Karauschen

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Karauschen

Beitragvon Maffong » 30.07.2008 - 13:19

Hi Leuts,
ich war gestern mal wieder auf Karauschen angeln und habe gleich mit dem ersten Wurf des Tages, ungefähr 3sek. nach dem einwerfen meinen karauschenrekord von 27cm auf 30cm verbessert. Ein Freund von mir sagt er habe sogar schon eine Karausche mit 40cm dort rausgeholt.
Wie stehts mit euch? Habt ihr überhaupt welche bei euch und sind sie groß oder eher klein?
MfG Maffong
Schaut doch mal vorbei: http://stickbugdiver.blogspot.com/

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Beitragvon z40t-schnorrer » 30.07.2008 - 17:08

In meinem alten Stammgewässer gab es kapitale Karauschen. Ich konnte zwei Stück über 40cm überlisten.
Seit dem ich dort nicht mehr angel, hab ich auch keine mehr gafangen.

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Beitragvon andal » 30.07.2008 - 19:01

Die letzte Karausche ist Ewigkeiten her. Leider, den es sind sowohl seht schöne, als auch anspruchsvoll zu befischende Fische!

Durch blindwütigen Karpfenbesatz wurde und wird jeder Schleien-/Karauschen- und Hechtsee (klarsichtig und pflanzenreich) gekillt. :evil:
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon z40t-schnorrer » 30.07.2008 - 19:41

Dort wo ich meine Karauschen fangen konnte war ebenfalls ein großer Bestand an Karpfen.
Die Theorie, dass Schleien unter Karpfen leiden kann ich bestätigen.

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Beitragvon wolfgang » 30.07.2008 - 21:23

Neben der von Andal bereits erwähnten Ursachen kommt noch eine weitere dazu.
Zumindest in Norddeutschland gab es haufenweise Kleingewässer meist inmitten landwirtschaftlich genutzter Flächen, manchmal Tümpel von 5-20m Durchmesser, solange diese in heißen Sommern nicht austrockneten oder in kalten Wintern nicht bis weit in den Schlamm durchfroren, beinhalteten die meisten von ihnen auch Karauschen.
Auch neugeschaffene Kleinstgewässer, wie Regenwasserrückhaltebecken wurden innerhalb sehr kurzer Zeit durch Wasservögel mit Karauschenbrut "geimpft".

Heute findet man immer weniger dieser Kleinstgewässer, viele wurden und werden trocken gelegt und verfüllt, weil sie bei der Bewirtschaftung der Felder einfach im Wege sind, in den meisten anderen ist aus irgendwelchen, mir nicht bekannten Gründen die Karauschenpopulation zusammengebrochen.

Ich habe manchmal das Gefühl, daß in früheren Jahren auf diese Kleinstgewässer aus Sicht des Naturschutzes mehr Augenmerk gelegt wurde, sind sie ja auch Heimat seltener Lurche.
Heute habe ich das Gefühl, da wird einfach gemacht, also zugekippt, nach dem Motto : "Das macht ja nix, das merkt ja keiner......."

Selbst hier mitten in der Stadt gab es solche kleinen Inseln des Lebens.
In einem Stadtteil von Schwerin gibt es den Ziegeleiteich, ein Gewässer vom Typ eines Hecht-Schlei-Sees, früher auch von anglerischer Bedeutung.
Durch die Ansiedlung einer chemischen Reinigung im Großformat und eines großen Speditionsbetriebes direkt am Ufer kam es zu starker Verschmutzung des Sees, teilweise war eine deckende dünne Ölschicht feststellbar.
Was machte man in solchem Falle................man machte einen hohen Zaun drum und befestigte Schilder mit dem Text, "Betreten des Geländes bei Strafe verboten, Betriebsgewässer!" Denn Zaun ist billiger als Wasserklärung!

Neben diesem See stand damals noch die eigentliche Ziegelei, viel mehr nur noch der alte Rundofen, daneben befanden sich 2 mit einander verbundene Kleinstgewässer, neben Karauschen und einigen wenigen Schleien wurde das Gewässer von Kamm-Molchen, Teichmolchen, Rotbauchunken bis hin zu Laubfröschen bevölkert.
Auf dem Gelände lagen überall alte Eisenbahnschwellen herum, wälzte man im Spätherbst mal so eine Schwelle zur Seite erschien eine homogene schwarze Masse, bestehend aus tausenden Kamm-Molchen in Winterruhe.
Heute stehen da irgendwelche Lagerhallen.
In der Nähe gab es noch so einen Tümpel, dieser war bis vor 3-4 Jahren noch intakt, in ihm wohnten außer Karauschen noch Neunstachlige Stichlinge(auch Zwerg-oder Teichstichling), nun liegt der Teich seit Jahren völlig trocken. Grund könnte eine Grundwasserabsenkung durch einen Straßenbau in der Nähe sein.
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Beitragvon z40t-schnorrer » 30.07.2008 - 22:13

Zumindest in Norddeutschland gab es haufenweise Kleingewässer meist inmitten landwirtschaftlich genutzter Flächen, manchmal Tümpel von 5-20m Durchmesser, solange diese in heißen Sommern nicht austrockneten oder in kalten Wintern nicht bis weit in den Schlamm durchfroren, beinhalteten die meisten von ihnen auch Karauschen.
Auch neugeschaffene Kleinstgewässer, wie Regenwasserrückhaltebecken wurden innerhalb sehr kurzer Zeit durch Wasservögel mit Karauschenbrut "geimpft".


In solchen Gewässern verbutten die Karauschen aber meist aus mangel an Raubfischen.

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Beitragvon rhinefisher » 30.07.2008 - 22:26

Hi! Wo Karauschen sind, tauchen zumindest periodisch auch Barsche auf. Das scheint jedenfalls in unserer Gegend der Fall gewesen zu sein. Ich kannte nur ein Gewässer in dem nur Karauschen und Stichlinge überlen konnten - da habe ich dann aber die größten Karauschen meines Lebens gefangen.. .
Ich habe seit bestimmt 20 Jahren keine gute Karausche in der Gegend hier gesehen.. :( .
Petri!
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Beitragvon allrounder-in-bremen » 31.07.2008 - 10:47

Hallo erstmal in meinem verein gibt es ein gewässer das 15x30m groß ist dieses gewässer ist sehr algen/pflanzenreich . in diesem gewässer sind fette schleien und sehr große brassen wie ich gestern erleben konnte.es wurden graskarpfen eingesetzt die den algenwuchs dann minimieren. karauschen wurden vor paar jahren dort regelmäßig gefangen bis 1 jahr nach dem einsetzen vo den ganzen karpfen.spiegelkarpfen kommen natürlich auch vorund vor einigen jahren war dort auch ein großer wels.
----->www.carphunter-b-n.npage.de<-----

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Beitragvon fichter_85 » 25.08.2008 - 7:40

Moin, muss auch mal was dazu sagen. Ich habe jetzt bestimmt seit 10 Jahren keine Karausche mehr an meinem Hausgewässer mehr gefangen. (Zugegeben angel ich nie drauf). Als ich jedoch letzte Woche mit meinem Opa angeln war konnten wir gleich ganze 5 Karauschen fangen! Sie hatten alle die gleichen Maße zwischen 32-35cm. Haben alle auf Tauwurm Abends und in der Nacht gebissen.
Sind auf jeden Fall ganz schöne Kämpfer.
Nun liegen sie eingefroren im Gefrierfach und warten darauf zu Fischsuppe verarbeitet zu werden.

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Beitragvon wolfgang » 25.08.2008 - 10:16

z40t-schnorrer hat geschrieben:
Zumindest in Norddeutschland gab es haufenweise Kleingewässer meist inmitten landwirtschaftlich genutzter Flächen, manchmal Tümpel von 5-20m Durchmesser, solange diese in heißen Sommern nicht austrockneten oder in kalten Wintern nicht bis weit in den Schlamm durchfroren, beinhalteten die meisten von ihnen auch Karauschen.
Auch neugeschaffene Kleinstgewässer, wie Regenwasserrückhaltebecken wurden innerhalb sehr kurzer Zeit durch Wasservögel mit Karauschenbrut "geimpft".


In solchen Gewässern verbutten die Karauschen aber meist aus mangel an Raubfischen.


Stimmt absolut, es ging mir auch mehr um die Existenz der Art, nicht so sehr um die anglerische Nutzung.
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Beitragvon Steve18 » 09.03.2009 - 21:07

Mein Freund hat nen Teich, der ist auch voll mit schönen kapitalen Karauschen.
Haben da zusammen schon weit über 50 Stück am Tag gefangen.
Wurden auch alle schön wieder zurückgelassen ;)
Allerdings muss ich sagen, dass ich in Wildgewässern noch nie ne Karausche zu Gesicht bekommen habe.
Hatte schon alle Friedfischarten reichlich in meinem Kescher, aber da scheint der Bestand an Karauschen hier nicht grade hoch zu sein.
Catch
And
Release
Please

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Beitragvon Angel-Anfänger » 09.03.2009 - 22:00

Naja bei uns in der Umgebung sind sie eher klein aber die Brassen sind so 60 cm groß ich kann euch mal ein bild reinsetzten aber erstmal muss ich das finden.

Kai S.
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Beitragvon Kai S. » 10.03.2009 - 14:45

Ich hatte meine letzte Karausche im Herbst an der Angel. Raubfischangeln vom Verein, auf den 4 Köfi Ruten tut sich nichts, also nebenbei noch mit Wobbler unterwegs. Auf einmal ein Fisch am Wobbler. War eine 850g Karausche die von außen in der Brustflosse gehakt war. Blieb dann auch der einzige Fang beim Raubfischangeln.

Also Steve 18, einfach mal dein Glück in den BVO Gewässern versuchen, die sind ja nicht so weit vom Saterland weg. ;)

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Beitragvon xAlex » 10.03.2009 - 17:59

z40t-schnorrer hat geschrieben:
Zumindest in Norddeutschland gab es haufenweise Kleingewässer meist inmitten landwirtschaftlich genutzter Flächen, manchmal Tümpel von 5-20m Durchmesser, solange diese in heißen Sommern nicht austrockneten oder in kalten Wintern nicht bis weit in den Schlamm durchfroren, beinhalteten die meisten von ihnen auch Karauschen.
Auch neugeschaffene Kleinstgewässer, wie Regenwasserrückhaltebecken wurden innerhalb sehr kurzer Zeit durch Wasservögel mit Karauschenbrut "geimpft".


In solchen Gewässern verbutten die Karauschen aber meist aus mangel an Raubfischen.


Nicht ganz!
In solchen Kleingewässern übernehmen dann die dann etwas zahlreicher vorkommendem Kleinfischfressenden Insekten wie z.B. Stabwanzen
die arbeit der Raubfische.

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Beitragvon schorsch » 10.03.2009 - 19:22

xAlex hat geschrieben:
z40t-schnorrer hat geschrieben: in solchen Gewässern verbutten die Karauschen aber meist aus mangel an Raubfischen.


Nicht ganz!
In solchen Kleingewässern übernehmen dann die dann etwas zahlreicher vorkommendem Kleinfischfressenden Insekten wie z.B. Stabwanzen
die arbeit der Raubfische.


:-S Wie meinen ??
Wärst du so nett und würdest uns diese Aussage näher erklären.