Lachsangeln Victoria/Sooke, BC, Kanada

  • Servus cohosalmon!!!


    Ich hoffe die drei Bayern sind gut bei dir angekommen!!!
    Wenn ich mir deine Beiträge durchschau, bin i mir ganz ganz sicher das du sie sicher zu vielen Traum Fischen bringen wirst!
    Hab nur etwas Geduld mit ihnen (sind auch schon in die Jahre gekommen und mit der Fischgröße wie bei euch schauts bei uns echt mager aus) :D
    Liebe Grüße an alle und den absoluten Hammer RUN.


    Freu mich auf viele Beiträge aus den nächsten Tagen!!!


    Herbies Sohnemann

  • Alles klar, Tom! Vielleicht bist Du ja auch dabei das naechste Mal!


    Nach einer kleinen Sendepause moechte ich mal wieder ueber den Stand der hiesigen Fischerei berichten. Ich hatte fuer eine Woche drei angelverrueckte Bayern und Forumsmitglieder bei mir. Die drei hatten eine dreiwoechige Tour durch Vancouver Island geplant mit einem Mix aus Meeres und Flussangeln. Ich hatte die Jungs eingeladen bei mir ein paar Tage zu wohnen und mit mir auf’s Meer raus zu fahren bevor sie dann im Wohnmobil auf eigene Faust auf Lachsjagd gingen.


    Tag 1; Fr Sept 6, 2013:


    Eigentlich hatte ich ja vier Angler erwartet; doch einer der Truppe musste leider kurzfristig absagen. Da mein Boot fuer 4 erwachsene Angler etwas eng bemessen ist, hatte ich fuer 4 Tage ein Partnerboot organisiert. Mein Freund Carl erklaerte sich gern bereit, einen der drei fuer die ersten beiden Tage auf seine Jalopy mitzunehmen. Da Herbi von den dreien am besten Englisch konnte, wurde er dorthin verfrachtet. Carl und ich planten den ersten Tag vor Sooke auf Lachs zu angeln. Es ging mir darum, die Jungs vielleicht noch mit dem einen oder anderen spaeten Gross-Chinook zuverkuppeln. Da wir kurz vorher noch ein paar kraeftige Regenfaelle hatten, waren die meisten Chinooks schon in die Fluesse gezogen und es waren hoechstens noch ein paar Nachzuegler zu erwarten. Die durften dann aber auch ordentlich gross sein! Ausserdem war jetzt Coho – Hauptsaison und Pinks wuerden sich auch noch sporadisch herumtreiben. Fisch war also fast garantiert – nur ob wir einen richtig Grossen erwischen wuerden, war die Frage.


    Wir starteten nicht zu frueh am Freitag und wasserten unsere beiden Boote an der Prestige Rampe in Sooke und duesten dann direkt vor die Sooke Basin Muendung. Wir drehten einige Runden dicht an den Felsen und Riffs vor Possession Point in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch ein Gross-Chinook den Marschbefehl der Natur verschlafen hatte. Tatsaechlich sahen wir wie ein anderes Boot ploetzlich in einen feinen Drill verwickelt wurde und nach einiger Zeit einen schoenen mind. 20 pfuendigen Chinook keschern konnte. Es war also noch nicht ganz vorbei! Das spornte natuerlich an! Ich wies Martin und Fred auf meinem Boot in das Geraet ein und liess sie dann alles selber machen – gab nur hin und wieder mal einen Tip fuer die zu versuchende Tiefe. Als wir einmal dicht ueber ein Riff zogen, schnappte sich ein brauchbarer Felsenbarsch den Koederfisch. Sonst blieb es bei uns erst einmal ruhig.


    Herbi meldete dann ueber Funk, dass er einen Pink erlegt hatte. Der erste Lachs in der Kiste fuer die Jungs – wenn auch kein Riese. Aber mehr liess sich dann auch nicht mehr aus den Felsen herauslocken. Wir zogen nun unsere Bahnen etwas weiter hinaus und ploetzlich rappelte es an der einen Rute und waehrend Fred noch drillte, zog auch die Rute auf Martin’s Seite ab. Fred brachte einen mittleren unmarkierten Coho zum Boot, der wieder schwimmen durfte. Martin’s Fisch war nach nur Sekunden wieder weg.


    Dann sahen wir Aufregung auf Carl’s Boot und Herbi mit einer krummen Rute. Nach einer Weile sahen wir Carl mit dem Kescher zulangen und wir hoerten die Siegesrufe der beiden. Ich dachte erst die haetten einen schoenen markierten Coho erwischt – spaeter stellte sich heraus, dass Herbi einen etwa 12 pfuendigen Chinook erwischt hatte. Wir drehten noch ein paar Rundenum die Stelle aber es tat sich nichts mehr und wir beschlossen weiter westlich am Otter Point noch unser Glueck zu suchen.


    Otter Point ist Carl’s Lieblingsrevier und er zog dort schnell seine gewohnten Bahnen. Ich hielt auf das Westende des anschliessenden Strandes zu und dort fanden wir auch die Fische. Es trieb sich dort eine Coho-Schule umher und es ging nun Schlag auf Schlag. Viele der 5-8 pfuendigen Fische waren unmarkierte aber Martin hatte wohl ein gluecklicheres Haendchen und packte bald auch einen markierten Coho und einen ordentlichen Pink auf Eis. Nach einer ganzen Weile und schon am Ende der Tagestour erwischte dann endlich auch Fred einen Keeper – einen weiteren Pink.


    In der Zwischenzeit hatten auch Carl und Herbi eine Menge wilder Cohos gefangen und wieder freigelassen. Einmal hatte Herbi wohl etwas Grosses am Bande, dass er allerdings nicht lange am Haken halten konnte und leider wieder verlor. Aber die Jungs hatten alle eine Menge Fische gedrillt und sich an das neue Geraet gewoehnt und auch 5 Lachse und einen Barsch mit nach Hause genommen. Herbi’s Chinook war der Groesste bis jetzt.







  • Tag 2; Sa Sept 7, 2013:


    Fuer diesen Tag hatten Carl und ich einen Lachs-Butt-Combotag vorgesehen. Meine drei Gaeste wollten unbedingt auch mal einen Heilbutt fangen und so gegen Mittag sollten die Gezeiten fuer die Buttjagd geeignet sein an einer meiner Erfolgsstellen vor Victoria. Am Morgen wollten wir mal die Oak Bay Flats und vielleicht noch Constance Bank nach Lachs abklopfen. Normalerweise kommen nach Oak Bay nicht viele der Cohoschwaerme, aber es rauben dort das ganze Jahr die Winter Springs; Chinooks zwischen 5 und 15 Pfund. Vielleicht ging da ja was.


    Wir kamen zu einer sehr beschaeftigten Bootrampe in Victoria welche dazu noch in dichtem Nebel lag. Bald hatten wir unsere zwei Boote im Wasser und duesten in den nebeligen Morgen. Kein Wind, leicht feucht durch Nebel und Nieselregen. Wir waren die einzigen zwei Boote als wir in Oak Bay ankamen. Ich deutete Fred und Martin an, dass die Chinooks dicht am Boden zu erwarten waeren. Eines der beiden Downriggergewichte liessen wir direkt ueber den Grund schleifen. Aber die Ruten blieben bei uns still.




    Carl dagegen fischte eine seiner beiden Ruten im Mittelwasser und meldete ueber Funk bald, dass Herbi zwei Bisse verpasst hatte; einer davon musste wohl was Besseres gewesen sein. Wir sollten ihm mal uebersetzten, dass er aufmerksam verfolgen sollte ob der Downriggerclip schon von allein ausloeste oder die Schnur noch im Clip sass beim Biss. Wir schleppten jetzt fast nebeneinander und bald darauf sahen wir Carl aufspringen und sich diesmal die Rute selber schnappen. Bald brachte er einen vielleicht 5 pfuendigen unmarkierten Coho zum Boot. Aha, da zogen also doch ein paar Cohos hier umher. Weil sich bei uns aber gar nichts tat, beschlossen wir es nochmal auf der Constance Bank zu versuchen.


    Nach 10 Minuten Fahrt kamen wir auf der Untiefe an und wir versuchten es erst ganz oben in ca. 23 m Wassertiefe. Dort ging gar nichts ausser ein paar kleinen Ling Cods. Carl hatte mal wieder den richtigen Riecher denn er liess sich schon bald mit der Ebbstroemung westlich ueber die Kante ins Tiefere treiben und ueber Funk meldete Herbi den ersten Pink im Boot neben weiteren Bissen. Wir drehten nun auch dahin ab und sobald wir die Scharkante erreicht hatten, ruckelte Martins Rute mit einem Coho Killer Blinker los und er war im Drill mit einem ordentlichen Coho. Wieder war Martin der Glueckspilz und brachte einen markierten Coho ins Boot. Bald darauf loeste Freds Rute aus und er konnte sich mit einem bedeutend groesseren Coho messen, der ordentlich Radau machte – aber nach Handlandung und Fototermin wegen der vorhandenen Fettflosse wieder schwimmen durfte.






    Fred und Martin waren nun im Minutentakt gefragt und hatten Spass mindestens noch 3 oder 4 wilde Cohos zu drillen. Fast hatten wir Carl’s Position erreicht als wir einen Funkspruch erhielten: “Double Header and one of them is big!”. Ich fragte nach der Fangtiefe und bekam 40 m als Antwort. Wir passten uns dementsprechend an. Wir kamen noch genau rechtzeitig um das Ende eines aufregenden Drills von Herbi zu verfolgen. Der Fisch riss paar Mal ordentlich Schnur von der Rolle und Herbi berichtete spaeter von schmerzenden Fingerknoecheln – dort wo die Rollengriffe beim Abspulen seine Finger erwischt hatten. Aber die ganze Uebung vom heutigen Morgen zahlte sich nun aus und schliesslich hatte Carl den Fisch im Kescher. Stolz hielt Herbi einen schoenen 14 pfuendigen Winter Spring, den neuen Rekord-Chinook hoch.




    Im selbem Moment loeste Freds Rute mit einem Glow-UV-Hootchie aus und der Fisch zog sofort Schnur von der Rolle. Das war auch was Groesseres, keine Frage! Fred schnappte sich die Rute und spuerte noch ein paar Kopfstoesse – aber dann schoss der Fisch wohl Richtung Boot und Fred verlor Kontakt. Ich drehte den Schleppmotor noch voll auf um vielleicht nochmal Spannung herzustellen aber es war schon zu spaet! Der Fisch hatte den Haken abgeschuettelt! Sehr aergerlich!


    Es war nun Zeit zum Heilbuttankerplatz zu fahren. Aber es war natuerlich keine leichte Entscheidung diese Stelle jetzt zu verlassen wo wir anstaendige und hungrige Lachse gefunden hatten. Ich ueberliess die Entscheidung meinen beiden Gaesten und die entschieden sich fuer Butt. Wir hatten nur ein vielversprechendes Zeitfenster von ca. 3 Stunden fuer die Butte.


    Auf dem Weg zum Mudhole kreuzte uns ein Whalewatcherboot driftend. Wir hielten kurz an und fragten, was es zu sehen gaebe. Ein Buckelwal waere hier gerade abgetaucht und muesste nach paar Minuten irgendwo hier wieder auftauchen. Wir warteten eine Weile, konnten aber nichts sehen. Gerade als ich nun ungeduldig abfuhr kam der Wal gleich neben Carls Boot kurz zum Atemholen hoch und Herbi war der einzige der dieses Schauspiel zu sehen bekam.


    Dann waren wir am Buttplatz und warfen den Anker. Der Duftsack wurde abgelassen und 2 Ruten mit Heringen bestueckt. Butt Juice durfte natuerlich auch nicht fehlen am Koeder. Wir hatten uns gerade gemuetlich niedergelassen, als die rhythmisch schwankende Rute Martins ploetzlich gekruemmt stehen blieb und dann sich immer tiefer verneigte. Martin war im Nu dabei und riss die Rute heraus und schlug an. Fish On! An den haemmerden Kopfstoessen erkannte ich sofort einen Butt. Gerade funkte Carl und fragt ironisch ob wir schon unser Limit haetten und ich antwortete wir waeren gerade am ersten Drill. Unglaublich, meinte er nur. Ich muss zugeben, wenn es um Butt geht habe ich den besseren Riecher im Vergleich zu Carl. Bei Lachs war das schon anders!




    Nach einer Weile brachte Martin seine Beute nach oben und ich harpunierte den reichlich 20 pfuendigen Butt. Kein Riese aber ein schoener Anfang! Vielleicht ging ja noch mehr! Und tatsaechlich, nur vielleicht 15 Minuten spaeter ruckte es erst heftig zweimal wieder an Martins Rute, Martin versuchte anzuschlagen, verpasste allerdings den Fisch. Ich riet sofort wieder zum Grund zurueckzulassen und tatsaechlich kam der Fisch wieder. Diesmal riss er hart an der Rute und Martin kurbelte hart hinein waehrend die Rute noch im Halter steckte. Der hing! Und es flogen sofort etliche Meter Schnur von der Rolle. Das war ein besserer Fisch! Ein paar Mal musste Martin noch Schnur geben bis er den Fisch dann endlich vom Grund weg hatte. Dann begann das Pumpen. Er musste den Fisch wohl schon mehr als die Haelfte der Strecke noch oben gebracht haben, als ploetzlich der Fisch ausstieg. Schade! Das passiert nicht haeufig beim Naturkoederangeln aber es passiert eben.


    Wir funkten Carl und Herbi unser Missgeschick zu. Die hatten noch keinen Biss gehabt bisher. Etwas spaeter hatte wohl ein kleiner Trupp Dornhaie unsere Duftspur gefunden und die Ruten ruckelten hier und dann und ein oder zwei der kleinen Koederdiebe mussten auch kurz Tagesluft schnuppern. Aber buttmaessig war es nun gelaufen. Gegen 15:00 Uhr packten wir zufrieden ein und fuhren zur Rampe und zum Schlachttisch wo die Robben und Otter schon auf unsere Abfaelle warteten.


    Herbi steigerte den Chinookrekord auf 14 Pfund und Martin packte einen ueber 20 Pfund Butt dazu. Dazu noch etliche Cohodrills und einen Pink und Coho zum mitnehmen. Kann man nicht meckern!




  • Wenn ich irgendwann mal zufällig in der Ecke bin, komm ich mal vorbei. Will auch mal mit rausfahren. :lol: :lol: :lol:


    Klasse Berichte. :D
    Freu mich immer wieder, wenns was von dir zu lesen gibt. ;)

    Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!


    P.S.: Diese Info wurde auf 100% recycelten Datensätzen geschrieben und ist nach der Löschung sämtlicher Buchstaben und Zahlen erneut verwendbar.

  • Tag 3; So Sept 8, 2013:


    Als ich Sa abend nach dem Angeln und einem Geselligkeitsbier schon in die Falle wollte um fuer den naechsten Tag fit zu sein, rief mich mein Freund Rick an. Er war unser Partnerboot fuer Sonntag und wollte Lagebericht geben denn auch er war am Sa vor Sooke draussen gewesen. Er berichtete von einer Welle von guten Chinooks bis zu 25 Pfund von denen er und sein Kumpel vier Stueck fuer sich behielten. Das klang ja aussichtsreich fuer den naechsten Tag! Vielleicht konnten meine drei Gaeste ja doch noch ein oder zwei Grosslachse auf die Schuppen legen!


    Rick und ich verabredeten uns fuer So Morgen um 7:00 Uhr an der Sunny Shores Marina, wo Rick sein 24 Fuss Schlachtschiff vertaeut liegen hat. Er brachte noch seinen Freund Ron mit da Rick gesundheitlich nicht mehr ganz so fit war und immer lieber eine weitere Hilfe an Bord hatte.




    Herbi wurde wieder fuer den Tag an Rick’s Boot ausgeliehen. Martin und Fred halfen Red Hot ins Wasser zu lassen und dann duesten wir durch relative dichten Nebel durch das Sooke Basin hinaus auf’s Meer. Rick kam etwas spaeter nach da er noch seine Krabbenfallen checken wollte. Wir hatten uns an seiner gestrigen Fangstelle verabredet. Die ersten 2-3 Stunden wuerde es noch ebben, was an dieser Stelle nicht unbedingt beste Voraussetzungen waren. Aber anscheinend hatte das die Lachse gestern auch nicht gestoert. So gegen 10:00 Uhr war dann Umschwung auf Flut and von diesem Gezeitenwechsel versprach ich mir einiges. Dann duerften durch die zunehmende Flutstroemung allerlei Fische dicht vor das Ufer getrieben werden.





    Martin und Fred liessen ihre beiden Ruten mit Koederfischsystem ein und es dauerte keine 5 Minuten und wir bekamen einen Double Header. Fred brachte einen kleineren Chinook ans Boot und Martin einen etwa gleichgrossen unmarkierten Coho. Wir beschlossen beide wieder schwimmen zu lassen. Die Sonne brach stellenweise durch den Nebel und waermte un saber das Fangen kuehlte sich rapide ab. Es tat sich erst einmal gar nichts mehr. Aber wir wollten geduldig sein. Rick kam nun endlich auch mit seiner zweikoepfigen Crew vorbei und wir schleppten hin und her auf der gleichen Stelle an der Rick und Ron gestern noch so erfolgreich waren. So schnell koennen die Bedingungen sich manchmal aendern.


    Kurz vor dem Gezeitenwechsel zog ich eine Versuchsbahn etwas weiter vor die Kueste ueber 50 m und tieferen Wasser. Und tatsaechlich fanden wir jetzt einige Coho und Pinks. Wir liessen Rick und Herbi wissen, dass sich einige Schulen weiter draussen herumtrieben aber Rick glaubte fest daran, dass seine Stelle noch heisslaufen wuerde. Wir wiederum vergnuegten uns erst einmal weiter mit den Cohos und Pinks. Einige der Cohos hatten schon stattliche Groessen und gingen wohl auf ueber 10 Pfund hinaus. Leider waren alle groesseren Cohos unmarkiert. Martin aber behielt sein glueckliches Haendchen und packte den einen oder anderen markierten Coho und Pink auf Eis.


    Dann wurde ploetzlich der Funk lebendig und auch Ricks Boot fing an zu fangen. Wir gesellten uns wieder ins flachere Wasser hinzu und standen nun voll im Fisch. Es ging jetzt Schlag auf Schlag und wieder waren schoene Cohos dabei – allerdings nur zum Freilassen. Aber da musste doch noch ein Grosschinook irgendwo dabei sein!?




    Da das Gesamtlimit fuer Lachs pro Person 8 ist, entschlossen sich Martin und Fred nur noch Fische ueber 10 Pfund zu behalten. So liessen wir auch noch den einen oder anderen markierten Coho und mehrere Pinks frei, die dieses Kriterium nicht erfuellten. Nach dem Gezeitenwechsel nahm die Bissquote etwas ab aber wenn ein Biss kam, so kam er meist im Doppelpack. Mit zunehmender Flut nahm die Bissquote wieder zu und als wir 3 Pakete Koederfische mit je 10-12 Stueck verbraucht hatten, machten wir Schluss. Herbi hatte noch das Glueck einen 10-11 pfuendigen Chinook zu erwischen. Aber das sollte es fuer Chinooks gewesen sein.




    Es waren keine Riesen die wir heute erlegt oder nur gedrillt hatte, dafuer jede Menge! Die Jungs hatten jedenfalls viel Spass gehabt! Am naechsten Tag wollten wir eine Heilbuttour machen, aber ich kann es vorweg nehmen, es war die einzige Schneidertour der Woche. Kein Butt war hungrig und es wurde auch schnell sehr rauh so dass wir auch bald abbrechen mussten.

  • Tag 5; Di Sept 10, 2013:
    Wie schon gesagt, Tag 4 gab’s nichts zu berichten ausser ein Herumgeschaukel und Koederbaden auf Heilbutt. Einzig brauchbare Erfahrung von diesem Tag war, dass es auch zur Not zu viert auf meinem Boot machbar war – gut zu wissen, weil wir ab Mittwoch kein Partnerboot mehr zur Verfuegung hatten. Zur Not haetten sich die Jungs dann ein Kleinboot von der Pedder Bay Marina mieten muessen.


    Fuer den Dienstag hatten wir uns nochmals mit Rick verabredet. Gleiche Zeit, gleicher Ort. Diesmal half ihm sein Freund Kevin aus und diesmal durfte Herbi auf dem deutschsprachigen Kutter bleiben und Martin wurde verliehen. Wieder war es sehr nebelig im Sooke Basin und noetigte uns zu einer langsamen Ausfahrt. Vor der Muendung war der Nebel jedoch wie weggeblasen und es war ein herrlicher sonniger Morgen mit vorerst keinem Lueftchen Wind.






    Im Prinzip war dieser Tag ein Spiegelbild des 3. Tages an gleicher Stelle und ich moechte meine Leser nicht mit Duplikaten langweilen. Wir fingen ein paar kleinere Cohos gleich zu Anfang und dann lief waehrend der letzten Stunden der Ebbstroemung nicht mehr viel. Unser Boot war wieder ein bisschen experimentierfreudiger und wir kreuzten weiter oestlich bis vor Possession Point. Ich gedachte dort in der Ebbkehrstroemung hinter Secretary Island vielleicht noch einen Gross-Chinook aus den Felsennischen zu kratzen. Wir sahen auch eine gute Anzahl grosser Fische auf dem Echolot an dieser Stelle, doch wollten die ihre Maeuler nicht oeffnen.


    Zum Gezeitenwechsel waren wir wieder bei Ricks Stelle und schleppten geduldig auf und ab. Es hatten sich jetzt ein paar andere Boote inklusive einiger Guideboote dazugesellt. Mit einsetzender Flut kamen auch die Bisse. Und diesmal waren die Cohos groesser als das letzte Mal. Wir bekamen hammerharte Bisse, die sofort ausloesten und dann einen aufregenden Drill ablieferten. Einige der Cohos nahmen auch stellenweise Schnur von der Rolle. Wir liessen einige wunderschoene vielleicht 10-12 pfuendige Cohos wieder schwimmen. Einige Maennchen hatten schon die Andeutung eines Laichhakens.





    Es ging nun wieder Schlag auf Schlag und meistens kamen die Bisse im Doppelpack. Die Jungs hatten einen Heidenspass und konnten sich teilweise nichtmal hinsetzen um ein Brot zu essen. Leider waren wieder alle Grosscohos unmarkiert, so dass nichts in der Fischkiste haengen blieb. Auf einmal sah ich wieder Freds Rute hart ausloesen und brutal nach unten reissen; die Schnur fing schon an herauszulaufen als ich Fred warnte und er augenblicklich Fred zugriff. Ich rief noch “schon ausgeloest!” aber nun ging alles blitzschnell: Fred hatte mich ueberhoert und ruckte mit voller Kraft an um die Schnur aus dem Clip zu loesen. Ich sah mit Horror wie der harte Ruck in die voll gespannte Rute mit direkter Schnur zum Fisch ging und augenblicklich wurde die Schnur schlaff. Das war kein kleiner Fisch gewesen; entweder unser lang ersehnter Gross-Chinook oder ein Monster Coho.


    Fred begriff erst gar nicht was passiert war und kurbelte verbluefft ein. Der Drilling war von der Gewalt des Ruckes aufgebogen. Fred aergerte sich ob der verpassten Chance auf einen Kapitalen. Die beiden fingen noch eine Menge weiterer Fische, darunter wieder schoene Cohos bis es ploetzlich sehr wellig und rauh wurde.







    Es ist immer schwer aufzuhoeren wenn es gerade toll beist aber ich beschloss dass der Wellengang grenzwertig wurde und wollte kein unoetiges Risiko eingehen. So fuhren wir zurueck mit einem vielleicht 6 pfuendigen markiertem Coho und einem Pink in der Kiste, die ich fuer den Raeucherofen haben wollte.


    Am Dock kam uns Martin mit seinem Fang entgegen. Er hatte einen tollen vielleicht 11 pfuendigen markierten Coho erwischt neben ein paar kleineren Coho und Pinks. Wieder ein sehr fischiger Tag doch leider blieb der Grosslachs weiterhin ein Traum. Und die Chancen noch einen zu erwischen wurden von Tag zu Tag geringer. Auch Rick, sonst immer gut fuer einen Grossen, meinte es waere wohl vorbei mit Gross-Chinook fuer dieses Saison. Als Trost nahmen wir noch 3 Krabben aus den Fallen mit, die die Bayern mit Genuss zu Hause verspeisten!

  • Tag 7; Do Sept 12, 2013:


    So, dieser Tag sollte der Abschluss unseres Angelmarathons vor Victoria werden und die drei Jungs wollten dann mit ihren Wohnmobil auf eigene Faust die Insel erkunden um ein paar Fluesse unsicher zu machen. Evtl. wollten wir uns das Wochenende darauf am Conuma River im Nootka Sound treffen, da ich dort einmal den Coho-Run im Fluss erleben wollte. Dafuer musste es jedoch erst einmal ordentlich regnen damit die Cohos auch in den Fluss hineinkamen.


    Den letzten Meeresangeltag wollten wir nochmal “Lachseln” wie die Bayern das so suess beschreiben. Wir waren wieder zu viert auf mein Boot angewiesen, jedoch sah der Windbericht gut aus bis in den Nachmittag hinein. Wir wasserten Red Hot wieder an der Prestige Bootsrampe und dampften durch den Nebel auf’s Meer hinaus, zu Rick’s Lieblingsstelle. Da es den Morgen ueber fluten wuerde, erwarteten wir auch gleich stetige Coho-Action.


    Und wir sollten uns nicht getaeuscht haben. Die Bisse kamen meist im Doppelpack und die drei wechselten sich an den 2 Ruten ab und hatten viel Spass. Es waren wieder schoene Exemplare dabei die aber alle ausnahmslos unmarkiert waren.





    Von Chinooks war nichts zu sehen. Als die Gezeiten auf Ebbe drehten, schleppte ich in die Kehrstroemung hinter Secretary Island wo wir hart an den Klippen und Riffen fischten. Wir markierten einen Menge grosser Fischsicheln auf dem Echolot aber es wollte keiner jener zuschlagen. Wir hatten ein paar Zufasser bei denen aber nichts haengenblieb obwohl der Koederfisch komplett zerfleddert oder sogar weg war. Es blieb ein Raetsel wie das geschehen konnte ohne an einem der 4 nadelscharfen Haken haengenzubleiben. Aber Lachse werden in Laichflussnaehe sehr waehlerisch und launisch und fressen nur noch selten oder schnappen lustlos aus Gewohnheit.


    Ich beschloss, als sich das als fruchlos herausstellte, wieder weiter rauszusteuern um ein paar Cohoschulen zu finden. Ueber ca. 70 m tiefem Wasser fanden wir sie und sie bissen in allen moeglichen Tiefen. Martin ging auf 170 Fuss am Downrigger runter um vielleicht einen Grosschinook unter den Cohoschwaermen zu finden und hakte auch dort einen etwa 10 pfuendigen wilden Coho. Auch eine dritte Rute bestueckt mit einem Blinker direkt an der Oberflaeche verbuchte ein paar Biss die jedoch nie haengenblieben. Hin und wieder schnappte sich auch noch ein spaeter Pink den Koeder. Wenn Herbi oder Martin manchmal auf 40 m und tiefer versuchten kamen auch einige 5-7 pfuendige Winter Springs zutage, die aber auch alle wieder schwimmen durften. Es fehlte also nicht an Abwechslung und Action. Jeder der drei musste wohl mindestens 10 Lachse gedrillt haben als es um 13:00 Uhr recht rauh vor der Hafeneinfahrt und an Ricks Stelle wurde.




    Ich beschloss einen letzten kurzen Verzweiflungsversuch auf Gross-Chinook weiter west am Otter Point zu starten – manchmal war es dort windstiller als direkt vor Sooke. Wir kaempften uns nun gegen nun schon ungemuetlichen Wellen bis zum Otter Point vor. Gerade als wir um die Felsnase kamen wo sich die Stroemung und der Wind trafen und einen Waschmaschineneffekt mit hohen Wellen hinterliessen, tauchte links von uns ein anderes Boot auf, dass die von mir angepeilte 25 m Tiefenlinie abfuhr. Rechts von mir die Felsen, links ein Boot und um uns herum ein kochendes Wasser – keine idealen Bedingungen.


    Martin und Fred machten die zwei Ruten fertig und waren bereit einzulassen. Es war erst 45 Fuss tief und ich sagte: “einer auf 30 der andere hoechstens 40 Fuss tief” bis ich uns in etwas tieferes Wasser bekam. Martins Koeder war noch nicht eine Minute unten, da loeste der Downrigger hart aus. Mist, dachte ich, Felsen! Doch dann sang die Rolle auf und Martin war am Fisch. Fish On!

    Ich konnte jedoch nicht viel nach hinten schauen, da ich uns in die Wellen und Wind halten musste und auf das Boot weiter links achten musste. Ich fragte gerade ob es was ordentliches waere und noch waehrend Martin irgendetwas unsicher daherbrabbelte hoerte ich die Rolle aufkreischen und den Fisch eine lange rasante Flucht hinlegen. Grosslachsalarm! Das war kein kleiner Fisch und vielleicht der Dicke auf den wir so lange gewartet hatten!


    Die Bedingungen waren denkbar unguenstig mit den Wellen, dichten Felsen, Boot auf links.... Jetzt musste alles funktionieren wenn wir den Fisch landen wollten! Ich rief Fred zu sofort seine Rute einzuziehen. Waehrenddessen holte ich beide Downrigger ein und die Gewichte ins Boot um ja keine Hindernisse noch am Boot zu haben. Martin drillte den Fisch perfekt; einmal schwamm er auf das Boot zu und ich sah die Rutenspitze etwas flach fallen – ich sprang zum Schleppmotor und drehte auf um Martin beim Einkurbeln weiter Spannung auf die Schnur zu geben. Hat geklappt! Der Fisch drehte wieder ab und sausste davon so dass die Rolle nur so kreischte. Ich musste mich wieder um’s Steuern kuemmern. Fred machte schon den Kescher klar – ich fragte ihn ob er sich der Verantwortung beim Keschern bewusst war; aber er war ganz cool.


    Endlich hatte Martin den Fisch dichter am Boot und ich hatte uns mittlerweile wenigstens in 20 – 25 m tiefes Wasser gebracht und etwas weg von Klippen und Brandung. Ich liebe den Moment wenn ein Grossfisch seine Runden im klaren Wasser dicht am Boot zog und man den Fisch von oben bestaunen kann. Leider war ich an das Steuer gebunden und verpasste diese Momente in diesem Drill. Da langte Fred ploetzlich mit dem Kescher zu und.... er brachte ihn ins Boot! Gewonnen! Ein vierkehliger Ausruf toente ueber das Wasser und ein ca. 20 pfuendiges Goldstueck lag im Boot!



    Ein schoener Fisch, der wohl schon am Frischwasser geschnuppert hatte und seine Laichverfaerbung angefangen hatte aber nochmal eine letzte Mahlzeit im Meer hatte einnehmen wollen. Sein Verhaengnis! Wir waren uebergluecklich ueber diesen Fang!


    Es wurde jedoch immer rauher und die Wellen bauten sich schon ueber einen Meter auf. Ich steuerte uns durch diese Achterbahn auf die windgeschuetzte Hinterseite von Otter Point. Die Fangstelle war jetzt nicht mehr beangelbar. Das war wirklich in allerletzter Sekunde gewesen!


    Wir schleppten auf der windgeschuetzten Seite Richtung Hafen und Herbi und Fred verbrauchten auch die letzten beiden Koederfische fuer einen weiteren Double Header Cohos wovon allerdings nur Herbi den Fisch bis zum Boot brachte. Ausgeangelt und zufrieden packten wir ein und fuhren heim wo die Glaeser nicht ganz trocken blieben an diesen Abend!



  • Eigentlich wollte ich an diesem freien Freitag mit meinen 3 Gaestebayern in Port Renfrew angeln. Eine Bootstour dort hatte ich mir schon abgeschminkt da 3 – 4 m Duenung vorausgesagt war. Als Alternative wollte ich allerdings vom Ufer aus die aufsteigenden Cohos an der San Juan Flussmuendung anwerfen. Die Jungs waren mit dem Wohnmobil schon dort und sollten mir einen Lagebericht erstatten, ob es sich lohnen wuerde hinzufahren. Leider war die Kommunikation durch die Abgeschiedenheit Port Renfrews schwierig (kein Wifi, kein Handyempfang) und ich bekam keine Nachricht. Gegen 13:00 Uhr beschloss ich denn solo nach Sooke zu fahren – null Wind angesagt.


    Ich liess das Boot an der Prestige Rampe zu Wasser und dueste direkt zu Ricks Stelle vor der Hafenmuendung. Dort war aber absolut tote Hose und so zog ich bald ein und fuhr weiter westlich zum Otter Point. Dort zog ich dicht am Ufer entlang wo Martin vor einer Woche noch seinen spaeten Grosschinook erwischte. Ich markierte eine Menge grosser Fischsicheln auf dem Echolot; konnte aber nichts zum Zuschnappen ueberreden. Nach zwei erfolglosen Passagen musste ich mich entscheiden: entweder immer wieder ueber die markierten Fische schleppen bis vielleicht einer endlich das Maul aufkriegte oder weiter raus auf Cohoschwarmjagd zu gehen. Ich entschloss mich zu letzterem.


    Ich schleppte bis ueber ca. 150 m tiefes Wasser und kreuzte dort hin und her auf Suche nach hungrigen Cohobanden. Bald rappelte es auch schon an einer und gleich darauf an der zweiten Rute obwohl ich die eine Rute in ca. 25 m Tiefe und die andere in 40 m Tiefe hatte. Ich drehte nur die Bremse der einen Rolle etwas lockerer und lies diese Rute im Halter waehrend ich den einen Fisch drillte. Unmarkierter Coho, ca. 6 Pfund, released. Dann zur anderen Rute, Fisch noch dran, gedrillt, unmarkierter Coho etwa 8 Pfund, released. Kaum hatte ich beide Rute wieder eingesetzt, loeste wieder die flachere mit dem gruen-weissen Coho Killer Blinker aus. Wieder ein unmarkierter Coho der gleichen Guete. So kam ich ganz schoen ins Schwitzen.


    Dann hatte ich aber den Anschluss an diese Schule verloren; die Flutstroemung hatte mich wohl zu weit weggetrieben. Ich kreuzte noch paar Mal ueber meine GPS-Spur konnte aber keine Bisse mehr provozieren. So zog ich weiter mit der Flut gen Osten. An zwei oder drei weiteren Stellen bekam ich weitere Doubleheader. Es war fast schon berechenbar; erst ruckte die flachere Rute los und sobald ich die Rute in der Hand hatte, drehte ich den Schleppmotor auf langsam und in dem Moment schlug die zweite Rute aus. Es ist immer etwas chaotisch wenn man zwei Fische gleichzeitig alleine managen muss. Aber es war auch viel Spass und ich wusste, dass ich die meisten Fische eh wieder freilassen musste und so kuemmerte es mich auch nicht wenn der eine oder andere Fisch im Chaos verloren ging.


    Es ging dann schon bald auf Abend zu. Das Wasser war spiegelglatt und nur leichter Nieselregen zerriss die bleierne Wasseroberflaeche. Ich war mittlerweile mit der Flut wieder bis zur Hafenmuendung zurueckgetrieben und drehte meine Kurven in ca. 80 m tiefem Wasser. Ein anderes Boot kreuzte in der Naehe, ansonsten hatte ich das Meer fuer mich alleine. Da loeste ploetzlich die tiefere Rute zuerst aus, mit einem UV Hootchie als Koeder. Ein anstaendiger aber kein riesiger Fisch liess sich widerwillig herandrillen. Wie es kommen musste, loeste nun auch die flachere Rute aus und es der Fisch wollte unbedingt weg. Ich drehte die Bremse lockerer und waehrend ich den Drill des ersten Fisches nun forcierte und versuchte von der zweiten Schnur wegzuhalten, zog der andere Fisch eine Menge Schnur von der Rolle. Der musste ein paar Pfund mehr auf den Rippen haben, dachte ich.


    Ich hatte nun den ersten Fisch neben dem Boot und war bereit den Haken herauszuhebeln als ich die fehlende Fettflosse bemerkte. Ha, der konnte mitgehen! Mit einem schnellen Ruck hob ich den Fisch am Vorfach in das Boot und verpasste ihm schnell eins ueber den Schaedel und kuemmerte mich dann der immer noch ungeduldig wippenden zweiten Rute und abspulenden Rolle. Der Fisch war trotz der langen Flucht immer noch energiegeladen und widersetzte sich meinen Schnurgewinnungsversuchen sehr vehement. Aber nach paar Minuten hatte ich ihn dann doch in Reichweite und zu meinem weiteren Erstaunen war das kein feister Coho sondern ein schoener reichlich 8 pfuendiger Chinook! Wie der sich wohl unter die Cohos gemischt hatte?


    Somit hatte ich nun nach etlichen freigelassenen auf einmal 2 Keeper im Boot. Es war nun gegen Ende der Flut und es schienen sich immer mehr Fische hier im flacheren Wasser vor der Hafenmuendung einzufinden. Ob das nun einheimische Lachse, die dem Sooke River im Sooke Inlet zustrebten, waren oder nur Durchreisende, die hier Nahrung witterten, kann ich nicht sagen. Aber es war richtig viel Spass nach Herzenslust zu drillen. Der Coho Killer Blinker fing nun 3:1 gegenueber dem Hootchie und ich liess noch eine Menge weitere schoene Cohos wieder frei.


    Einmal schlug ich wieder an nachdem der Downriggerclip beim Biss ausgeloest hatte und sofort wollte der Fisch Schnur haben. Dieser Fisch verlangte dem Geraet alles ab: die Rute bog sich voll durch und die Rolle raste beim Schnurlassen. Als der Fisch endlich stehenblieb und ich Druck machen konnte, spuerte ich starke Kopfstoesse. War das etwa wieder ein Chinook, nur diesmal ein noch groesserer? Wahrscheinlich! Ich gewann ein paar Meter und dann drehte sich der Fisch wieder und es riss mir die Rollengriffe aus der Hand so schnell zog er wieder ab. Es entspann sich ein fantastischer Drill! Als ich den Fisch dann ca. 10 m hinter dem Boot hatte, explodierte ploetzlich das Wasser und der Fisch versuchte halb springend und waelzend den Haken loszuwerden.


    Als er das erste Mal neben dem Boot entlang glitt, konnte ich den Fisch als Coho identifizieren. Aber was fuer ein Brocken! So einen grossen Coho hatte ich seit Jahren nicht mehr gefangen! Der konnte 7 kg haben! Ein breiter Ruecken und kompakt gebaut. Ein wahres Muskelpaket! Und schon den Ansatz eines boesartig aussehenden Laichhakens. Ein toller Fisch! Leider zu vollstaendig – im Besitz der vollen Fettflosse und damit kein Keeper. Ich schoss ein paar Fotos als der Fisch erschoepft neben dem Boot lag und liess ihn dann wieder schwimmen. Elegant zog er ab in die Tiefe.


    Kurz danach packte ich ein; einen besseren Fisch wuerde ich heute eh nicht mehr fangen und die feuchte Kaelte kroch mir in die Knochen. Das war ein fantastischer Angelnachmittag alleine mit den Fischen!





  • Waehrend ich am Freitag solo in Sooke auf Coho erfolgreich war, hatten auch meine drei bayrischen Gaeste im Fluss und am Strand bei Port Renfrew Erfolg bei der Cohojagd. Da die niedrigen Pegelstaende der Inselfluesse bisher noch keinen nennenswerten Lachsaufstieg zuliessen, trieben sich die aufstiegswilligen Cohohorden vor den Flussmuendungen und in den Deltas herum. Bei jeder Flut kamen wieder neue Schwaerme in die Deltas um den Wasserstand auszukundschaften und da bestand eine gute Chance den einen oder anderen davon mit der Spinn- oder Fliegenrute zu erwischen. Fred hatte gleich zweimal ordentlich zugeschlagen mit wunderschoenen Cohos von jeweils 5.5 und 5.0 kg. Petri Heil!







    Fuer Samstag und Sonntag hatte wir unsere letzten beiden Meerestouren vor Sooke angedacht. Natuerlich wollten die Jungs ihren Urlaub nochmal fischreich ausklingen lassen. Wir starteten Samstag erst nach dem Mittagessen um die volle Flut vor Sooke zu erwischen. Hoffnungsvoll setzten wir die 2 Schleppruten in Ufernaehe ein. Es waren aber keine Abnehmer dicht unter Land zu finden.


    Erst als wir die tieferen Gefilde vor Secretary Island erreichten, wurden die Koeder zum ersten Mal attackiert. Fred verlor seinen ersten Drill des Tages und Mr. Effizienz alias Martin konnte gleich mal einen etwa 5 pfuendigen markierten Coho in die Kiste packen. Es war heute nicht das rasante Beissen mit staendigen Doubleheadern sondern ein fast gemuetliches Immermalwieder. Ein paar mittelmaessige wilde Cohos wurden wieder freigelassen bis Martin es dann auf seiner tiefen Rute mit einem etwas staerkeren Fisch zu tun bekam. Die Rolle surrte ein paar Mal kurz auf bis dann ein kompakter Winter Spring von ca. 7-8 Pfund auftauchte. Der ging natuerlich auch mit!


    Mein Angelkumpel Graham kreuzte mit seiner Familie an Bord an uns vorbei und ueber Funk liess er uns seine Erfolgstiefe wissen: 40-60 Fuss. Wir konnten im Verlauf der naechsten Stunden noch einige Cohos haken; einige warfen den Haken, einige mussten wegen der vorhandenen Fettflosse wieder freigelassen werden und 2 weitere markierte konnten wir noch auf Eis packen.


    Das Wasser war den ganzen Tag ueber ruhig wie ein Ententeich und wir genossen die warme Spaetsommersonne. Es waren heute keine sehr grossen Lachse dabei und auch nicht eine ueberwaeltigende Menge aber wir waren wohl auch etwas verwoehnt von den super Tagen zuvor. Mit etwa 15 Lachsen gedrillt und 4 davon eingepackt kann man doch durchaus zufrieden sein.



    Fuer Sonntag hatten wir unsere letzte gemeinsame Tour frueh morgens geplant. Martin wollte unbedingt nochmal Otter Point einen Besuch abstatten. Gesagt, getan. Bei ruhiger See aber regenschweren Wolken duesten wir west zum Otter Point. Wie schon zwei Tage zuvor, konnten wir einige grosse Fischsicheln auf dem Echolot dicht unter Land beobachten aber ebenso wie zuvor, hatten diese Fische kein Interesse an unseren Koedern. Wir schleppten den ca. 1 km langen Kuestenabschnitt hin und zurueck ohne einen Biss zuverzeichnen.


    Die Jungs entschieden dann lieber nochmal mit den Cohos zu spielen da wir ueber Funk einige vielversprechende Berichte mithoerten. Ueber 200 m tiefem Wasser sollten die Cohos stehen. Wir holten ein und fuhren die ca. 5 – 7 km vor die Kueste. Dort hiess es nun die Cohotrupps finden in dem schier unendlichen Meer. Mittlerweile fing es an zu schuetten und ich war froh, dass ich als Fahrer kaum unter dem Dach hervorkommen musste. Ich machte eine Gezeitenlinie aus und fuhr ein Zickzackmuster um dieselbe herum. Wir hatten 3 Ruten eingesetzt um moeglichst effektiv das Tiefenspektrum abzudecken. Die Bisse kamen bald – und zwar an der flacheren der 3 Ruten. Und die Bisse waren vehement und loesten fast immer sofort aus dem Clip aus.


    Die Jungs drillten abwechselnd ein paar mittlere Cohos ans Boot. Herbi hatte ploetzlich einen sehr kampfstarken Fisch am Band der immer wieder Schnur verlangte. Nach einiger Zeit brachte er dann ein fettes Cohomaennchen ans Boot. Bestimmt 9 – 10 Pfund schwer aber wieder unmarkiert. Ein bisschen Platz hatten die Jungs noch in ihren 3 Fischkisten fuer die Heimreise. Es war ein Hundswetter und wurde nun auch noch windig dazu. Keiner der 3 hatte wirkliches Regenzeug ausser einer Jacke dabei. Aber das Jagdfieber und ihre Spaesse hielten sie warm und bei guter Laune. Beim ersten Doubleheader an diesem Tag hatte Fred einen kleinen aber markierten Coho am Haken. Der ging mit nach der ganzen Arbeit heute.


    Dann war kurz Beisspause oder ich hatte den Anschluss an den Schwarm verloren. Ich kreuzte nun mit der Ebbstroemung umher und hatte Glueck noch eine Cohoschule zu finden. Diese schienen etwas groesser zu sein aber wieder kamen 2 oder 3 ausschliesslich wilde Cohos zum Boot. Fred drillte gerade gerade mal wieder einen ordentlichen Fisch der schon Blutfahnen im Wasser hinterlies weil der Haken wohl tief sass. Ich sah Fred ihn begutachten und ploetzlich am Vorfach ueber die Bordwand schwuppen – gluecklicherweise ein Keeper! Schoener ca. 8 pfuendiger Silberbarren.


    Wir setzten nochmal um; weit oestlich vor Secretary Island, kamen aber in ein schwimmendes Krautfeld hinein, dass saemtliche Schnuere verfing. Herbi verlor dann im Wind seinen schoenen Leder-Cowboyhut als er den Schnursalat beseitigen wollte. Es begann nun eine hektische Hut-ueber-Bord Rettungsaktion und nach ein paar Minuten der Ungewissheit fischte Martin doch tatsaechlich den schon halbversunkenen Hut aus den Wellen. Man soll sein Glueck nicht ueberspannen und so nahmen wir mit dieser gelungenen Aktion Abschied von den Fischgruenden.


    Die 3 Fischkisten der Jungs waren gut gefuellt. Wir hatten einen Mordsgaudi und ich werde die Jungs vermissen auf meinen naechsten Touren! Kommt mal wieder und das naechste Mal gibt’s was auf die Bayernohren von Schalke! Die drei hatten auch viel Spass in ihrem Urlaub und hatten vorallem im Meer eine Unmenge Lachse und 4 Heilbutte gefangen. Wenn ich schaetzen muesste, wuerde ich sagen die drei haben zusammen in 9 Tagen zwischen 200 und 300 Lachse gefangen beim Meeresangeln. Die meisten waren wilde Cohos zwischen 5 und 8 Pfund. Es waren vielleicht 15 – 20 Cohos schwereren Kalibers dabei bis zu ca. 12 Pfund. Dazu ein halbes Dutzend Chinooks zwischen 5 und 20 Pfund. Vielleicht 20 Pinks zwischen 5 und 7 Pfund. Sockeyes (Rotlachse) waren keine mehr da und Chum (Hundlachse) kommen jetzt erst langsam an. Das kann sich doch durchaus sehen lassen. Die Grosschinooks hatten sie leider gerade verpasst – wirklich nur um paar Tage!


    Die Flussangelei war wasserbedingt nicht sehr erfolgreich. Zwei schoene Coho in Port Renfrew an der San Juan Flussmuendung, ein paar Pinks und zwei aeltere Chinooks im Campbell River. Ihr Fazit war, dass man sich besser entscheidet fuer entweder Fluss – oder Meeresangeln. Beides perfekt zu erwischen ist sehr unwahrscheinlich wenn man nur 2-3 Wochen zur Verfuegung hat.






  • Die Sommerlachssaison naehert sich dem Ende – zumindest was die diesjaehrige Laichgeneration angeht. Lachse kann man hier ja das ganze Jahr durch fangen. Aber die Cohos duennen im Meer langsam aus und die Fluesse sind voll von ihnen. Der naechste Regen wird dann auch die letzten Schwaerme in die Fluesse rufen. Es war ein fantastisches Cohojahr! Die letzten zwei Jahre haben wir hier vor Victoria eine Cohofischerei von Juni – Oktober gesehen, wie sie es schon seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Wir hoffen alle, dass das ein bleibender Trend bleibt nachdem die Cohos Ende der 90ger schon fast abgeschrieben waren.


    Montag war Feiertag und da hatte ich es nochmal geschafft fuer ein paar Stunden auf’s Wasser zuverschwinden. An Land ein herrlich sonniger Spaetsommertag – doch der leichte Suedostwind kollabierte genau mit einer starken Flutstroemung so dass das Meer an einigen Stellen arg lausig war. Aber nach einer langer Angel-Durststrecke ist man nicht besonders waehlerisch. Einfach mal wieder was zuppeln fuehlen!


    Ich brachte erst gar nicht Koederfische mit sondern konzentrierte mich gleich auf Blinker, Hootchie und Apex. Richtig, nach mehreren Ratschlaegen von Forumsmitgliedern hier, wollte ich mal den vielgelobten Apexkoedern eine echte Chance geben. Als Gegenprobe fischte ich den hier sehr faengigen Coho Killer-Blinker. Um erst einmal die gaengige Fangtiefe an diesem Tag zu ermitteln, setzte ich anfaenglich 3 Ruten ein und deckte eine Tiefenspanne von 15 bis 40 m ab.


    Bevor ich mich noch richtig hingesetzt hatte, bekam ich eine erstklassige Walshow geboten. Ein Buckelwal drehte emsig Kreise um eine Stelle vor der Becher Bay, East Sooke, und jagte wohl Heringe. Hunderte von Moewen und anderer Seevoegel stuerzten sich auf die an die Oberflaeche getriebenen Kleinfische. Eine tolle Show die mich fuer 30 Minuten glatt das Fischefangen vergessen liess. Einmal zog der Wal keine 20 m neben meinem Boot entlang. Da wird es einem schon mulmig wenn man realisiert wie gross so ein 10 -12 m Wal eigentlich ist im Vergleich zu einem Kleinboot.


    Ich schleppte im Zickzack in immer tieferes Wasser. Eine Schule Klein-Cohos machte sich ueber die beiden flacheren Koeder her. Um die zu vermeiden, schleppte ich nun alle Koeder unter 25 m Tiefe. Als ich eine halbe Stunde spaeter immer noch nichts vorzuweisen hatte, liess ich den Coho Killer auf 45 m hinab und richtig! - kurz darauf loeste diese Rute aus. Ein mittelpraechtiger Coho kam heran, der aber erst neben dem Boot richtig aufdrehte und mir die Erkennung ob markiert oder nicht schier unmoeglich machen wollte. Schliesslich erkannte ich doch seine fehlende Fettflosse – ok, der durfte mit! Vielleicht 6 Pfund. Aber etwas sportlicher duerften sie doch noch werden!


    Nun zog ich eine Schleife ueber die gleiche Stelle und wieder loeste der tiefe Coho Killer aus. Und diesmal war der Drill von Anfang an beherzter. Erfreut erkannte ich wieder einen markierten vieleicht reichlich 6 Pfund Coho. Gerade als der Fisch im Kescher gelandet war, sah ich die Apex-Rute in 35 m Tiefe ausloesen. Ha, das geht ja wie das Plaetzchenbacken!


    Auch der Fisch machte ordentlich Betrieb fuer seine nur mittlere Groesse. Al s er in Bootsnaehe kam, sah er buchstaeblich rot und rastete total aus. Schade, dass ich davon kein Video drehen konnte! Mehrfach schoss der Fisch einen Meter oder mehr aus dem Wasser und tobte wie wild an der Oberflaeche! Ich war wirklich erstaunt, dass der widerhakenlose Einzelhaken hielt! Dieser Coho war ein unmarkierter. Da man zurzeit 4 Coho pro Tag behalten kann wovon einer unmarkiert sein darf, kam auch dieser Fisch in die Fischkiste auf Eis.


    Die Wellen wurden jetzt ganz schoen ungemuetlich. Nachdem ich einige unproduktive Kreise ueber der Fangstelle gezogen hatte, suchte ich in etwas flacheren Gefilden Schutz vor dem Wellengang. Ich verbuchte noch einen Biss am Coho Killer – wieder in 45 m Tiefe, der aber wenige Sekunden spaeter verloren ging.


    Ich hatte noch Platz fuer einen markierten Coho auf der Lizenz. Die Chance den zu erwischen schien gering da normalerweise die Quote bei mindestens 5:1 liegt. Als ich mit der Flut wieder vor die Becher Bay Bucht ankam, beschloss ich nochmal einen weiten Kreis in tiefere Gefilde zu ziehen. Der Wellengang war hier etwas annehmlicher. Ein paar Signale auf dem Echolot liessen mich den Apex auf 25 m hochholen. Und tatsaechlich, ruckte auf einmal die Apex-Rute los und die Schnur loeste aus dem Clip aus. Daraufhin riss es sehr ungeduldig an der Rute und als ich die Rute endlich in der Hand hield war ich sofort in einen feinen Drill verwickelt. Der Fisch nahm paar Mal Schnur von der Rolle und lieferte einen ausdauernden Kampf ab. Irgendwie kaempfen Lachse die flacher gehakt wurden heftiger als tief gefangene. Die tieferen drehen dann oft erst dicht am Boot auf.


    Als ich einen breiten Ruecken neben dem Boot sah und mein Blick auf die Stelle der Fettflosse fiel, konnte ich mein Glueck gar nicht fassen: wieder ein markierter! Jetzt musste ich erst den Kescher vom Dach holen und in dieser Zeit zog der Fisch wieder ab und unter das Boot.... Jetzt wurde ich doch tatsaechlich nochmal nervoes; jetzt wo ich wusste er ist ein Keeper wollte ich ihn auch nicht mehr verlieren! Letztendlich wurde ich aber belohnt fuer meine Ausdauer und der Fisch verschwand im Kescher!


    Ein schoener 4.5 kg Coho zum Abschluss! Sehr zufrieden mit diesem Limit an spaeten Cohos fuhr ich heim und bereitete die Lachse zum Raeuchern vor. Das wird wohl fuer eine Weile mein letzter Lachstrip gewesen sein. Ich hoffe auf noch ein oder zwei Heilbutttrips vor Weihnachten. Mal sehen!


    Abschliessend kann ich also nur feststellen, dass der silber/blaue Apex gleich gut gefangen hatte wie der bewaehrte Coho Killer. Es bewahrheitete sich also mal wieder die verbreitete Meinung, dass die meisten Koeder gut fangen wenn man nur Vertrauen in sie hat und ihnen auch eine genuegende Chance gibt. Wie oft macht man mal nur kurz fuer paar Wuerfe oder Minuten einen neuen Koeder an die Schnur und wenn da nicht gleich was passiert montiert man schnell wieder auf die bewaehrten Koeder um, um diese dann stundenlang durch’s Wasser zu schleifen. Das ist unfair! Gebt den Neuen eine echte Chance und behandelt sie wie Eure Topkoeder! Wenigstens fuer einen Tag! Lol Ich bin jetzt jedenfalls bereit oefter mal einen Apex nass zu machen!







  • Hier mal ein paar Fotos von vor paar Tagen als ich nach einem Regenguss mal an dem Lachszaun im Colquitz Creek hinter dem Eishockeystadion nachschaute und da gerade die Freiwilligen die Fischzaehlung und Umsetzung vornahmen. Dieser kleine staedtische Bach, arg gebeutelt von allen menschlichen Einfluessen, hat dieses Jahr einen rekordverdaechtigen Silberlachszug von jetzt schon weit ueber 600 Stueck. Wird wohl bis an die 800 heraufgehen wenn es abebbt im Dezember. Das ist enorm fuer dieses kleine und stark beeintraechtigte Gewaesser und mein Dank geht an die super fleissigen Freiwilligen, die sich des Gewaessers angenommen haben!


    Die Lachse werden nur gezaehlt, Geschlecht und Alter bestimmt (in einigen wenigen Faellen wird auch mal Laenge gemessen) und oberhalb des Zaunes wieder freigelassen um ihr Ding zu tun. Bei der Altersbestimmung geht es nur um Jack oder volljaehrig, wobei die erstaunlich hohe Zahl an Coho-Jacks ein Indikator fuer einen guten Run in den naechsten Jahren ist!







    Und hier mal was ich hinter der Eishockeyarena in einem Vancouver Stadtteil beobachten konnte: am Noon Creek.


    Zum Glueck scheinen Eishockeyarenen immer in der Naehe von guten Lachsgewaessern gebaut zu sein, was mir den ganzen Hockeyzirkus und die Wartezeiten doch viel ertraeglicher macht! Ein toller kleiner Bach, der Noon Creek mit etwa 100 - 300 Lachsen jaehrlich - Chum und Coho. Bei meinem zweiten Spaziergang am Bach entlang am Sonntag morgen konnte ich auch Mr. Petz am Bach erspaehen. Er hatte aber gar keine Lust zu einem Fototermin.


    Noon Creek


    Chum Paerchen ueber Laichgrube



    Zwei Chum-Maennchen beim Zweikampf


    Kleiner Pool mit Chum und Coho



    Bachmuendung bei Ebbe



    Coho Weibchen noch auf Suche



    Chum Paerchen hat sich gefunden

  • Noon - Creek ? Was ist denn das für ein Rinnsal ? Erstaunlich, dass da Lachse aufsteigen, die haben ja keine Handbreit Wasser unterm Bauch. :shock:


    Zur Altersbestimmung. Was versteht man unter volljährig und was ist ein Jack ? Sind Jacks Fische, die zu früh laichreif sind, also Pupertierende ?

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

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