Problemfluss Neckar

  • Hallo,
    auch wenn ich mich jetzt mit den Profis anlege, aber ich möchte hier einmal meine Erfahrungen bezüglich meines Hausflusses dem Neckar schreiben.
    Kennengelernt habe ich den Neckar 1989. Damals war es auch oder gerade für Gelegenheitsanger oder Urlaubsangler ein Paradies. Der Neckar
    (Strecke 3 zwischen Neckarzimmern und Schleuse Rockenau) präsentierte sich in einem TOP-Zustand. Ein gesunder Weißfischbestand sowie viele Raubfische machte das Angeln zu einem Traum. Ob Rotauge (mein Rekord 52cm) oder Döbel (mein Rekord 67cm) Blei (70cm) oder Barbe (mein Rekord 5 kg) Zander, Barsch, Wels, Schleie oder die riesigen Karpfen. Man konnte gezielt auf jede Fischart gehen. Gerade der Döbel war in riesigen Mengen. Egal wo man am Neckarufer stand, immer...wirklich immer sah man junge Döbel im Uferbereich schwimmen. Ob als Stipper oder mit der Spinnrute, ob mit Boilie oder totem Köderfisch, der Neckar war ein wirklich toller Fluss.
    Doch das ist wohl endgültig vorbei.
    Selbst der Fang von Köderfischen ist jetzt schon ein Problem und immer seltener mit Erfolg gekrönt. (außer Grundeln) Es scheint keine Fische im Fluss mehr zu geben.
    Statt dessen wimmelt es in diesem Fluss von Grundeln. Diese Plage wird, da bin ich mir sicher, auch noch dem Restbestand von Weißfischen ein Ende setzen. Man braucht gar nicht auf die Idee zu kommen mit Made oder Wurm zu angeln. Glaubt es mir....die Grundeln sind schneller.
    Es ist unfassbar, wie ein so guter Angel Fluss so verkommen kann.
    Noch weniger verstehe Ich die Teilnahmslosigkeit der Behörden oder Vereine.
    der Plage oder der Situation gegenüber.
    Ich weis, die Profis unter euch sagen jetzt....die Fische sind immer noch da, man muss bloß wissen wie man sie fängt. Blablabla.


    Früher konnte ich mich als Freizeit und Gelegenheitsangler an den Fluss setzen und bin selten als Schneider nach Hause gegangen.
    Ich war jetzt mehrere Tage non Stopp auf Karpfen gesessen und hatte keinen einzigen Biss. Nix.
    Mich wundert es nicht, wenn die hiesigen Angler lieber nach Frankreich fahren, weil dort die Chancen ein vielfaches höher sind.
    Für mich ist der Neckar ein sterbender Fluss.
    Schade.

  • Die Grundelplage wird sich wie bei uns im Rhein früher oder später von selbst erledigen. Bis dahin musst Du Deine Angelmethoden überdenken, dann wirst Du auch wieder mehr fangen. Wenn man am Grund nicht mehr Fischen kann, dann eben darüber ;-)

    Ich suche immer alte ABU Angelrollen, Kartons und Papiere sowie Werbematerial.
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  • Am Main zu angeln war z.T. echt die Hölle wegen den Grundeln...
    ... mittlerweile ist es garnicht mehr soooo schlimm. ;) :)


    Beim feedern fängt man auch mal was anderes als Grundeln und der Gummifischschwänzchenverlust hält sich mittlwereile auch in Grenzen.
    Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sich das Grundelproblem langsam einpendelt.

    Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!


    P.S.: Diese Info wurde auf 100% recycelten Datensätzen geschrieben und ist nach der Löschung sämtlicher Buchstaben und Zahlen erneut verwendbar.

  • Zitat von roadsterfrosch

    Wieso meinst du, dass sich das Grundelproblem am Rhein erledigen wird?


    Alle Arten von Räubern schießen sich darauf ein. Außerdem kam es im Rhein zu einer Krankheit unter den Grundeln, der ein Großteil der Überpopulation zum Opfer fiel. Seitdem kann man auf etlichen Strecken wieder problemlos fischen.

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  • Zitat von Derrik Figge

    Alle Arten von Räubern schießen sich darauf ein. Außerdem kam es im Rhein zu einer Krankheit unter den Grundeln, der ein Großteil der Überpopulation zum Opfer fiel. Seitdem kann man auf etlichen Strecken wieder problemlos fischen.


    Ganz los wird man sie aber auf keinen Fall mehr richtig?
    Würde im Bio Abi die frage gestellt werden wie man nur die Grundeln los wird hätte ich gesagt man guckt sich die DNA an und entwickelt einen Giftstoff der nur auf Enzyme der Grundel wirkt
    Irgendwas was nur die Grundel hat wird man schon finden
    Aber das kostet bestimmt ne Menge Geld und ist wahrscheinlich nicht ganz so einfach durchzuführen

  • Du bekommst sie sicher nie mehr raus, dafür ist die Art einfach zu präsent. Eine bewusste "Vergiftung" der Gewässer, wie in den USA üblich, wird man hier sicher nur sehr schwer durchbekommen. Unsere Gesetze sind in der Richtung komplett anders, was eine Umsetzung unmöglich machen dürfte.

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  • Ohne selbst an einem Grundelgewässer zu fischen, ich find die gar nicht so schlimm. Sicher nerven sie die Stipper und ja es sind Laichfresser.
    Ich hab allerdings schon gehört, dass sie durchaus schmackhaft sind, man kann sie also verwerten und gute Köfis sollen sie auch sein. Am NOK ist wohl der Zander erheblich gestiegen, seit die Grundel vorkommt.


    Wie gesagt, ich find die Grundel nicht so schlimm, hab aber auch keine Erfahrung mit ihr. Und wie Derrik schon geschrieben hat, gibt es Montagen um sie zu umgehen.

  • Zitat von Derrik Figge

    Eine bewusste "Vergiftung" der Gewässer, wie in den USA üblich, wird man hier sicher nur sehr schwer durchbekommen. Unsere Gesetze sind in der Richtung komplett anders, was eine Umsetzung unmöglich machen dürfte.


    Hab ich mir schon fast gedacht
    Wird aber auch begründet sein


    Zitat von Valestris

    Ich hab allerdings schon gehört, dass sie durchaus schmackhaft sind, man kann sie also verwerten und gute Köfis sollen sie auch sein


    Für Kochtopfangler und Raubfischangler ist das vielleicht wirklich nicht so schlimm
    Aber ich kann mir schon vorstellen dass einige Friedfischangler da schon betroffen sind
    Eine Grundel ist und bleibt nun mal kein besonders guter Sportfisch und nicht jeder angelt für den Kochtopf
    Von daher wrd ich schon sagen die Grundel versaut so manch einem die Angelei

  • Zitat von Schimpi

    Am Main zu angeln war z.T. echt die Hölle wegen den Grundeln...
    ... mittlerweile ist es garnicht mehr soooo schlimm.


    Echt?
    OK, sollte ich es doch mal wieder versuchen, hab den Main aufgrund der Grundeln die letzten Jahre gemieden, war ja kein Köder mehr ins Wasser zu bekommen ohne dasses sofort gezubbeld hat!

  • Zitat von Gruni


    Echt?
    OK, sollte ich es doch mal wieder versuchen, hab den Main aufgrund der Grundeln die letzten Jahre gemieden, war ja kein Köder mehr ins Wasser zu bekommen ohne dasses sofort gezubbeld hat!


    Beim GuFi-angeln hat es sich definitiv gebessert.
    Beim feedern habe ich die Erfahrung gemacht, dass man von den Grundeln vorerst ganz gut verschont bleibt, wenn man bereits morgens im dunkeln anfängt zu angeln, und nen feinen Futterplatz anlegt, auf dem sich ein Rudel Friedis tümmelt. Dann bleiben die Grundelbisse zum größten Teil aus.
    Ganz vermeiden kann man sie aber logischerweise nicht. Dafür sind die Biester einfach noch zu gut vertreten.


    Ich hatte beim morgendlichen feedern z.T. ein Verhältnis -> Rotauge zu Grundel <- von etwa 10 zu 1
    Wenn ich Abends in die Dunkelheit reingefischt habe war das Verhältnis fast gedreht... :doubt:

    Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!


    P.S.: Diese Info wurde auf 100% recycelten Datensätzen geschrieben und ist nach der Löschung sämtlicher Buchstaben und Zahlen erneut verwendbar.

  • In 'meinem' Gewässerabschnitt des Rheines habe ich den Eindruck, dass die Grundel ausgestorben ist. Kein Gezubbel am Gummifisch, keine abgerissenen Schwänze, kein Gewusel im Uferbereich. Letztens habe ich sogar einem Feederangler über Stunden zugeschaut, der in Ruhe fischen konnte ohne Grundel.


    So wird das sicherlich auch bald im 'Problemfluss' Neckar sein. Ein kleiner Tipp zum Angeln bei Grundel'besatz'. Was früher Nachts war, ist jetzt oft Tags 8)

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