Kläranlageneinläufe in einen Fluß- Fisch Verzehr bedenklich?

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Re: Kläranlageneinläufe in einen Fluß- Fisch Verzehr bedenklich?

Beitragvon Colamann » 04.03.2019 - 10:42

Gruni hat geschrieben:aber diese Angst vor Allem Möglichen die uns so manche Gutmenschen einreden wollen

Nur mal so, die Verwendung des Wortes Gutmensch als Schimpfwort geht mir erheblich auf meine Gonaden.

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Re: Kläranlageneinläufe in einen Fluß- Fisch Verzehr bedenklich?

Beitragvon Gruni » 04.03.2019 - 11:22

@Colamann:
Ich weiß nicht wieviel du mit so selbsternannten Umweltlobbyisten/schützern und sonstigen Weltverbesserern zu tun hast, aber ich sag das nicht ohne Grund...
@Derrik: Das mit dem Kokain hab ich auch gelesen und bei unsern Bankern hier wundert mich das auch nicht!
Immer lustig wenn ich so einen dieser Highflyer im Termin habe und schon am näselnden Reden die kaputte Nasenscheidewand höre... 8)
Zu dem Thema hatte ich mich mal mit einem unserer Gewässerwarte unterhalten der einen sehr guten Draht zu den hiesigen Wasserwerken unterhält und der meinte das größere Problem seien eher die Rückstände der Hormone aus der Pille die die Klärwerke noch nicht wirklich erwischen würden und ob das Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit der Fische habe....das kann ich zumindest nachvollziehen, aber die Pille gibt es ja nun auch schon ein paar Jährsche und früher in deutlich höherer Dosierung.
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Re: Kläranlageneinläufe in einen Fluß- Fisch Verzehr bedenklich?

Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 07.03.2019 - 18:57

rhinefisher hat geschrieben:Wenn Du auch mal etwas mehr erleben möchtest, kaufe dir ein Segelboot und gehe mal für einige Jahre auf große Fahrt.. .

Soll ich etwa eine Bank überfallen oder wie soll ich das bezahlen?
Angeln :D

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Re: Kläranlageneinläufe in einen Fluß- Fisch Verzehr bedenklich?

Beitragvon Valestris » 07.03.2019 - 19:23

#Allround#Nachhaltig hat geschrieben:
rhinefisher hat geschrieben:Wenn Du auch mal etwas mehr erleben möchtest, kaufe dir ein Segelboot und gehe mal für einige Jahre auf große Fahrt.. .

Soll ich etwa eine Bank überfallen oder wie soll ich das bezahlen?

Ratenzahlung :badgrin:

Zum Thema, wenn ich anfangen würde mir Gedanken über Sachen wie Mikroplaste oder so zu machen, dürfte ich keinen Fisch essen. Plattfische sollen ja sehr anfällig dafür sein. Auch in den Saalerbodden würde über Jahre Abwasser geleitet aus einer Fabrik, das Rohr ist sogar an einem meiner Spots. Die Zander schmecken trotzdem ;) Direkt an nem aktiven Auslauf würde ich allerdings auch nicht angeln und Fische entnehmen. Aber Fische bewegen sich ja, woher soll man also wissen, dass die vorher nicht an solchen Stellen waren?
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Re: Kläranlageneinläufe in einen Fluß- Fisch Verzehr bedenklich?

Beitragvon Colamann » 07.03.2019 - 22:57

Gruni hat geschrieben:@Colamann:
Ich weiß nicht wieviel du mit so selbsternannten Umweltlobbyisten/schützern und sonstigen Weltverbesserern zu tun hast, aber ich sag das nicht ohne Grund...

Sagen wir mal, ich kippe weder mein altes Motoröl in die Büsche, noch habe ich einen Stapel brennende Autoreifen im Garten. Gutmenschen sind per Definition übrigens die, die dem Kind auch dann den Lolly nicht wegnehmen, wenn sie damit durchkommen würden. Deshalb hat die Verwendung als Schimpfwort mehr als ein Geschmäckle.

Zu dem Thema hatte ich mich mal mit einem unserer Gewässerwarte unterhalten der einen sehr guten Draht zu den hiesigen Wasserwerken unterhält und der meinte das größere Problem seien eher die Rückstände der Hormone aus der Pille die die Klärwerke noch nicht wirklich erwischen würden und ob das Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit der Fische habe....das kann ich zumindest nachvollziehen, aber die Pille gibt es ja nun auch schon ein paar Jährsche und früher in deutlich höherer Dosierung.

Das letzte Argument klingt zwar einleuchtend, aber dazu müßte man Zahlen über die Entwicklung der Konzentration der einzelnen Stoffe haben. Hormone wirken sicherlich in viel geringeren Dosen als z.B. Kokain. Auch kann gar nicht so viel gekokst werden, wie die gängigsten Medikamente genommen werden.
Gerade die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen aber auch östrogenartige Substanzen wie BPA. Solche sind gerne in Plastik als Weichmacher drin. Wer schon mal mit Epoxidharz gearbeitet hat: Die eine der zwei Komponenten ist eigentlich reines BPA. Von solchen Substanzen landet sicher einiges in den Gewässern.