, was das fuer eine Gewichtsklasse waere im Oktober! Mein groesster Winter Spring war so zwischen 15 und 16 Pfund. Ich gehe gerne Winter Springs angeln, weil: 1) ich nicht lange ohne Angeln sein kann, 2) wenn das Wetter mitspielt man den Ozean fast alleine hat im Winter, 3) diese Lachse sehr aktiv und teilsweise aggressiv sind und man mit "hardware" (Blinker, Plastik) auskommt, 4) diese Winter Springs einen hohen Fettanteil haben und sehr sehr lecker sind. Es ist uebrigens die einzige Lachsart die sich hier vor Victoria/Sooke in der Zeit zwischen November und Juni aufhaelt. Den Rest des Jahres ueber kommen noch die anderen 4 Pazifiklachsarten dazu.
So, Freitag Abend zwei Kumpels angerufen und uns fuer 8:00 bei mir verabredet. Einer ist ein eingefleischter Einheimischer mit Erfahrung (Dave), der andere ein vor 3 Jahren eingewanderter Neuseelaender (Hamish) mit Forellenerfahrung - ist aber schon paar mal zum Lachsschleppen mitgewesen. Dave meinte wir sollten die Sooke Bluffs versuchen, da von da die besten Berichte kamen. Das ist ein weitlaeufiges Kiesplateau vor Sooke, leicht abfallend, um die 30 - 70 m tief. Winter Springs jagen entweder Heringe oder pfluecken Sandaale vom Sand/Kiesboden. Heringsschwaerme sind im Winter schwerer zu finden, daher sind die Chancen groesser ueber Kiesgruenden auf eine hungige Lachsbande zu treffen. Man muss dann nur hart am Grund angeln und die Downriggergewichte im "Dreck" schleifen lassen. Ich selber habe die Sooke Bluffs noch nicht so oft im Winter befischt, gehe lieber nach Whirl Bay (zwischen Pedder Bay und Becher Bay). Aber ich liess mich ueberreden. 40 Minuten zur Bootrampe "trailern". Boot 'reinlassen - lief alles wie geschmiert - obwohl ich schon seit spaetem Okt 2010 nicht mehr 'draussen war. Das Wasser im Sooke Basin/Harbour spiegelglatt - laesst auf einen tollen Tag hoffen. Aber bedeckt und etwas Regen angesagt. Aber mein 6 m selbstmodifiziertes Campion-boot has ein festes Dach unter dem 3 Personen sich bequem verstecken koennen.
Mein alter 70 PS Johnson droehnt froehlich und schiebt uns durch den Sooke Fjord. Eine Krabbenfalle haben ich auch mit - Koeder: Lachskopf und Graeten vom Herbst. Einen kurzen Stop um die Falle auszulegen und dann fliegen wir und sind innerhalb von 15 Minuten an den Bluffs.
Jetzt geht's endlich wieder los! Dave und ich montieren die Downriggergewichte und Ruten und lassen sie in 50 m Tiefe bis zum Grund ab. Mein Kicker-Motor (so nennt man hier den kleinen Schleppmotor), ein Honda 8 PS laeuft die ersten 10 Minuten etwas rauh und ich muss oefters mal die Drehzahl revidieren. Es ebbt stark und wir muessen die Schleppgeschwindigkeit drosseln um die 12 Pfund Downriggergewichte am Grund halten zu koennen. Ich will hin und wieder mal einen Ruck an der Rute und Downrigger sehen um zu wissen, dass wir hart am Grund fischen. Hamish springt 2-3 mal auf weil er meinte, dass der Bodenkontakt-Ruck ein Biss waere. Er ist heiss! Wir sind alle gespannt.
Nach einer Weile drehe ich das Boot und schleppe mit der Stroemung. Jetzt ist es leicht Grund zu halten. Dave hat ein Hootchie (Plastiksquid) und ich einen Glow-in-the-Dark Blinker 'dran. Kurz darauf schnappt Dave's Rute zurueck und die Schnur ist aus dem Downrigger-Clip frei. Man sieht die Rutenspitze 1-2 mal wippen und dann ist Dave auch schon da und setzt den Haken.
Wenn man so tief angelt und das mit Monoschnur dann muss man schon mal nachhelfen. Im Sommer wenn man flach angelt, haken sich die Lachse oft selbst genug. Manche nehmen Geflochtene aber ich finde, dass man dann zu viele grosse Fische dicht am Boot verliert weil man keine Dehnungshilfe hat wenn die grossen Lachse verrueckt spielen neben dem Boot.
Dave bringt seinen Fisch schnell heran - muss ein kleiner sein. Aber bei Dave weiss man nie! Er steht staendig under Erfolgsdruck beim Angeln weil seine Frau und 2 Kinder Fisch lieben. Er hat kein seetaugliches Boot und kommt also nur hin und wieder mit Kumpels 'raus und muss dann eben auch Resultate vorweisen. Er hasst es Fische im Drill zu verlieren und ist auch erstaunlich effizient. Ich verliere wahrscheinlich 40% meiner Lachse im Drill weil ich Spass haben will und sie ordentlich drille - meine Familie stoehnt wenn es Fisch gibt! Dave kurbelt die meisten Fische kompromisslos heran. Oft bin ich noch nichtmal fertig mit Downrigger 'reinholen und Netz fertigmachen wenn Dave mit seinem Fisch schon ungeduldig am Boot wartet.
Diese Mal liess ich nur den Downrigger hochkommen (elektrisch) aber liess ihn im Wasser weil es wirklich wie ein kleiner Fisch aussah der nicht viel Radau am Boot machen wird. Wir schauten neugierig in Wasser und da kam er: vielleicht 3-4 Pfund, knapp gehakt. Bevor noch Dave an seine hungrige Familie denken konnte, hatte ich den Kleinen schon mit der Zange neben dem Boot ausgehakt.
Wir muessen hier ohne Widerhaken angeln - daher geht C&R ganz gut. Dave war's zufrieden. War zwar massig aber wir killen keine Kinder!
Ab ging die Rute wieder nach unten. Ich lass' meinen Blinker noch 'dran, bin aber entschlossen auf Pastik zu wechseln, sollte Dave noch einen vor mir kriegen. Dann nichts fuer eine Stunde. Wir steuerten zum Westende der Bluff-Bucht. Etwas Wind kam auf und ich schaute schon besorgt wie sich einzelne Schaumkronen bildeten. Das war nicht angesagt.
Zwei andere Boote schleppten in der Gegend und schienen auch kein Erfolg zu haben. Ich holte meine Rute herein um zu kontollieren ob nicht ein kleiner Dorsch, Barsch or Scholle vielleicht 'dranhing ohne das wir es merkten. Kleine Fische schaffen es nicht die Schnur aus dem Downriggerclip zu ziehen und man muss schon hin und wieder mal kontollieren.
Ich liess das Geraet wieder runter bis ich das Gewicht am Boden aufschlagen spuerte. Sofort sprang meine Rute von der normalen gekruemmt-gespannten Position in die gerade Position und ich dachte fuer eine Sekunde, dass ich die Schnur zu leicht in den Clip geschoben haette und es eine Fehlausloesung gab aber da bog sich die Rute auch schon tief hinunter und die Rolle kreischte! Aha! Es geht also docht noch! Anhieb war gar nicht mehr noetig - alles war schon unter voller Spannung und der Fisch zog 20 Meter ab.
Ich riss die Rute aus dem Halter und uebergab zu Hamish. Der drillte gekonnt waehrend ich seine Seite "frei" machte zur Landung (d.h. Downrigger hoch, Gewicht in eine Wiege auf der Bordwand legen - damit nichts mehr neben dem Boot im Wasser baumelt - Lachse nutzen jede Gelegenheit igendwo herumzuschwimmen und die Leine zu verfangen).
Ich hielt das Boot auf Kurs mit verminderter Geschwindigkeit um Hamish den Drill zu erleichtern aber um Dave's Rute noch die Moeglichkeit eines Doppelpack zu geben. Dave stand mit dem Kescher bereit und als der Fisch nach einigen Minuten neben dem Boot auftauchte und sich alle zur Landung breit machten - merkte ich ploetzlich wie Dave's Rute zu wippen anfing. Ich rief Dave zu und er liess den Kescher fallen und sprang zu seiner Rute. So musste ich aus dem Cockpit flitzen und die Kescherung fuer Hamish's Fisch vollenden.
Gelang auch prima. Blitzeblanke 10 Pfund Silber! Schnell abgeschlagen und in die Fischkisten unter dem Boden. Dave's Lachs was dann auch schon fertig. Kein Riese aber mit 5 Pfund wenigstens halbwuechsig - wie wir Dave verspotteten.
Jetzt schnell die Ruten wieder fertig und mit Hilfe the GPS die gleiche Stelle nochmal ansteuern. Auf einem Nachbarboot schien auch gerade etwas Aufregung zu herrschen. Kurzer Blick auf die Wellen - ging noch. Ueber die gleiche Stelle - nichts - oder doch? Meine Rute zitterte komisch. Ich schlug an und holte ein. Ein 30 cm Lingcod (Leng - aehnlich) hatte sich den Blinker geschnappt. Ab, zurueck und wieder runter. Die Wellen legten sich wieder. Wieder ueber die Stelle. Dave's Rute sprang hoch und Dave war fast gleichzeitig 'dran und schlug an. Nichts. Fehlbiss. Und auf einmal war der Spuk vorbei.
Wir zogen noch weitere enge und weite Kreise um die Stelle, aber nichts mehr. 13:00 blies ich zum Abflug.
Naja, war kein ueberragender Tag aber schoen mal wieder auf dem Wasser zu sein und 2 Fische haben wir ja auch erwischt. Auf dem Rueckweg zogen wir noch die Krabbenfalle ein - 3 grosse und 1 kleine sind 'drin. Eine grosse ist ein Weibchen und geht mit der kleinen zurueck.
Zurueck an der Marina zueckten Dave und Hamish die Filettiermesser und waehrend sie die 2 Lachse zerlegten, zog ich das Boot heraus und vertaeute alles. Dann nahm ich noch die Krabben aus - die gehen mit mir nach Hause! Hmm. Beide fuer mich alleine - weil meine Familie auch keine Krabben mag! Schoen dumm! Kurz gekocht in Salzwasser und dann in Knoblauchbutter gedippt! Das war Sa.

Sa Abend das Boot noch rereinigt und wieder fertig gemacht fuer die So Tour. Mein aeltster Sohn wollte eigentlich mitkommen aber er hat einen schlimmen Husten gekriegt. Da ist eine kalte Winterbootstour nicht gerade das Richtige. Er ist enttaeuscht.
Dave war auch wieder angemeldet. So fuhren wir So nur zu zweit. Ich bestand diesmal auf mein Revier - Whirl Bay. Nicht ganz so weit zu fahren und ich kenne diese Bucht sehr gut - auch im Winter. Habe schon viele schoene Winter Springs dort herausgeholt. Unteranderem meinen groessten Winterlachs. Es ist eine sandig/kiesige Bucht zwischen Church Rock Island and Christopher Point - zwei felsige Begrenzungen. Ca. 100 ha gross die Bucht. Gaengige Fangtiefen zwischen 40 und 50 m, alles Sand - also keine Haengergefahr. Es sollen sich auch Heilbutte dort herumtreiben - komischerweise habe ich trotz der grundnahen Angelei im Winter dort noch nie einen erwischt.
In Pedder Bay Marina das Boot gewassert und den kurzen Fjord hinter uns gelassen. Heute hatten wir keine Krabbenfalle dabei. Wieder so 15 Minuten bis Whirl Bay, vorbei an Race Rock mit seinem majestaetischen Leuchtturm und der Meeresbiologiestation.
Die vorgelagerten Inseln beherbergen zahlreiche Seeloewen. In der Brunst machen die einen hoellischen Laerm. Jetzt stanken sie nur von weitem nach faulem Fisch! Sollten sich mal die Zaehne putzen, diese Stinker. Einige im Wasser steckten neugierig ihre Koepfe nach uns heraus. Der Rest lag faul in der heutigen Wintersonne.
Es war herrliches Wetter - kein Wind, pralle Sonne aber klar und 5^C kalt. Die Olympic Mountains lagen in voller Pracht vor uns auf der anderen Seite der Meeresenge hier (Juan de Fuca Strait). Das gegenueberliegende Ufer mit dem Olympic-Hochgebirge ist schon USA. Ca. 1 h Bootsfahrt (Vollgas) bis dorthin wenn man will.
Aber wir wollen Angeln! In Whirl Bay angekommen staunten wir ueber eine stolze Flotte von mindestens 20 Booten. Und einige grosse Charterboote waren auch dabei. Was ist denn hier los? Der Funk klaerte uns schnell auf, dass heute hier ein Derby stattfand. Na die haben ja ein Glueck mit dem Wetter - ein Derby im Februar und kein Wind und herrliche Sonne! Volltreffer.
Mal sehen ob auch die Fische noch mitspielen. Wir liessen wieder unser Geraet vom Vortag herab in die Tiefe. Ich versuchte es zuerst am Ostende der Bucht wo das Wasser bei starker Ebbe ueber eine Felskante in die sandige Bucht stroemte. Oftmals stehen Lachse dort an dem Fels/Sanduebergang direkt am Boden und schnappen was die Stroemung anbringt.
Wir drehten einige Runden ohne Erfolg. Jetzt entschied ich mal eine Strecke im "Flachen" 30-40 m entlang des Buchtufers zu fahren. Wir zogen unsere Koeder und Gewichte durch den Sand. Der aufgewirbelte Sand scheint die Lachse und anderen Fische anzuziehen. Aber nicht heute.

Wir kreuzten an mehreren Charter-Jachten vorbei und die deuteten an, dass sich auch noch nichts hatten. Aber alle waren noch hoffungsvoll - es war ja erst 9 Uhr. Am Westende der Bucht angekommen, drehte ich gerade zwischen einem Kleinboot mit 2 aelteren Herren und Church Island das Ende unserer Schleife als die 2 in dem anderen Boot einen Biss kriegten und kurz darauf einen ca. 8 Pfund Spring landeten. Aha. Das war gerade an der Kante wo das Wasser von 50 auf 70 m abfaellt.
Ich zog einen grossen Bogen um diese Stelle. Wir waren gerade ueber 55 m Tiefe und ich musste der Stroemung wegen mein Downrigger auf gelesene 65 m ablassen um Bodenkontakt zu kriegen, da sprang meine Rute hoch und kruemmte sich danach gewaltig. Ich war gleich 'dran, setzte den Haken und ab ging die Post. Mensch, das ist kein Kleiner!
Fuehlte sich schwer an und ich konnte das Kopfschlagen spueren.
Dave holte meinen Downrigger ein und machte diese Bootseite klar zur Landung. Ich drosselte den Motor um das schwere Ding ueberhaupt etwas naeher zu kriegen. Noch hatte er keinen Run gemacht, warscheinlich noch gar nicht richtig gemerkt was los war.
Ich hatte heute einen Flasher (das sind ca. 30 cm lange und 10 cm breite Plastikbrettchen mit Reflektierfolie oder Glow-Folien beklebt - die werden ca. 1-2 m vor den Koeder in die Angelschnur gehaengt und rotieren langsam und blitzen verfuehrerisch im Wasser. Soll die Aufmerksamkeit der Lachse in der Ferne auf den Koeder lenken. Ein Nachteil haben die gewoehnlichen Flasher; sie verursachen eine Menge Druck und Zug - bei kleineren Fischen nimmt das etwas vom Spass weg weil der kleinere Fisch kaum in der Lage ist gegen den Flasher Schnur von der Rolle zu reissen - so fuehlt sich das einfach nur schwer an und man kurbelt es heran) montiert der sich an der unteren Seite ausloest wenn ein Fisch zieht und dann so nur noch lose an einer Oese auf der Schnur frei gleitet und damit keinen Wasserwiderstand bietet. Ziemlich neu auf dem Markt und ich hab's noch nicht so richtig probiert.
Jetzt merkte ich aber ploetzlich wie nach einigen Sekunder der Flasher freikam und auf einmal ging der Fisch auch los. Kaum hatte ich ein paar Meter gewonnen, riss er locker 30 oder mehr Meter wieder ab. Ging immer wieder in die Tiefe. Dann ploetzlich wurde die Schnur flach und die Oberflaeche explodierte 20 m hinter dem Boot. Die Nachbarboote jubelten und schrien zu uns herueber. Auch fuer die eine spannende Abwechslung.
Ich wusste aber mittlerweile, dass das kein gewoehnlicher Winter Spring war. Ich hatte die Schwanzflosse gesehen und wusste, dass das ein ungewoehnlich grosser war. 2 mal sprang und waelzte er sich und dann sausste er wieder unaufhaltsam in die Tiefe.
Dave stand ganz nervoes mit dem Netz bereit. Nach vielleicht 10 Minuten hatte ich ihn das erste Mal neben dem Boot. Dave zoegerte eine Sekunde zu lange und schwupps war er wieder runter. Diesmal schien er sich unter dem Boot verstecken zu wollen. Mochte den Bootsschatten. Das war gefaehrlich.
Ich gab kurz Gas am Kicker Motor und brachte ihn so wieder hinter das Boot. Jetzt schien er muede und ich konnte ihn zum Boot gleiten. Aber er koennte auch gut noch ein oder 2 Fluchten in sich haben. Wir konnten ihn schoen sehen - paar Meter neben dem Boot. Ich schaetzte auf mindestens 18 Pfund. Definitiv mein groesster Winter Spring den ich je hatte.
Ich zog ihn zuegig zum Boot und ging auf die gegenueberliegende Bootsseite um Dave allen Raum zum Keschern zu geben. Ich sah ihn zulangen, es platschte wie verrueckt meine Schnur flog zurueck und Dave hob den Kescher hoch - leer!
Ich sah ihn fragend an und er schaute unglaeubig in den leeren Kescher und meine schlaffe Rute. Dann begann er zu fluchen das ich froh war meinen Sohn nicht mitgebracht zu haben! Ich lachte nur weil es Dave war der es vermasselt hatte! Ausgerechnet Dave! Er konnte es selber nicht glauben und inspizierte immer wieder den Kescher.
Die anderen Bootszuschauer deuteten ihr Mitleid an und verdoppelten ihrerseits ihre Anstrengungen einen Lachs dieser Garde zu erwischen. Zweifelos waere dieser Lachs in ihren Haenden ein Derby-Mitfavourit gewesen.
Dave fand heraus warum der Fisch nicht im Kescher endete - sondern nur einer meiner 2 Haken den Plastiksquid-Koeders. Das Netz hatte sich am Griff des Keschers and einem Schraubenkopf verfangen und konnte sich daher nicht oeffnen. Als Dave den Kescher anhob muss es wohl wie ein Lachs in einer Bratpfanne ausgesehen haben (ich konnte es ja leider nicht sehen von der anderen Bootsseite) und einer der 2 Koederhaken war wohl frei und verfing sich im Keschernetz als der Fisch herumtobte und schliesslich, bevor Dave ihn ins Boot hieven konnte, aus der "Pfanne" herauswand und dabei den Haken selbst aus dem Maul herausriss! Klassisch! Ich fand's klasse und lachte herzlich - ich mach' mir nichts aus solchen Verlusten aber ich bin mir sicher Dave kann naechtelang nicht schlafen mit dieser Erinnerung.
Na gut. Waehrend des Drills hatte Dave die Position im GPS gespeichert und nun waren wir begierig die Stelle wieder zu erreichen. Das war aber nicht so einfach denn es kamen nun etliche andere Boote zu gleichen Position um ebenfalls ihr Glueck zu suchen. Wir drehten groessere Runden im ca. 50 - 60 m Tiefe.
Dave hatte dann den naechsten Biss auf seinen gruen-silbernen Blinker. Routiniert kam der 7 Pfund Spring ins Boot - mit meinem Kommentar "So wird's gemacht, Dave!" Es fuehlte sich etwas erleichtert. 20 Minuten spaeter sprang meine Rute an und ich kaempfte mit einem ordentlichen 9 Pfuender. Der Flasher ist echt klasse. Werde ich jetzt oefters benutzen!
Diesmal brachte Dave den Kescher MIT Fisch ins Boot. Einige andere Boote fingen nun auch schoene Lachse. Dann ploetzlich war's vorbei.
Ich hatte noch einen Biss und spaeter hatte ich noch eine Scholle 'dran die wieder zurueck ging. Eine Charterbootpassagierin hielt uns im vorbeifahren zwei schoene Lachse zwischen 10 und 12 Pfund hoch - jubelnd und tanzend zu lauter Musik. Na die scheinen ja Spass zu haben.
Gegen 13:30 packten wir ein. Ich spuerte einen leichten Sonnenbrand im Gesicht auf dem Weg zurueck. Wir waren zufrieden auch wenn wir natuerlich von non-stop Action getraeumt hatten, aber wir hatten einen schoenen Tag. Und ich hatte FAST meinen Winter Spring Rekord gebrochen! Aber man sieht halt, ein Lachs ist erst gefangen wenn er filetiert im Kuehlschrank liegt! Uebrigens, habe ich dann abends erfahren, der Derby Winner war etwas ueber 16 Pfund - $3,000 Preisgeld. Vielleicht sollte ich mir zukuenftig Derbytickets kaufen!

So, das war's von meinem letzten Wochenende. Hoffe es hat Euch nicht gelangweilt! Wenn nicht, dann werde ich wieder berichten sobald ich die Moeglichkeit habe.

Foto: Dave und ich in Action auf meinem "Red Hot"Bild

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Lachstour im May

Beitragvon cohosalmon » 25.05.2011 - 0:45

War am Wochenende mal wieder 'draussen - den Lachsen auf den Fersen. Bin vor Victoria zu einer Untiefe Constance Bank genannt. Mein Freund Larry kam mit. Wetter war klasse, kaum Wind - Voraussetzung fuer diese Tour ca. 4 km vor der Kueste. Als wir ankamen waren schon eine Menge Boote am fischen - es war langes Wochenende. Ueber Funk hoerten wir schon Gequassel ueber einige schoene Lachse bis 20 Pfund. Leider muessen wir im Moment alle ungekennzeichneten Lachse ueber 67 cm Laenge wieder zuruecksetzen. Gott sei Dank sind aber die Aufzuchtstations-markierten Lachse zu ca. 80% dominant zu dieser Jahreszeit. Die markierten (Fettflosse entfernt) haben nur ein 45 cm Mindestmass und kein Hoechstmass. So schleppten wir die Plastik und Blinkerkoeder knapp ueber den Grund an der Kante zur Untiefe. Nach einer halben Stunde wechselte Larry auf Koederfisch. Kurz danach rappelt es bei ihm und ein halbstarker 8 Pfuender Chinook geht ins Netz. Na also. 20 Minuten spaeter wieder Larry. Diesmal kommt ein schoener 10 Pfuender ins Boot. Als Larry kurz darauf wieder einen Biss hatte - Fehlbiss leider - montiere ich auch auf Koederfisch um. Und kaum war das Boot herum zur bewaehrten Stelle, kriege ich auch meinen Chinook. Um die 9 Pfund geschaetzt. Dann passierte eine Weile nichts. Wir hoerten ueber Funk, dass einige Angler Fische an Robben verloren hatten. Das passiert an einigen Tagen oefters - die Biester haben sich regelrecht darauf eingestellt Angelbooten zu folgen und sobald ein Fisch am Haken haengt, schnappen die sich ihn. Meist hat man keine Chance und hofft nur dass der Haken ausschlitzt und man sein Zeug zurueckkriegt. Sehr aergerlich. Es wurde mit der drehenden Gezeit etwas ungemuetlich auf der Bank aber da sprang Larrys Rute nochmal an. Der Fisch wehrte sich gut und ich wartete mit dem Kescher geduldig. Da sah ich einen Seeloewen seinen Kopf heraustecken - ca. 30 m hinter dem Boot. Larrys Fisch zeigte sich an der Oberflaeche zur gleichen Zeit etwa 10 m weiter zum Boot zu. Ich rief Larry zu zu leiern was das Zeug haelt weil der Seeloewe Ziel nimmt. Ein Rennen auf gefressen oder gegrillt werden fuer den Lachs. Larry kurbelte was die Rolle hergab und der arme Fisch schlidderte nur so ueber das Wasser. Kurz dahinter die Bugwelle des verfolgenden Seeloewen. Direkt hinter dem Aussenboarder sah ich den Fisch und etwa 2 m tiefer den Loewen daraufzuschiessen. Ich schlug mit dem Kescher hart auf's Wasser und der Loewe ist etwas verstutzt und zoegerte ein paar Sekunden - lange genug fuer mich um den Lachs in den Kescher zu schaufeln und ins Boot zu schmeissen. Der Seeloewe tauchte frustiert 2 m hinter dem Boot auf und Larry und ich schrien ihn an voller Siegesfreude! Da schuettelte der Seeloewe seinen Kopf und grunzte zurueck und schwirrte ab. Haben wir gelacht! Danach ging's heim. Alle Lachse uebrigens markiert.

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Beitragvon rhinefisher » 25.05.2011 - 6:18

Oh Mann - da will man doch nur noch Auswandern... !
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Beitragvon Taxler » 25.05.2011 - 8:48

Toller Bericht aus einem Klasse Angelrevier

Danke schön dafür!

Wenn Du noch ein paar Fotos aus der Ecke dort hast
würden wir sie hier gerne betrachten :)
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon Onkel Tom » 25.05.2011 - 8:56

Sehr schöne Geschichte, danke dafür!
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Beitragvon cohosalmon » 26.05.2011 - 1:29

Hier mal ein paar Chinook Fotos. Das Bild mit den 4 Chinooks wurde an einem meiner besten Angeltage geschossen. Mein Freund Carl und ich hatten uns spotan an einem So Nachmittag zu einem Kurztrip nach Sooke verabredet und innerhalb von 1.5 Stunden haben wir die 4 Burschen erwischt. Der erste Biss kam an meiner Rute nut 10 Minuten nach Beginn und wir landeten perfekt den 20 Pfuender. Parr Minuten spaeter rappelte es wieder an meiner Rute und der Fisch riss nur so Schnur von der Rolle. Carl wollte schon seine Rute einholen um Platz zur Landung zu haben und keinen Schnursalat zu riskieren da zog seine Schnur ebenfalls ab und war unstoppbar. Nun standen wir beide am Heck des Bootes und konnten nur unsere Rollen schreien zu sehen. Inzwischen drifteten wir aber auf Klippen zu. So musste einer von uns immermal wieder wenn der Lachs abzog halb in die Kabine kriechen und mit einer Hand Motor anlassen und uns von Ufer wegbugsieren. Keiner von uns glaubte, dass wir beide landen koennten. Erst kam meiner in Sicht und nach ein paar Fehlversuchen schaffte es Carl ihn einhaendig zu keschern: 24 Pfund. Dann zeigte sich Carl's Lachs das erste Mal - was fuer ein Prachtfisch! Nachdem ich meinen Fisch verstaut hatte und Carl fertig war kescherte ich auch seinen sicher: 38 Pfund. Das alles hatte ueber 30 Minuten gedauert. Dann haben wir nochmal die Ruten 'reingelassen und 15 Minuten spaeter schnappte sich ein 9 Pfuender meinen Koeder. Das Limit war voll und wir gluecklich.

Ein schoener 25 Pfuender auf dem anderen Foto.

Und noch ein 36# mit Carl.



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Beitragvon cohosalmon » 26.05.2011 - 1:33

Hier noch ein Paar Chinooks und paar Heibutte der vergangenen Saison.
(habe auch einen Heilbuttbericht ins Forum eingestellt vor ein paar Wochen - falls ihr meine Berichte moegt).

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Beitragvon cohosalmon » 26.05.2011 - 1:39

Mal paar andere Fische:

ein Cabezon - wohl aehnlich haesslich und lecker wie ein Seeteufel.

Und ein Canary Rockfish.

Ein schoener Coho vom Stamp River an der Fliege meines Freundes Greg.

Und mein Freund Glenn mit seinem Monster Stoer aus dem Fraser River letzten Jahr. Ich war da leider nicht dabei.

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Beitragvon cohosalmon » 26.05.2011 - 1:50

Letztes Jahr hatten wir eine tolle Coho und Sockeye Lachsangelei hier vor Victoria. Hier paar Fangbilder davon:

1. Coho
2. Coho meines Sohnes
3. & 4. Sockeyes von meinen Soehnen gefangen
5. Pink und Coho-Schwaerme mit Unterwasserkamera im Campbell River beim Schnorcheln. Wenn einer von Euch mal die Chance hat diese gefuehrten Schnorcheltouren in Campbell River zu machen - macht es auf jeden Fall. Unglaublich!
6. Mein Boot "Red Hot"

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Beitragvon cohosalmon » 26.05.2011 - 1:54

Hier ein Foto von den haeufigen Begleitern beim Angeln - Orcas/Killerwale.

Und bei der Abfischung im Sooke River fuer die Lachsbrutstation.

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Beitragvon Taxler » 26.05.2011 - 2:45

Jaaa ...!

Genau solche Fotos wollte ich sehen :)

Da kommt doch sofort Fernweh bei mir auf ...

Vielen Dank!
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Jakob1995
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Beitragvon Jakob1995 » 26.05.2011 - 6:06

Klasse Bilder, vielen Dank!
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agjumper
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Beitragvon agjumper » 01.06.2011 - 8:39

Tolle Bilder
und vor allem sind deine Berichte echt gut!

Werde im September 2013 deine Insel für 3Wochen besuchen.
Würde mich freuen wenn du mir ein par Tipps geben könntest.
Hab mal einige meiner Fragen hier zusammengestellt.

Wann ist die beste Zeit um im Fluss auf King zu angeln?
Kann man zu dieser Zeit auch andere Lachse (z.b. Cohos) fangen?
Muss man einen Charter zum Meeresangeln im Voraus fest buchen oder ist das Angebot so groß das es einen Tag vor Ausfahrt genügt sich anzumelden?
Wo ist deiner Meinung nach der bessere Platz zum Meeresangeln, Ost oder Westseite der Insel?
Kann man sich ein Motorboot mieten und z.b. im Inlett in Port Alberni auf eigene Faust fischen?
Gibt es Möglichkeiten gefangenen Fisch bis zur Heimreise einzufrieren?
Wie viele Königslachse und Cohos darf man als Tourist fangen?

Vielleicht gibts ja hier noch mehr Leute hier die schon mal auf Vancouver Island waren und mir meine Fragen beantworten können.
Würde mich freuen!

Danke im Voraus.

Gruß, agjumper

cohosalmon
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Beitragvon cohosalmon » 02.06.2011 - 21:49

agjumper:

Schoen, dass Dir meine Berichte gefallen. Schau' nur oefters mal hier 'rein - solange ich das Gefuehl habe meine Berichte werden gelesen und gemocht, werde ich regelmaessig berichten.

Zu Deinen Fragen: 2013 ist zwar noch ein bisschen hin und es ist schwer abzuschaetzen was bis dahin passiert im Hinblick auf Fangchancen und Angel/Fangbeschraenkungen aber ich werde mal antworten als wenn es dieses Jahr waere. Uebrigens, ich kann verstehen, dass Ihr eine so weite Tour solange im voraus plant - vorallem wegen der Kosten - aber eigentlich muss eine Westkanadareise gar nicht extrem teuer sein. Man kann natuerlich, wenn man in die beruehmtem 5 Sterne Fishing Lodges (wie z.B. Rivers Inlet, Queen Charlotte Isl, etc) fliegt eine Menge Geld verpulvern, aber es geht auch anders wenn man auf etwas Luxus verzichten kann und ein bisschen flexibel und abenteuerlustig ist. Ich wuerde mal behaupten, dass jeder der sich eine Norwegentour leisten kann, fuer ungefaehr das gleiche Geld eine Angelreise nach BC, Kanada machen kann. Und ich sage das nicht weil ich Euch alle hierher locken will um irgenwelche Vorteile davon zu haben. Ich bin weder ein Lodgebesitzer noch profitiere ich anderweitig irgendwie vom Tourismus. Nur mal um das klar zustellen.

September is generell eine gute Zeit. Die Kings, oder Chinooks wie wir sie hier in Kanada nennen, sind dann jedoch schon weit im Fluss und einige werden schon braune "Boots" sein - sehen nicht mehr appetitlich aus. Die sind auch kein guter Sport mehr. Hier auf Vancouver Island gibt es nur eine begrenzte Zahl an groesseren Fluessen die Chinooks beherbergen und die man auch beangeln darf. Du kannst Dir vorstellen, dass in einem kleinern Bach, der 200 Chinooks im Ganzen hat, keine Fischerei und besonders keine Entnahme erlaubt sein kann um die Art zu erhalten. Z.B. hat der Sooke River vor den Toren Victoria's etwa 500 Chinooks per Jahr (in den besten Jahren 1500). Man darf dort mit der Fliege fischen, muss aber jeden gefangenen Lachs wieder schonend zuruecksetzen (catch & release). Auf der Insel gibt es den Stamp River bei Port Alberni, den Campbell River in Campbell River, den Nitinat River an der Westkueste und ein paar weit abgelegene Fluesse im Norden der Insel (von denen ich persoenlich nicht viel weiss), die alle eine befischbare Chinookpopulation haben. Die Fang- und entnahmenbestimmungen sind verschieden fuer jeden Fluss und Du musst Dich genau erkundigen. Ich vermute 1 pro Tag und 2 bis 4 im Gepaeck wird die Entnahmenorm sein. Die grossen Festlandfluesse wie Fraser oder Skeena und deren viele Nebenfluesse sind bessere Chinookziele, meineserachtens. Je weiter weg von grossen Staedten, desto idyllischer die Angelbedingungen (bei Vancouver am Fraser ist es wie beim Kutterangeln an den guten Uferstellen wenn Hauptlachszeit ist). Wir, auf Vancouver Island, fangen die meisten Chinooks im Meer wenn die grossen Schwaerme auf dem Weg zu ihren Heimatflussen z.B. Fraser River, Columbia River, Sacramento River etc. hier bei uns vorbei muessen und sich nochmal richtig vollfressen im Meer. Daher ist die Meeresangelei auf Chinook hier auf der Insel sicher besser als im Fluss weil wir einfach nicht so viele einheimische Insel-Chinooks haben.

September bis weit in Oktober ist Coho-Zeit. Da kannst Du hier an den Fluessen viel Spass haben. Neben den schon obengenannten Inselfluessen kannst Du noch den Cowichan River und eine Menge kleinerer Fluesse dazuzaehlen in denen es sich lohnt auf Coho zu angeln. Beste Aussichten sicher im Stamp und Campbell River und deren Nebenbaeche. Bushwhacking can manchmal tolle Erlebnisse bringen - man muss aber auf Baeren aufpassen und sich zu verhalten wissen wenn man weit vom Schuss im Busch herumkriecht: Lachslaichzeit ist Baerenzeit! Letztes Jahr kamen fantastische Cohomengen zurueck und ich habe Sternstunden im Meer erlebt und tolle Berichte von den Fluessen gehoert. Ich gehe selten an die Fluesse da ich das Meer vor der Haustuere habe und so die Laicher lieber in Ruhe lasse. Selbst im Sooke River habe ich Cohos ueber 20 Pfund gesehen - muessen aber wieder zurueckgesetzt werden. Wie gesagt, in den groesseren Fluessen kann man ein paar mitnehmen.

Die Pinklachse (Buckellachse) im Campbell River und seinem Nebenfluss dem Quinsam River sind sicher die leichtesten Ziele fuer "Anfaenger" und man kann wirklich hunderte pro Tag fangen wenn der "Run" da ist. Und da liegt halt die Schwierigkeit fuer Touristen, die auf Flussangelei aus sind. Wasserstand, Wassertemperatur und natuerlich Fischmenge haben riesige Auswirkungen auf die Fangaussichten. In einem trockenen und sehr warmen Jahr koennen die Lachse gut 3 - 4 Wochen spaeter kommen und man kann sie in seinem Urlaub komplett verpassen. Die Pinks sind hauptsaechlich im August im Campbell River. In einem guten Pinkjahr sind jedoch auch im September noch einige da. Je weiter nach Norden man kommt an der Kueste, desto frueher tauchen die Lachse in den Fluessen auf. In Alaska ist z.B. im Sept schon fast alles vorbei.

Sockeyes (Rotlachse) kommen am ehesten im die Fluesse. In Port Alberni wird fuer 2011 wieder ein exzellentes Sockeyejahr erwartet und einige Sockeyes sind schon jetzt im Stamp River. Sehr viel Spass die zu fangen und die gehen auch aggressiv auf Fliege und kleines Spinnzeug. Ein paar koennten vielleicht noch bis September im Fluss sein - wenn die Saison wetterbedingt etwas verspaetet ist. Der Stamp River ist aber auch der einzige nennenswerte Sockeye Run auf der Insel. Auf dem Festland ist natuerlich der Fraser bis in die Rockies Sockeye-Territorium.

Das mal zum Flussangeln. Wie gesagt, ich bin nicht der absolute Flussexperte aber immerhin habe ich es etliche Male unternommen und es ist schon ein verruecktes Erlebnis wenn ein 15 Pfund plus Coho die Schnur von der Fliegenrolle reisst. Habe mal einen weit ueber 30 Pfund Chinook im Campbell River an der Fliegenrute gelandet - der war zwar schwer und es hatte lange gedauert bis ich ihn im flachen Wasser greifen konnte, aber er hatte nicht soviel Energie gezeigt wie die meisten halb so grossen Cohos oder Chum (Hundlachse). Aber er war auch dunkel und die Cohos waren silbrig und frisch!

Im September (nach unseren und US Schulferien) ist das Angebot an allen touristischen Einrichtungen sehr gut und man muss kaum vorbuchen. Es gibt hier so viele Fishing Charter Outfits, dass Du sicherlich fuer jeden Tag was kriegen kannst. Vielleicht nicht immer mit dem Gleichen wenn Du meherer hintereinander machen willst, aber ich denke im September ist auch Spielraum fuer Verhandlungen - Off-Season Discounts.

In groesseren Zentren gibt es verschiedene Marinas, die Bootsverleih anbieten. Hier bei Victoria z.B. Pedder Bay. Ich weiss in Campbell River gab es vor paar Jahren noch paar Bootsverleihe, ich moechte wetten in Port Alberni auch. Sicherlich die preiswertere Variante im Vergleich zu Chartertouren. Jedoch wuerde ich Dir dringend empfehlen mind. eine Chartertour vorher zu buchen um erstmal auszuspionieren wie und wo - und ich wuerde ganz offen mit dem Guide reden, dass Du morgen es selbst versuchen willst und er Dir doch mal nahe Stellen und gaengiges Geraet zeigen soll. Die meisten Guides werden Dir gerne helfen - frage das gleich beim Verhandeln und pruefe ob der Guide hilfbereit scheint. Es nuetzt Dir naemlich nichts wenn der dann mit Dir 20 km vor die Kueste faehrt, wo Du mit Deinem kleinen Mietboot sowieso nie hinkommst. Zweitens kannst Du bei der Chartertour ueber gefaehrliche Gewaesserstellen lernen. Was Du auf einer Chartertour lernen kannst, wirst Du nicht in 10 Tagen mit Eigenversuchen hinkriegen. Glaub' mir.

Die Westkueste ist fischreicher (viel) aber auch viel wetteranfaelliger und da es offener Pazifik ist, wirst Du oft mit 5 Meter oder mehr Duenung kaempfen - was nicht unbedingt gefaehrlich sein muss aber es ist die ersten Male beaengstigend in einem kleinen Mietboot - neben den Seekrankheitserscheinungen. Und der naechste Stop von da an ist Japan. Und ich weiss nicht ob Du an der Westkueste ueberhaupt Mietboote bekommst. Koennte mir vorstellen, dass es da fast keine Mietmoeglichkeit gibt - der Sicherheit wegen. Die Ostkueste ist ruhiger und hat keine Duenung. Um hier jedoch Fangglueck auf eigen Faust zu haben, muss man die richtige Zeit der Lachswanderungen erwischen und wie gesagt eine Experteneinfuehrung haben. Campbell River, Port McNeil oder Victoria/Sooke sind sicher die besten Ziele dafuer.

Im Meer sind die Fangbegrenzungen wie folgt:
Chinook: 2 pro Tag, 4 im Besitz
Coho: 2 (bis Okt nur markierte) pro Tag, 4 im Besitz
Sockeye: 4 pro Tag, 8 im Besitz
Chum: wie sockeye
Pink: wie sockeye
Heilbutt (wenn nicht schon geschont: 1 pro Tag, 2 im Besitz)
Lingcod: 1 pro Tag, 4 im Besitz
Rockfish: weiss nicht genau, glaube das ist pro Region auch verschieden.

Wie gesagt, dass gilt fuer's Meeresangeln. Im Fluss sind die Bestimmungen anders und sicher darunter.

Ich habe mehrfach vakuumverpackten und gefrorenen Fisch mit nach Deutschland gebracht. Ich glaube es gibt eine Maximalgewichtsgrenze aber ich hab's einfach in die Koffer gesteckt und es hat nie jemand nachgefragt oder gemeckert. Bei einem Direktflug Vancouver - Duesseldorf kommt der Fisch nach 9 Stunden noch gefroren an. Bei laengerer Strecke war er angetaut. Ich habe mir aber von Fishing Lodge-Koechen sagen lassen, dass wenn der Fisch vakuumverpackt ist, es kein Problem beim Wiedereinfrieren gibt da keine Luft and den Fisch kommt.

Wenn Du hierherkommst und ich Zeit habe, nehme ich Dich gerne mal mit zum Lachs-oder Heilbuttangeln. Koennen auch mal zusammen einen Fluss auskundschaften wenn's passt. Ich kann Dir ja mal meine email Adresse schicken. Wenn Du noch Fragen hast, schiesse ruhig los.

cohosalmon
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Heilbutt & Lachs in Bamfield, BC

Beitragvon cohosalmon » 07.06.2011 - 0:52

Nicht ganz Victoria oder Sooke sondern Bamfield an der Westkueste von Vancouver Island - das Nordende des beruehmten Westcoast Trails. Habe das Wochenende mit der ganzen Familie und einem befreundeten Paerchen dort verbracht. Ein traumhaftes Wochenende. Da ist nun die Westkueste der Insel bekannt fuer viel Regen, Nebel und hohe Wellen aber dieses Mal hatten wir den Jackpot erwischt! Blauer Himmel, nur Sonne bei 25 Grad. Traumhafte Sandstraende zwischen bewaldeten Felsenklippen, rauschende Wildbaeche, Schwarzbaeren, Adler, Wale... das volle Programm. Haben im Resort "Mills Landing" 2 komfortable Huetten gemietet und am Sa eine Charter-Angeltour gebucht. Eigentlich waere das Wetter perfekt fuer einen Angeltrip zu den Offshore-Baenken gewesen aber unserer Guide sagte es haette eine Windwarnung gegeben und Heilbuttangeln waere sowieso besser zwischen den hunderten an kuestennahen Inseln der Broken Island Group im Barkley Sound. Naja, der Wind ist niemals aufgetaucht - es war glatt wie ein Ententeich. Aber er hatte auch recht mit den Heilbutten. Auf den Baenken faengt man zwar viele Heilbutte und oft auch beim Lachsschleppen, aber meistens sind das dann nur "Tennisschlaeger" zwischen 10 und 20 Pfund. Da die Fangbeschraenkungen dieses Jahr nur einen Heilbutt pro Tag pro Person erlauben, sucht man sich doch besser eine Stelle mit groesseren Exemplaren. Ofmals sind das Unterwasserberge mit sandig, kiesigem Untergrund zwischen Felsstellen. So fuhren wir dann 7:00 morgens ab, mein 9 jaehriger Sohn Ricardo, mein Freund Greg, seine Frau Tamy und Guide Sheldon; in einem schicken 8 m Grady White. Gezeitenwechel war 9:00 - daher der spaete Start. 7:30 waren wir am Platz nach einer schoenen Fahrt durch die Inselwelt. Ohne GPS kann man sich hier schnell verirren. So weit man sehen kann bewaldete, felsige Inseln mit schneebedeckten Bergen als Hintergrund. Sheldon liess den Anker auf der Erhoehung herab die ca. 40 m Tiefe zeigte - bis der Anker fasste waren wir dann auf 55 m abgerutscht. Macht nichts sagte Sheldon und machte 3 stabile Ruten fertig. Grosse Penn Rollen mit 80 Pfund Geflochtener, 500 g Blei and einem Spreizdraht und ein kurzes Vorfach mit dicker Mono und 2 grossen Drillingen. Wir benutzen Lachsbauchlappen als Koeder. Als die Ruten ausgelegt waren, hiess es sich gemuetlich machen. Wie Grundangeln auf Karpfen o ae. Damit es meinem Sohn nicht so langweilig wurde, machte ich noch eine leichtere Pilkrute fertig um vorn auf der Bootspitze etwas zu pilken. Nach 15 m bringt Ricardo einen 3 Pfuendigen Quillback Rockfisch herauf. Stolz wie Oskar! Dann pilke ich einen kleinen Red Snapper (eigentlich Yelloweye Rockfish). Haette ihn wieder freigelassen aber er hatte den Druckausgleich nicht hingekriegt beim hochbringen. Immerhin 2 kleine Filets sind es geworden. Dann gegen 9:00 wurde Sheldon aufgeregt - Gezeitenwechsel. Keine 15 min spaeter rieft er "Biss - links!". Die Rutenspitze wippte aufgeregt. Tamy sprang auf und griff sich die Rute. Waehrend sie etwas halb-schweres den langen Weg hochkurbelte, reisst etwas die rechte Rutenspitze bis ins Wasser. Greg hatte Muehe die Rute ueberhaupt aus dem Rutenhalter zu holen. Das war ein Heilbutt, das ist sicher. Ich war noch vorn auf der Bootsspitze und kurbelte wie verrueckt die Pilkrute ein um etwas von dem Schauspiel mitzukriegen. Ricardo war schon laengst nach hinten entwischt. Da zieht auch noch die 3. Heilbuttrute ab und ich bin immer noch nicht fertig! Sheldon gab Ricardo die Heilbuttrute und ich hatte meine Bedenken ob er dem gewachsen waere. Inzwischen hatte Tamy einen schoenen 5 Pfund Snapper hereingebracht. Greg kaempte mit einem Heilbutt - als ich hinten ankam und Ricardo helfen wollte, wurde seine Schnur schlapp. Schade! Ich kurbelte den Rest ein und steckte neue Koeder an. Wenn die Fische beissen, muessen die Ruten ins Wasser! Ein schoener 25 Pfund Heilbutt kam bei Greg and die Oberflaeche und Sheldon harpunierte ihn. Er stach ihn noch im Wasser ab und liess ihn ausbluten. Als er ihn hereinhob, machte er den Heilbutttanz. Wir gingen weit weg - tobende Heilbutte haben schon Knochenbrueche verursacht, ja ganze Kleinboote versenkt. Als er in der Fischbox verstaut war, kehrte wieder Ruhe ein. Ricardo und ich gingen wieder nach vorn. 15 min spaeter hoerte ich wieder "Biss - links" und weil ich wieder weit weg war sprang Greg erneut hinzu. Sobald die Pilkrute eingeholt war, kam ich nach hinten und wartete ob eine der anderen 2 Ruten abging. Diemal schien es ein groesserer Butt zu sein, er nahm ein paar Mal Greg hart erkaempfte Schnur wieder ab. Sheldon liess mich die anderen 2 Ruten einholen - er wollte keinen Schnursalat riskieren. Nach 10 min zeigte sich ein schoener Butt am Boot - 41 Pfund. Die Harpune sass und der Heibutt spielte verrueckt - Greg wurde pitsch nass! An einem warmen Tag wie heute - eher willkommen! Wieder eine Tanzshow des Geschlachteten im Boot. Alles voll Blut gespritzt. Dauerte 10 min. um alles abzuspruehen. Jetzt war ich aber mal 'dran. Ich liess das Pilken sein und wartete geduldig ob sich nochmal was tat. Es war erst kurz nach 10:00. Wiederum so 15-20 min - ich schaute gerade auf die rechte Rute - nichts - auf einmal, ohne Vorwarnung und ohne zu zucken riss die Rute nach unten und kam nicht wieder hoch. Die Rolle kreischte. Ich war gleich da und riss die Rute aus dem Halter. Anschlag war nicht noetig - der hing. Ich spuerte das typische "haemmern", dass nur ein Heilbutt mit seinen Kopfstoessen hinkriegt. Ich kurbelt ihn 10 m hoch - dann wollte er wieder zum Grund. Nach 10 min war er dann neben dem Boot und die ueblich Prozedur folgte. Alles lief wir am Schnuerchen. 37.5 Pfund an der Waage. Klasse. Nur noch einen und wir haetten unser Limit. Und tatsaechlich kruemmte such die rechte Rute wieder ganz tief und wir riefen Tamy heran. Sie war sich erst unschluessig ob sie sich das auch zutrauen wollte aber als wir Maenner keine Anstalten machten es zu uebernehmen, griff sie sich schliesslich die gespannte Rute mit der singenden Rolle. Nach und nach gewann sie Schnur - aber 55 m koennen lange und schmerzhaft sein wenn man ein Monster hochhievt. nach 20 min und einigen Seufzern von Tamy zeigte sich ein riesiger Schatten in der Tiefe. Was war denn das? Kein Heilbutt. Ein riesiger Rochen hatte sich den Koeder geschnappt. Der war min. 50 oder 60 Pfund. Fuer Asiaten sind Rochenfluegel eine Delikatesse. Von uns traute sich da keiner heran. Ich habe schon einige Rochen vor Victoria gefangen aber noch nie einen mitgenommen. Und nachdem wir ihn ausgiebig bestaunt hatten neben dem Boot, hakte Sheldon ihn ab und es sah sehr elegant aus wie er absegelte. Jetzt hatten wir genug vom Grundangeln. Wir wollten nun wissen ob es auch Lachse gab heute. Sheldon sagte, das einige gefangen wurden am Tag zuvor aber im Ganzen war es recht ruhig auf der Innenseite des Soundes waehrend es auf den offshore Baenken richtig ab ging. Dafuer war aber keine Zeit mehr. So schleppten wir dann an verschiedenen Klippen und Inseln aber bis auf paar untermassige Rockfische und Lingcods war nichts. Als wir wieder mal einen kleinen Rockfisch abhakten, hiess uns Sheldon aufzupassen. Wir waren so 200 m von der Kueste weg - man konnte deutlich die Baeume sehen aber keine Einzelheiten. Sheldon stellte sich an die dem Ufer zugewandte Bordwand und hielt the handgrossen Fisch in seiner Hand hoch und schwenkte den Arm. Wie auf Kommando kamen zwei ausgewachsene Weisskopfseeadler auf uns zu und kreisten 5 m ueber dem Boot. Da sieht man erst mal wie gross die eigentlich sind - ca. 2 Spannweite - das war schon beeindruckend. Sheldon warf den kleinen Fisch vielleicht 3 m vom Boot ins Wasser und die Adler sturz-flogen darauf und schnappten sich ihn bevor er wegschwimmen konnte. Was fuer ein Schauspiel! Da ich nicht wusste was Sheldon vorhatte, hatte ich auch meine Kamera nicht fertig. Schade. Wir versuchten es noch an einer Stelle direkt am Uebergang vom Sound zum offenen Pazifik. Wir schleppten unsere Kunstkoeder direkt am Grund und tatsaechlich hatte Greg zweimal einen schoenen Biss und kurzen Kampf bis die Lachse wieder ausstiegen. Wir schaetzen auf 10 - 15 Pfund. Kurz vor dem Ende hatte ich dann noch ein Nehmer und Ricardo leierte profimaessig einen kleinen Chinook ein - gerade massig - knapp 50 cm. Weil es das einzige Silber des Tages war, ging er mit. Auf dem Heimweg durchbrach dann noch ein Grauwal kurz die Oberflaeche - aber als wir auf ein erneutes Auftauchen warteten, kam er nicht mehr hoch. Die koennen gut 20 min unter Wasser bleiben. Eine super Tour mit vielen leckeren Heilbuttfilets im Gepaeck. Hier noch ein paar Eindruecke von Bamfield. Ich bin ueberzeugt - wenn das Wetter schoen und stabil ist (Mitte June - Mitte Sept, aber Nebel haeufig ab Ende July) dann ist das ein Paradies!

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